SCHWARMENERGIE

Ökostrom 2.0 – nicht nur grün, sondern auch schlau

Ein virtuelles Kraftwerk aus erneuerbaren Energien macht Ökostrom schlau, Grafik: LichtBlick
Ein virtuelles Kraftwerk aus erneuerbaren Energien macht Ökostrom schlau, Grafik: LichtBlick

LichtBlick hat heute über 600.000 Kunden. Sie sind nicht nur Ökostrom- oder Ökogaskunden. Sie sind auch Investoren in intelligente Lösungen für  die neue Energiewelt. LichtBlick zeigt mit SchwarmStrom, wie die Energiewende gelingen kann. Und wie alle Verbraucher davon profitieren können.

Grüne Stromanbieter müssen sich verändern

Die Energiewende hat längst eine unumkehrbare Eigendynamik entfaltet. Die Politik kann diese Entwicklung verlangsamen – aufhalten lässt sich die grüne Energierevolution nicht mehr. Die Energiewelt wird nicht nur erneuerbar, sie wird auch dezentral und elektrisch. In diesem sich rasant verändernden Markt müssen sich auch die grünen Stromanbieter verändern. Nicht mehr der Verkauf grüner Kilowattstunden, sondern das intelligente Management dezentraler Energie ist die Kernaufgabe der Zukunft. Die Antwort von LichtBlick auf diese neue Herausforderung heißt SchwarmStrom.

Vor zehn Jahren gab es vor allem ein Kriterium für guten Ökostrom – der Kunde musste mit dem Kauf von grünem Strom den Ausbau der erneuerbaren Energie fördern. Dieser Logik folgen auch heute noch die klassischen Ökostromlabel wie „ok-power“ oder „Grüner Strom Label“. Doch dieser Ansatz hat sich mittlerweile überholt.

Der Gesetzgeber hat Anfang des 21. Jahrhunderts mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ein machtvolles Instrument zur Förderung von Windrädern, Photovoltaik-Anlagen und Biomasse-Kraftwerken geschaffen. Das EEG war in der vergangenen Dekade der Treiber für den erfolgreichen Ökostrom-Ausbau. Heute hat die grüne Elektrizität bereits einen Marktanteil von 25 Prozent – Tendenz weiter steigend.

Ökostrom ist heute schon billiger als Atom- und Kohlestrom

Die volkswirtschaftlichen Kosten grünen Stromes sind schon heute niedriger als die von Atom und Kohle. Und es gibt bereits Geschäftsmodelle, in denen sich zum Beispiel Solarstrom jenseits der EEG-Vergütung rechnet. Der Ökostrom-Ausbau boomt, er wird das EEG nicht mehr lange brauchen. Denn die Kosten für die grünen Technologien sinken weiter. Und die „Rohstoffe“ Wind und Sonne sind bekanntlich kostenlos. Schon allein deshalb ist grüner Strom auf Dauer wirtschaftlich unschlagbar.

Die grüne Energierevolution ist also in vollem Gange. Es ist längst keine Pionierleistung mehr, ein Windrad zu bauen oder eine Solaranlage zu installieren. Es ist die Normalität, das betriebs-und volkswirtschaftlich Nahe liegende. Selbst Stadtwerke und Konzerne, die bis zuletzt noch starr an Kohle und Atom festgehalten haben und Investitionsruinen wie die Kohlekraftwerke Datteln oder Moorburg in die Welt setzen, wissen mittlerweile, dass nur die neue, grüne Energiewelt noch Sinn macht – ökonomisch und ökologisch.

Ökostrom-Anbieter wie LichtBlick haben damit sehr viel erreicht. Bei der Liberalisierung des Strommarktes 1998 war die Kunden-Belieferung mit Ökostrom für Stadtwerke und Konzerne noch eine exotische Idee, eine Spinnerei grüner Idealisten. Heute ist sie für alle ein Geschäftsmodell. Und würde man dem Greenwashing-Marketing der Etablierten Glauben schenken, könnte man sogar auf die Idee kommen, es gäbe ohnehin schon 100 Prozent Ökostrom.

