SCHWARMENERGIE

Batterien: Baustein für Energiewende

Das Potenzial für Batteriespeicher ist enorm – sie werden kompakter, leistungsstärker und vor allem preiswerter. Und sie erhöhen nicht nur den Autarkiegrad von PV-Anlagen-Besitzern, sondern sie sind ein zentraler Baustein der Energiewende. Je dezentraler und erneuerbarer unsere Energieversorgung wird, desto wichtiger werden Speicher für stabile Netze und eine sichere Versorgung. Doch derzeit blockiert die Politik das Potenzial der Speicher. LichtBlick fordert gemeinsam mit führenden Batterie- und Wechselrichterherstellern ein Umdenken.

Auch in E-Autos stecken Batterien, die einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten können, Foto: LichtBlick
Auch in E-Autos stecken Batterien, die einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten können, Foto: LichtBlick

Batteriespeicher: Potenzial erkennen

Was macht die Speicher so relevant für die Energiewende? Sie gleichen die schwankende Einspeisung von erneuerbaren Energien aus. Sie stabilisieren die Netze. Sie senken die Kosten des Netzausbaus. Und sie erbringen wichtige Systemdienstleistungen wie etwa die Bereitstellung von Regelenergie. Intelligent gesteuerte und vernetzte Batteriespeicher können allein in Süddeutschland die Kosten des Netzausbaus um mehr als 90 Mio. Euro pro Jahr senken, so eine Studie von Prognos. Durch die Einbindung von Batterien in E-Autos in den Strommarkt kann die (finanzielle) Attraktivität der E-Fahrzeuge deutlich gesteigert werden, ohne dass milliardenschwere Förderprogramme aufgesetzt werden müssten. Die Vorteile und Nutzen von Batteriespeichern – ob stationär oder mobil – liegen also auf der Hand.

Politik hinkt Entwicklung hinterher

Wo liegen nun die Probleme? Aufgrund der sinkenden Preise für Speicher in den vergangenen Jahren haben Wissenschaft und Politik die Relevanz der Batterien für die Energiewende unterschätzt. Die Belastung von Speichern mit Entgelten, Umlagen und anderen Abgaben verhindert jedoch die Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle – wie beispielsweise die Einbindung der LichtBlick SchwarmBatterien in die Energiemärkte. Dies senkt die Bereitschaft der Verbraucher, an der Energiewende teilzuhaben und in Energiewendeprodukte zu investieren.

Systemwidrige Belastung von Speichern beseitigen

Was fordert LichtBlick? Batteriespeicher gelten laut Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) als sogenannte „Letztverbraucher“. Nach dieser Bestimmung fallen selbst bei der reinen Zwischenspeicherung von Strom alle Entgelte, Umlagen und Abgaben an. Das widerspricht dem System der an den Stromkonsum gekoppelten Abgaben, da bei der reinen Zwischenspeicherung kein Strom verbraucht wird. Vielmehr wird der Strom in diesem Fall lediglich in einen Speicher eingespeist, zwischengespeichert und zeitversetzt wieder ausgespeist. Selbstverständlich soll für den Strom, der aus einem Speicher verbraucht wird, alle entsprechenden Entgelte, Umlagen und Abgaben berechnet werden.

Unsere konkrete Forderung: Speicher bilden eine eigene Säule der Energieversorgung. Ihr Einsatz sollte nicht mehr als Letztverbrauch eingeordnet werden. Speicher dürfen nicht länger mit Entgelten, Umlagen und Abgaben belastet werden, wenn sie netz- bzw. systemdienlich eingesetzt werden.


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