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Zeitumstellung: Meilenstein der Energiegeschichte

Es ist wieder Winterzeit, Foto: Flickr, flickranet
Es ist wieder Winterzeit, Foto: Flickr, flickranet

Gestern ist die Winterzeit gestartet. Wussten Sie, dass diese Stunde, die wir gestern eine Stunde lang länger im Bett liegen bleiben durften in einem direkten Zusammenhang zur internationalen Energiegeschichte steht?

An der Uhr drehen wir Deutschen seit 1980. Im Sommer drehen wir Sie eine Stunde vor und  zum Winterstart eine Stunde zurück. Und warum tun wird das? Die Zeitumstellung wurde vor 32 Jahren in erster Linie eingeführt, um das Tageslicht so besser nutzen und auf diese Weise Energie sparen zu können. Diese Überlegung stand in einem direkten Zusammenhang zur Ölkrise von 1973. Der gravierende Ölpreisanstieg hatte gesamtwirtschaftliche Auswirkungen und führte der westlichen Welt erstmalig vor Augen, dass Energie nicht grenzenlos zur Verfügung steht. Die Krise wurde so Auslöser dafür, dass Maßnahmen zum Energiesparen  in den folgenden Jahrzehnten stetig an Bedeutung gewannen.
Über den Sinn der Zeitumstellung als „Energiesparmaßnahme“ wird immer wieder diskutiert. Laut Erkenntnissen des Bundesumweltamtes spart man während der Sommerzeit zwar abends elektrisches Licht, jedoch wird dann morgens mehr geheizt, besonders in den kalten Monaten (März, April und Oktober). Wie denken Sie über die Zeitumstellung? Macht Sie Ihrer Meinung nach Sinn? Was würde sich ändern, wenn wir die Uhr nicht mehr umstellen würden?


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5 Kommentare

  • ulrics sagt:

    Den Menschen würde es ohne Zeitumstellung besser gehen. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen kann sich der Körper innerhalb des Zeitraums in der die eine Zeit gilt gar nicht richtig anpassen. Dadurch kommt es zu einem Zustand ständigen Schlafmangels. Schlafmangel kann zu Aggressionen führen und wenn man mal den Zeitpunkt der erneuten Einführung der Zeitumstellung mit jener von mehr Amokläufen vergleicht, so scheinen diese seit der Einführung zugenommen zu haben.

    Zum Abschaffen der Umstellung am 30.03. alle Demonstrieren gegen die Zeitumstellung. Das chronobiologische Chaos muss ein Ende haben.


  • Jörg sagt:

    Ich bin klar für die Beibehaltung der Sommerzeit.


  • Sigwart Zeidler sagt:

    Augenwischerei zur Beruhigung des Gewissens.
    Insbesondere für Frühaufsteher ohne Effekt: die künstliche Beleuchtung, die am Abend eingespart wird, wird dann eben früh benötigt.


  • Stefan sagt:

    Mich würden an dieser mal Zahlen interessieren, was an Energie denn tatsächlich „gespart“ wird.

    Ich finde die Zeitumstellung tatsächlich eher lästig. Meinen Abend kann ich genau so lang oder kurz genießen und wirklich „geschenkt“ wie viele Menschen sagen, bekomme ich auch nichts. Und weils so schön ist, fällt mir die ersten 2 Tage im Sommer das Aufstehen schwerer.

    Hinzu kommen all jene Stunden die ich mich in meinem Berufsleben schon mit Zeitzonen herumschlagen durfte. UTC Offset ist hier ein Stichwort bei dem der eine oder andere Programmierer nur ein „och nööö“ von sich gibt.

    Trotzdem muss ich Herrn Dr. Fröhlich recht geben: Sommerzeit ist einfach schöner als Winter 😉


  • Dr. Matthias H. Fröhlich sagt:

    Sommerzeit ist einfach wunderbar, weil sich die Sommerabende viel länger genießen lassen.

    In den ersten Jahren nach Einführung der Sommerzeit wurde die Rückstellung der Uhrzeit bereits am letzten Wochenende im September vorgenommen. Das hat mir sehr viel besser gefallen, als die sehr späte Rückstellung erst Ende Oktober.


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