Den dezentralen „Flohzirkus“ in ein stabiles System verwandeln

Der SchwarmDirigent von LichtBlick macht dezentrale Anlagen schlau, Foto: Fotolia
Der SchwarmDirigent von LichtBlick macht dezentrale Anlagen schlau, Foto: Fotolia

In dieser neuen Energiewelt stellen sich innovativen, grünen Anbietern neue Herausforderungen. Die entscheidende Aufgabe der nächsten Jahre liegt darin, ein verlässliches Stromsystem auf der Basis von dezentralen und erneuerbaren Energien zu schaffen. Nicht mehr 400 bis 500 Großkraftwerke, sondern Millionen dezentraler Windräder, Solaranlagen, Blockheizkraftwerke und Batteriespeicher erzeugen und speichern in Zukunft Energie. Es geht darum, diesen „Flohzirkus“ in ein stabiles System zu integrieren, mit wetterbedingt schwankender Wind- und Sonnenstromproduktion eine verlässliche und wirtschaftliche Versorgung sicherzustellen.

Häuser werden zu Kraftwerken. Stromkunden werden zu Kraftwerksbetreibern oder neudeutsch „Prosumern“. Aber sie brauchen Vermarktungsintelligenz, um gemeinsam ein funktionierendes System zu bilden. LichtBlick hat diese Herausforderung als Marktführer für Ökostrom frühzeitig erkannt. Seit mehreren Jahren bringen wir unser SchwarmStrom-Konzept voran. Im Kern steht die IT-Plattform SchwarmDirigent. Diese Plattform wird von den IT- und Energieexperten bei LichtBlick entwickelt. Die Idee: Wir verbinden jede Art von dezentraler Erzeugung (Wind, Sonne, Kraft-Wärme-Kopplung), dezentralen Speichern (Batteriespeicher von PV-Anlagen und E-Mobilen) und steuerbaren Lasten mit Signalen aus dem Strommarkt. Wir optimieren dezentrale Anlagen nach energiewirtschaftlichen Kriterien.

Der SchwarmDirigent macht „dumme“ Stromerzeuger schlau

Über den SchwarmDirigenten vermarktet LichtBlick den Strom aus dem Blockheizkraftwerk im Kundenkeller oder aus der PV-Anlage auf dem Hausdach – und das sehr flexibel. Ein intelligentes System entscheidet, welcher Markt gerade der wirtschaftlich attraktivste ist, also wo die Nachfrage am größten ist. Das kann wahlweise die Strombörse sein. Oder eine Anforderung zur Stabilisierung des Stromnetzes (Regelenergie). Oder auch der dezentrale Ausgleich von hoher Nachfrage im lokalen Stromnetz (Smart Grid). Und selbstverständlich auch der Verbrauch des Stromes im Gebäude vor Ort (Eigenverbrauch).

SchwarmStrom bedeutet also, „dumme“ dezentrale Kraftwerke mit Vermarktungsintelligenz auszustatten, nach den Bedürfnissen des Endkunden und des Marktes zu steuern, sie im Schwarm zu organisieren. Dazu bedarf es komplexer Prozesse im Energiehandel, in der IT, im Kundenservice und in den Schnittstellen zum Markt – zum Beispiel zu den Netzbetreibern. LichtBlick hat dafür eine eigene IT-Landschaft entwickelt, die all diese Anforderungen verknüpft. Im Mittelpunkt dieser IT-Architektur der Zukunft steht die IT-Plattform SchwarmDirigent.

Kunden verdienen künftig mit SchwarmStrom Geld

LichtBlick bietet seinen Kunden also nicht mehr nur einfach Ökostrom an. Weil Häuser zu Kraftwerken werden, weil in Zukunft (fast) jeder eine PV-Anlage auf dem Dach, einen Batteriespeicher im Haus oder ein Mini-Kraftwerk im Keller haben wird, bieten wir unseren Kunden SchwarmStrom-Dienstleistungen. Wir optimieren die Kunden-Kraftwerke.

Unsere Kunden profitieren, weil sie mit SchwarmStrom Geld verdienen. Damit werden Investitionen in grüne Technologien noch attraktiver.

