SCHWARMENERGIE

„Mit dem SchwarmDirigent denken wir Energie neu“

Der LichtBlick SchwarmDirigent - Dirigent für die Energiewende, Grafik: LichtBlick
Der LichtBlick SchwarmDirigent – Dirigent für die Energiewende, Grafik: LichtBlick

In Essen findet diese Woche die wichtigste Leitmesse der Branche statt, die E-World energy & water. LichtBlick präsentiert auf der E-world erstmals den SchwarmDirigent – das Betriebssystem für die Energiewende. Gero Lücking, in der LichtBlick-Geschäftsführung verantwortlich für die Energiewirtschaft, erläutert im Interview die Innovation.

Wie kamen Sie auf den ungewöhnlichen Namen „SchwarmDirigent“?

Lücking: Schon mit SchwarmStrom haben wir erfolgreich einen neuen Gattungsbegriff für intelligent gesteuerte und vernetzte Energie geprägt. Nun haben wir nach einem starken Bild für die Software gesucht, die den Schwarm steuert. Da lag der Dirigent nahe, der ein Orchester unterschiedlicher Kraftwerke, Speicher und Informationen zu einer wohlklingenden Sinfonie vereint.

Die neue, dezentrale Energielandschaft braucht eine zentrale Steuerung

LichtBlick setzt auf dezentrale Energie. Warum?

Die Energielandschaft wandelt sich rasant. Früher lieferten 400 bis 500 Großkraftwerke den Strom. Binnen kurzer Zeit sind 1,5 Millionen dezentrale Erzeuger – Photovoltaikanlagen, Windräder und BHKW’s – hinzugekommen. Und in Zukunft werden mit Elektroautos und neuen Batterietechnologien auch Millionen dezentraler Speicher in das System integriert.

Was leistet der SchwarmDirigent in diesem Wandlungsprozess?

Der rasant wachsende Schwarm aus Kraftwerken und Speichern muss wirtschaftlich optimiert werden. Er muss im Einklang mit dem Netz und Millionen Verbrauchern sinnvoll gesteuert werden. Genau das leistet der SchwarmDirigent.
Für eine sichere und bezahlbare Versorgung braucht die neue, dezentrale Energielandschaft ein funktionierendes Betriebssystem. Und genau das haben wir bei LichtBlick in den letzten Jahren entwickelt.

Schon heute steuert der SchwarmDirigent 700 ZuhauseKraftwerke

Ist die Software denn schon erprobt?

Ja, wir nutzen sie schon seit mehreren Jahren mit großem Erfolg. Schon heute steuert der SchwarmDirigent per Mobilfunk 700 dezentrale ZuhauseKraftwerke. Die Software nutzt dabei Daten aus unserem Energiehandelssystem und von der Strombörse, erfasst den Wärmeinhalt der lokalen Speicher in jedem einzelnen Kraftwerk und optimiert mit diesen Daten den Anlagenbetrieb. Im vergangenen Herbst haben wir mit dem SchwarmDirigenten erstmals auf Windräder zugegriffen.

Wie optimiert der SchwarmDirigent den Anlagenbetrieb?

Wir können nahezu jede Art von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch von Energie erfassen und steuern. Dabei sind verschiedene Optimierungen möglich – zum Beispiel gegenüber den Stromgroßhandelspreisen, dem Eigenverbrauch, der lokalen Netzlast oder auch zum Abruf von Regelenergie.

Der SchwarmDirigent kann nahezu jede Art von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch von Energie erfassen und steuern

Auf der E-world bietet LichtBlick das ZuhauseKraftwerk Stadtwerken, Contractoren und Kommunen zum Kauf an. Profitieren Käufer vom SchwarmDirigenten?

Ja. Denn jedes Kraftwerk wird von uns „SchwarmStrom-Ready“ ausgeliefert. Im ersten Schritt bieten wir ein Monitoring-Tool an. Der Betreiber kann online über den SchwarmDirigent auf seine Anlagen zugreifen und so zum Beispiel Betriebszustände und Zählerstände abrufen. In Zukunft können wir uns auch vorstellen, Software-Lizenzen anzubieten. Dann könnten Betreiber ihre ZuhauseKraftwerke oder andere dezentrale Erzeuger und Speicher auch selbst über den SchwarmDirigent steuern.

E-world, 5. bis 7. Februar 2013, Messe Essen
LichtBlick ZuhauseKraftwerk GmbH, Halle 7 / Stand 7-508


Zurück zur Übersicht »

Artikel kommentieren