SCHWARMENERGIE

Versorgung von Niedrigenergiehäusern eines gesamten Wohnviertels im Nahwärmeverbund

Dr. Christian Friege (links) und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister nehmen die ZuhauseKraftwerke offiziell in Betrieb, Foto: LichtBlick AG
Dr. Christian Friege (links) und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister nehmen die ZuhauseKraftwerke offiziell in Betrieb, Foto: LichtBlick AG

Im Verlauf der letzten Monate wurden 36 Gebäude der Kommunale Wohnen AG (KWG) in Celle durch entsprechende Wärmedämmmaßnahmen zu Niedrigenergiehäusern umgestaltet und im gleichen Atemzug über Nahwärmenetze verbunden. Ideale Bedingungen für die Einbindung unserer Zuhausekraftwerke (ZHKW), weil so effiziente Energiewandlung – von Erdgas in Strom und Wärme – auf effiziente Energieverwendung trifft.

ZuhauseKraftwerke in Niedrigenergiehäusern

Jeweils 2 bzw. 3 Gebäude wurden über eine Nahwärmeleitung verbunden. Diese Einheiten mit 12 – 18 Wohnungen werden jeweils über ein ZuhauseKraftwerk versorgt. Eine Besonderheit dieser Wärmeversorgung liegt darin, dass jede Wohneinheit über eine Verteilerstation verfügt, über die die Trinkwasser- und Heizungsversorgung erfolgt. Das führt dazu, dass die Nahwärmenetze nur mit Heizungswasser versorgt werden und die Trinkwasserbereitung im ZuhauseKraftwerk entfällt. Aus diesem Grund wurde in jedem Heizungskeller eine groß dimensionierte hydraulische Weiche eingesetzt, um auch Leistungsspitzen aus dem Trinkwasserbereich abdecken zu können.

Einbau der Speicher durch die Kellerfenster

Für die Abdeckung von Spitzenleistungen wurde es in drei Objekten notwendig, Speicher mit einem Volumen von 1.000 Litern einzusetzen. Durch die bereits erfolgten Wärmedämmmaßnahmen an den Kellerdecken war es aber nicht mehr möglich, diese vor dem Heizungskeller aufzustellen und in den Keller „hineinzukippen“. Um diese Speicher trotzdem nutzen zu können, mussten die Fensterzargen ausgebaut und die Speicher durch die Fensteröffnungen eingebracht werden.

Zur detaillierten Planung wurde in Zusammenarbeit mit unserem Ingenieurbüro ein mehrtägiger Vor-Ort-Termin durchgeführt, in dem wir die 13 Keller begingen. Dabei wurde unter anderem die Einbringmöglichkeit geprüft, die Aufstellung der Einzelkomponenten geplant, nötige Vorarbeiten mit dem Kunden besprochen und der Anschluss an die Strom- und Gasnetze erörtert. Im Anschluss fand noch ein weiterer Termin mit dem Planungsbüro der KWG in Hamburg statt, in dem die Auslegung diskutiert und die Schnittstellen zur Heizungsinstallation besprochen wurden.

1000 Liter – Speicher, Ausdehnungsgefäß und hydraulische Weiche

ZuhauseKraftwerke im Gebäude der Kommunalen Wohnen AG in Celle, Foto: LichtBlick AG
ZuhauseKraftwerke im Gebäude der Kommunalen Wohnen AG in Celle, Foto: LichtBlick AG

Komfortabel an diesem Projekt war, dass einige der Keller vorher über eine Ölheizung mit großem Öltank im Nebenraum versorgt wurden und dieser Platz durch deren Entfernung frei wurde. So konnten hier die Speicher, die Ausdehnungsgefäße und die hydraulische Weiche aufgestellt werden.  Dies erleichtert uns  die Wartung der jeweiligen Komponenten.

Inzwischen sind alle Anlagen im Betrieb und versorgen die Niedrigenergiehäuser zuverlässig mit Wärme und unseren Bilanzkreis mit Strom. Am 28. September fand eine Veranstaltung vor Ort statt, bei der unser Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Friege zusammen mit dem Ministerpräsidenten von Niedersachsen, David McAllister, die 13 ZuhauseKraftwerke offiziell in Betrieb genommen haben.

Ein Beitrag von Astrid Krösser, Projektmanagerin Technik bei LichtBlick


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3 Kommentare

  • Ralph Kampwirth sagt:

    Hallo Rüdiger, wie bei jeder neuen Heizung kann es leider auch einmal Störungen geben. Unsere Serviceteams kümmern sich schnell und zuverlässig – sollte das einmal nicht so sein, nehmen wir die Beschwerde gerne auf.
    Beste Grüße
    Ralph Kampwirth


  • Rüdiger sagt:

    Bei meinem Bekannten im keller steht so eine Anlage und der flucht , weil immer Stöhrungsmeldungen sind und keiner schnell zur stelle ist .

    Wenn das so mit einigen anderen Anlagen ist, dann sollten Sie erst mal bei sich testen bevor Sie damit auf den Markt gehen.


  • Astrid Krösser sagt:

    … um Irritationen zu vermeiden: Speicher, Ausdehnungsgefäße und die hydraulische Weiche um fassen natürlich mehr als 1.000 Liter Volumen 🙂


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