Erstes SchwarmStrom-Projekt von LichtBlick sind die hocheffizienten ZuhauseKraftwerke von Volkswagen. Wir vernetzen und Steuern die Mini-Blockheizkraftwerke mit Hilfe des SchwarmDirigenten. Die lokal erzeugte Heizenergie sichert die Wärmeversorgung in dem Gebäude, in dem das Kraftwerk steht. Gleichzeitig kann der Betreiber des ZuhauseKraftwerks entscheiden, ob der den erzeugten Strom vor Ort verbraucht, an Mieter vermarktet oder als SchwarmStrom ins Netz einspeist. 1.500 ZuhauseKraftwerke mit einer elektrischen Leistung von 28 Megawatt haben wir mittlerweile in den Markt gebracht.

Mit ZuhauseStrom profitieren auch Mieter von der Energiewende

Solarstrom vom eigenen Dach. Für Mieter mit ZuhauseStrom jetzt möglich, Foto: STADT&LAND Berlin
Solarstrom vom eigenen Dach. Für Mieter mit ZuhauseStrom jetzt möglich, Foto: STADT&LAND Berlin

Wie die Geschäftsmodelle der Zukunft aussehen, zeigt auch das Produkt ZuhauseStrom. LichtBlick vermarktet dabei lokal erzeugten Strom aus Solarstromanlagen oder Blockheizkraftwerken an Mieter. Reicht die vor Ort erzeugte Energie nicht aus, liefern wir Ökostrom dazu. Im Gelben Viertel in Berlin haben wir dazu in einer Wohnanlage mit 3.000 Mietparteien das erste kommerzielle Großprojekt gestartet.

Ein weiteres Beispiel: LichtBlick führt gemeinsam mit Volkswagen, Fraunhofer IWES und SMA ein Projekt zu Integration von E-Mobilen in den Strommarkt durch. Da Autos über 90 Prozent ihrer Lebenszeit stehen, können die Batterien von E-Mobilen ideal dafür eingesetzt werden, überschüssigen Wind- oder Sonnenstrom aus dem Netz aufzunehmen. Bei Engpässen im Netz kann Strom aus den Batterien abgegeben und ins Netz eingespeist werden. Die einzelne Autobatterie hat zwar nur eine geringe Speicherkapazität. Aber ein Schwarm von einer Millionen E-Mobilen verfügt bereits über mehr Speichervolumen als alle Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland zusammen. Hier schlummert ein riesiges Potential für die Energiewende.

LichtBlick beschäftigt heute mehr IT-Entwickler als Energiehändler

LichtBlick hat weitere SchwarmStrom-Projekte auf den Weg gebraucht. Wir beschäftigen heute mehr Software-Entwickler als Energiehändler – auch das dokumentiert den Wandel weg vom Energiehändler hin zum Energiedienstleister. Was wir 1999 mit Ökostrom angefangen haben – Pionier im Markt zu sein – setzen wir heute mit SchwarmStrom konsequent fort. Dieser Wandel vom Stromhändler zum Manager dezentraler Kraftwerke, zum Lösungsanbieter für die dringend erforderliche Systemintegration erneuerbarer und lokaler Energie ist das neue Qualitätsmerkmal für einen innovativen Energieanbieter.


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3 Kommentare

  • Hubertus Grass (DEZ Moderator) sagt:

    Lichtblick hat schon früh begonnen, über den bloßen Vertrieb von Strom hinaus zu denken und das komplexe System der Energieversorgung in den Blick zu nehmen.
    Dank dieser Strategie hebt sich Lichtblick in der aktuellen Debatte um das EEG wohltuend von jenen ab, die – egal aus welcher Richtung kommend – ihre eigenen Interesse zu verteidigen suchen und vorhandene Probleme ignorieren.
    Chapeau, Herr Lücking.


  • Mara Berg sagt:

    Dear Eleanor,

    Thank you for your interest. Please send us an e-mail with your request to the address presse@lichtblick.de. We will send you information about our ZuhauseKraftwerk as soon as possible.

    Thank you!

    Best regards,
    Mara


  • Eleanor M. Rusling sagt:

    Please send information regarding the ZuhauseKraftwerk VW power generation unit.

    Best regards,
    Eleanor Rusling
    Merrill Rusling, LLC
    Rochester, NY -USA-


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