SCHWARMENERGIE

Ein Jahr ZuhauseStrom – ein tolles Gefühl

Wir versorgen das Gelbe Viertel in Berlin mit ZuhauseStrom, Foto: STADT UND LAND
Wir versorgen das Gelbe Viertel in Berlin mit ZuhauseStrom, Foto: STADT UND LAND

LichtBlick bietet seit einem Jahr ZuhauseStrom an. In Berlin-Hellersdorf können rund 3000 Mietparteien von dem Mieterstrom profitieren. Hier erzeugen PV-Anlagen umweltfreundlichen Strom direkt auf dem Dach und liefern ihn an die Mieter. Scheint die Sonne mal nicht oder wird zusätzlich Strom benötigt, bekommen die Bewohner 100 Prozent Ökostrom von LichtBlick.

Heidi Lube ist Kundin der ersten Stunde vom ZuhauseStrom. Ein Jahr nach dem Start des Projekts haben wir uns mit ihr unterhalten.

Ökostrom vom Dach – besser geht es nicht

Sie beziehen seit einem Jahr den Strom direkt von Ihrem Dach – hat sich etwas verändert?
Nein, nicht wirklich. Wir haben vorher schon darauf geachtet, wie wir Strom nutzen. Es ist allerdings ein tolles Gefühl zu wissen, dass unser Strom direkt auf unserem Dach erzeugt wird und wir nun wirklich ganz genau wissen, wo er herkommt.

Warum haben Sie sich für den ZuhauseStrom-Tarif entschieden?
Wir haben schon länger überlegt, den Stromanbieter zu wechseln. Da kam das Angebot von LichtBlick gerade zur richtigen Zeit. Und es ist ein tolles Produkt – wir bekommen nicht nur Ökostrom, sondern Ökostrom direkt von unserem Dach, besser geht es nicht.

Thema Erneuerbare präsenter

Hat sich Ihr Verhalten bei der Stromnutzung verändert – versuchen Sie jetzt beispielsweise dann Energie zu verbrauchen, wenn gerade die Sonne scheint?
Na ja, ich arbeite den ganzen Tag, da ist es nicht so einfach, den Stromverbrauch nach dem Wetter zu richten. Aber seit wir ZuhauseStrom beziehen, ist es uns schon bewusster, dass auf unserem Dach ja umweltfreundlicher Strom produziert wird. Und immer wenn die Sonne scheint, denke ich: Jetzt gerade erzeugen die PV-Anlagen wieder Strom. Das ganze Thema erneuerbare Energien ist einfach viel präsenter.

Der ZuhauseStrom ist für Sie aufgrund geringerer Netzentgelte günstiger als viele andere Stromangebote. Zeigt sich das auch in Ihrer Stromrechnung?
Ja, zu Anfang haben wir bis zu 10 Euro weniger im Monat gezahlt, jetzt sind es noch etwa fünf Euro, die wir mit dem ZuhauseStrom einsparen. Das hängt mit der Änderung des EEG zusammen. Da müssen wir Mieter jetzt ja wieder die volle Umlage zahlen.

Von der Politik im Stich gelassen

Sie sagen es gerade, die EEG-Reform im vergangenen Jahr hat Mieter wieder schlechter gegenüber Eigenheimbesitzern gestellt, die mit kleineren PV-Anlagen auf dem Dach nach wie vor von der EEG-Umlage befreit sind, Mieter jedoch nicht. Setzen Sie sich, seit Sie ZuhauseStrom nutzen, intensiver mit diesen Themen auseinander?

Im Gelben Viertel liefern PV-Anlage den Strom, der direkt vor Ort verbraucht wird, Foto: STADT UND LAND
Im Gelben Viertel liefern PV-Anlage den Strom, der direkt vor Ort verbraucht wird, Foto: STADT UND LAND

Ich habe manchmal das Gefühl, dass es von der Politik gar nicht gewollt ist, Mieter wie uns zu unterstützen. Wir haben eben nicht, wie die Industrie eine große Lobby im Rücken. Doch, ich setz mich schon sehr intensiv mit diesen Themen auseinander. Auch die Diskussionen um die großen Stromtrassen verfolge ich – ich bin mir nicht sicher, aber so wirklich ökologisch kann das auch nicht sein.
Ich finde bei dem Thema rund um Energie ist es wichtig, dass wir die Sachen hinterfragen und nicht immer nur dem Althergebrachten glauben. Es geht darum, neue Lösungen zu finden, wie wir Energie nutzen und aufbewahren können.

Nachhaltig mit Ressourcen umgehen

Sie sprechen schon von neuen Lösungen: Wie stellen Sie sich die Energieversorgung in 10 oder 20 Jahren vor?
Ich hoffe, dass dann weltweit erneuerbaren Energien genutzt werden und dass wir die Energie bewusst nutzen. Doch Strom ist ja nur ein Aspekt. Ich möchte in einigen Jahren in unserer Wohnung gerne Erdwärme nutzen. Wir müssen grundsätzlich nachhaltig mit unseren Ressourcen umgehen – müssen wir beispielsweise dreimal im Jahr mit dem Flugzeug in Urlaub fliegen?
Und wer weiß, vielleicht gibt es ja auch nachhaltige Energiequellen, die wir bislang noch gar nicht erschlossen haben.


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