SCHWARMENERGIE

Auszeichnung für einen unserer SchwarmStrom-Entwickler

Gewinner des Gaspreises 2010 für Nachwuchsingenieure - Unser Kollege Stefan (2. v. r.) wurde für SchwarmStrom ausgezeichnet, Foto: LichtBlick
Gewinner des Gaspreises 2010 für Nachwuchsingenieure – Unser Kollege Stefan (2. v. r.) wurde für SchwarmStrom ausgezeichnet, Foto: LichtBlick

Vor nur zwei Wochen haben wir den Startschuss für die ersten ZuhauseKraftwerke in Hamburg gegeben. Ein Meilenstein für alle LichtBlicker. Für Mitarbeiter wie Stefan Storace ist die Realisierung des Projekts ganz besonders spannend. Denn der  Diplomingenieur aus der Unternehmensabteilung Technik, Forschung und Entwicklung hat seit den frühen Anfängen des Produkts die Entwicklung maßgeblich mit beeinflusst.

Gaspreis 2010 für Nachwuchsingenieure

In seiner Diplomarbeit „Simulation und Optimierung verschiedener Komponenten eines virtuellen Kraftwerks“, die er bei LichtBlick vor etwa zwei Jahren geschrieben hat, hat er die Ansteuerung und Marktfähigkeit ähnlicher Produkte erstmalig untersucht. In diesen Tagen wurde ihm nun für seine Diplomarbeit der Gaspreis 2010 für Nachwuchsingenieure vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) verliehen.

Die Diplomarbeit entstand in Kooperation mit dem Institut für Thermofluiddynamik der Technischen Universität Hamburg-Harburg bei LichtBlick. „In meiner Diplomarbeit habe ich mich mit der Simulation und Optimierung eines sogenannten virtuellen Kraftwerks beschäftigt. Einen besonderen Augenmerk habe ich auf die Effizienz – und Wirtschaftlichkeit von Systemen der Kraft-Wärme-Kopplung gelegt“, erklärt er mir. So erforschte er zum Beispiel intensiv die aktuellen Vergütungsmöglichkeiten für den erzeugten Strom unter Einbeziehung der technischen Rahmenbedingungen.

Diplomarbeit ist Basis für SchwarmStrom-Konzept

Diese Untersuchungen sind ein maßgeblicher Baustein für das endgültige LichtBlick-Produkt – das ZuhauseKraftwerk sowie dem Schwarmstrom-Konzept. Denn die gleichzeitig Wärme und Strom produzierenden Anlagen, werden von LichtBlick heute so gesteuert, dass der Strom dann ins öffentliche Netz gespeist wird, wenn die Stromnachfrage in Deutschland sehr hoch ist. Hierin begründet sich die Wirtschaftlichkeit des Konzepts und dies ist der Grund warum die dezentral Energie produzierenden Anlagen die erneuerbaren Energien optimal ergänzen.

Denn:

1.)    nur dadurch, dass LichtBlick mit vergleichsweise hohen Einnahmen aus dem Verkauf von Strom kalkuliert, können wir unseren Kunden geringe Investitionskosten, einen fairen Wärmepreis und einen umfangreichen Service anbieten.

2.)    Je schneller der Ausbau von Windkraft und Sonnenenergie voranschreitet, desto stärker wird sich das Stromangebot nach den Wind- und Sonnenverhältnissen in Deutschland richten. Der Strompreis gibt dabei das richtige Signal in den Markt. Ist der Preis hoch, heißt das, dass mehr Strom benötigt wird.

Da das ZuhauseKraftwerk so gesteuert wird, dass die Anlagen immer dann Strom produzieren, wenn die Nachfrage danach groß ist, kann LichtBlick so die schwankende Einspeisung aus den erneuerbaren Energien optimal ergänzen.

Die Auszeichnung für Stefan ist eine tolle Anerkennung für die Arbeit unserer Forschungsabteilung. Herzlichen Glückwunsch!


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1 Kommentar

  • Gunter Brandt sagt:

    Was jetzt durch die von DVGW mit einem Preis ausgezeichnete Diplomarbeit belegt wurde, war als heuristischer Ansatz für mich im Jahr 1977 der Anlass ein erstens BHKW mit VW-Golf-Industriemotor zu bauen (ähnlich dem heutigen Lichblick-Aggregat).
    Fanden wir damals niemanden der so etwas in Serie bauen wollte, so bin ich im Interesse der zukünftigen Energieversorgung auf regenerativer Basis jetzt heilfroh, dass der Zug zum Mini- und Micro-BHKW bei Lichtblick endlich Fahrt aufzunehmen scheint.
    Siehe auch
    http://www.lichtblickblog.de/2010/12/15/von-unwuchten-und-anlaufkurven/comment-page-1/#comment-613
    Schade nur, statt eines Preises haben wir damals für die vermutlich zu frühe Entwicklung der Idee und Investition darin nur Knüppel zwischen die Beine bekommen – aus der Energiepolitik und aus der Energiewirtschaft.
    Obwohl, die Technologie bereits damals soweit war, dass man in eine kostengünstige Massenproduktion hätte starten können. Und als Startsignal war die erste Energiepreiskrise von 1973 auch noch in aller Erinnerung.
    Aber die Quasi-Monopole waren damals noch zu stark und die Politik von der Aussicht auf vermeintlich billige Atomkraft berauscht.


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