SCHWARMENERGIE

Regierung entdeckt Mieterstrom

2013 machte LichtBlick die Energiewende auch für Mieter zugänglich – mit dem ersten ZuhauseStrom-Projekt, auch bekannt als Mieterstrom, in Berlin-Hellersdorf. Im Gelben Viertel wurden 2012 riesige PV-Anlagen auf den Dächern installiert, doch die Mieter konnten den grünen, vor Ort erzeugten Strom nicht nutzen. Mit ZuhauseStrom hat sich das geändert. Inzwischen nutzen mehrere Hundert Mieter das Angebot – und versorgen sich nicht nur klimafreundliche mit Energie, sondern sparen auch Geld.

Grüner Strom vom eigenen Dach - Mieterstrom ist nicht nur gut für die Mieter, sondern auch für die Energiewende, Foto: STADT&LAND Berlin
Grüner Strom vom eigenen Dach – Mieterstrom ist nicht nur gut für die Mieter, sondern auch für die Energiewende, Foto: STADT&LAND Berlin

Unklarheit bei Mieterstrom

Doch nach dem Startschuss konnte Mieterstrom nicht so einfach ein Massenprodukt werden – die Regierung hat Mieterstrom-Projekte eher blockiert, etwa durch die Erhöhung der EEG-Abgabe und es gibt keinen klaren Rechtsrahmen. So konnte LichtBlick ZuhauseStrom nur auf Projektbasis mit sehr hohen Kosten umsetzen, wodurch die Projekte in der Regel nicht rentabel sind.

Potenzial erkannt

Doch das soll sich jetzt ändern: Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Studie zu Mieterstrom in Auftrag gegeben, die zeigt, dass in Deutschland erhebliches Potenzial für Mieterstrom besteht und der Zubau mit Solaranlagen auf Mietshäusern die Energiewende massiv weiterbringen könnte. 3,8 Millionen Mietwohnungen könnten laut der Studie vom eigenen Dach mit Solarstrom versorgt werden.

Schritt in die richtige Richtung

Das Potenzial ist also erkannt, jetzt soll auch gehandelt werden. Nach Aussage von Wirtschafts-Staatssekretär Rainer Baake sollen mit dem neuen EEG 2017 „auch Mieter stärker bei der Umsetzung der Energiewende“ einbezogen werden. Ein längst überfälliger Schritt, der schon Jahre früher erfolgt sein müsste. Doch immerhin weist die Entwicklung jetzt in die richtige Richtung.


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