SCHWARMENERGIE

Lückings Woche: Rekordwerte, SchwarmStrom und mutige Abgeordnete

ZuhauseKraftwerk von LichtBlick liefert SchwarmStrom, Foto: LichtBlick AG
ZuhauseKraftwerk von LichtBlick liefert SchwarmStrom, Foto: LichtBlick AG

Alle fünf  Wochen stehe ich dem unabhängigen Onlinemagazin www.klimaretter.info Frage und Antwort zu Energiepolitik und Klimawandel. Mit dazu gehört auch immer die Frage nach der „Überraschung der Woche“. Hier nun das Interview vom 27. November 2010 in voller Länge:

Entkoppelung von Wachstum und Verbrauch

Nach der Finanzkrise sind nicht nur Wirtschaft, sondern auch Kohlendioxid-Emissionen weltweit wieder auf Wachstumskurs: Forscher prophezeien für 2010 global Rekordwerte beim Treibhausgas-Ausstoß. Die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch wird nun schon seit 20 Jahren propagiert – Wieso klappt das eigentlich nicht?

2010 wird wohl das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das zeigt, es funktioniert noch nicht mit der globalen CO2-Minderung. Den Grund können wir in Deutschland beobachten: Es wird über die Regenerativen geredet und die Laufzeitverlängerung beschlossen. Reden und Taten sind zwei Welten und passen nicht zusammen. Nicht nur hier sondern überall auf der Welt. Keiner hat den Mut, ernsthaft umzusteuern und den Klimawandel als Anlass zur Erneuerung und Innovation zu begreifen.

Installation der ersten ZuhauseKraftwerke

Lichtblick und VW verkaufen seit dieser Woche sogenannte „ZuhauseKraftwerke“, erste Anlagen sind bereits in Hamburg installiert worden. Warum sollte man sich ein solches Mini-Kraftwerk in den Keller stellen?

Jeder Einzelne kann und muss seinen Beitrag leisten und durch sein Handeln die Politiker vor sich hertreiben. Das fängt mit dem Wechsel seines Strom- und Gasanbieters an und hört beim Zuhause-Kraftwerk nicht auf. Unser ZuhauseKraftwerk spart gegenüber einer alten Heizung bis zu 60 Prozent CO2. Wir steuern es so, dass es genau dann Strom erzeugt, wenn der Wind und die Sonne wegen Flaute und Wolken keinen Strom erzeugen. Alle ZuhauseKraftwerke bilden einen großen Schwarm zum Ausgleich von regenerativer Erzeugung. Für jeden Hausbesitzer ist es zudem die wirtschaftlichste Option.

Und was war die Überraschung der Woche?

Überrascht hat mich diese Woche, dass der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis, in dem unser Hamburger Büro liegt, neuer Finanzsenator in Hamburg geworden ist. Er hat im Bundestag gegen die Laufzeitverlängerung gestimmt und sich damit dem Fraktionszwang widersetzt. Das fand und finde ich mutig und super. Viel Erfolg, Herr Kruse, bei Ihrer neuen Aufgabe!


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3 Kommentare

  • Ralph Kampwirth sagt:

    Lieber Karl-Heinz Kolb, das klingt interessant. Derzeit sind wir ja schon in Stuttgart vertrieblich unterwegs, der Start in Freiburg ist noch nicht terminiert. Ich habe Ihre Anfrage an den Vertrieb weitergeleitet, die Kolleginnen und Kollegen melden sich direkt bei Ihnen.
    Beste Grüße
    Ralph Kampwirth


  • Karl-Heinz Koob sagt:

    Hallo wann seid Ihr in Freiburg aktiv?
    Wir haben hier zwei intersante Objekte für Euch.
    Auch als Präsentation Eurer Anlagen sehr gut geeignet.
    Viele Grüße aus Freiburg.
    Karl- Heinz Koob


  • Michael Hartmann sagt:

    Solche Politiker trifft man leider selten. Meist sind die, je nach schwere der „Tat“, aber leider auch bald wieder weg vom Fenster.

    Dabei sollte es mehr von solchen geben, die ihre eigene Meinung vertreten und sich nicht vom Gruppenzwang beeinflussen lassen. Ansonsten ist das ja ein ähnliches Verhalten wie damals bei den Anhängern von Adi H. aus B.


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