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Teil 12: Die Energiebranche und ihr Fachchinesisch

Wie kommt eigentlich der Zählerstand auf der Abrechnung zustande, Foto: PantherMedia
Wie kommt eigentlich der Zählerstand auf der Abrechnung zustande, Foto: PantherMedia

Blogbeitrag von Frank Glinka, Kundenmanagement

LichtBlick sendet jedem Kunden in der Regel mindestens einmal im Jahr eine Abrechnung zu. Elementare Bestandteile einer Abrechnung sind die Zählerstände und natürlich die geleisteten Zahlungen, die hier mal ganz außer Acht gelassen werden sollen.

Woher kommen die Zählerstände?

Wir haben grundsätzlich zwei Quellen für Zählerstände: Unsere Kunden und die örtlichen Netzbetreiber. Die Kunden haben immer die Möglichkeit einen Zählerstand mitzuteilen, den wir dann abrechnen, sofern er plausibel ist. Manche Kunden teilen uns jährlich einen Stand mit. Die Mehrheit tut dies jedoch nicht, also  sind wir froh, dass die Netzbetreiber, als Eigentümer des Zählers,  uns in der Regeljährlich einen Stand übermitteln. Die Netzbetreiber schicken häufig Ableser zum Kunden, die in ihrem Auftrag die Zählerstände erfassen. In vielen Fällen werden aber auch die Stromabnehmer gebeten den Zählerstand per Postkarte zu übermitteln. Der dritte Weg, der häufig genutzt wird, ist der der Schätzung.
Bekommt ein Ableser keinen Zugang zum Zähler oder schickt der Kunde die Ablesekarte nicht zurück, hat der Netzbetreiber nur die Möglichkeit den jährlichen Zählerstand zu schätzen. Vielfach melden sich unsere Kunden mit der Frage: „ Ich bin doch Kunde bei  LichtBlick, warum will denn der örtliche Versorger meinen Zählerstand wissen?“ Wir können dann nur darum bitten, die Zählerstände selbst abzulesen oder besser ablesen zu lassen. Nur so können Fehlschätzungen vermieden werden.

Haben Sie schon falsche Abrechnungen bekommen?

Für uns ist der geschätzte Stand zunächst einmal plausibel, wenn der Kunde nicht plötzlich deutlich mehr oder weniger als im Vorjahr verbraucht. Also gehen zunächst nahezu alle Rechnungen auf Basis der Schätzungen an die betroffenen Kunden raus. Sollte dieser  sich nicht melden, besteht auch in unseren Augen keinerlei Klärungsbedarf.
Vielfach ist es aber so, dass sich die Kunden gleich nach Erhalt der Rechnung melden. Sie teilen uns  einen aktuellen Zählerstand mit und bitten um Korrektur, was mit dem aktuellen Stand in der Regel auch garkein Problem darstellt. Schlecht und meist besonders ärgerlich wird es  für die Kunden dann, wenn die falsche Schätzung erst nach mehreren Monaten oder zum Teil auch Jahren auffällt. Wenn die Schätzung in der Vergangenheit zu niedrig gewesen ist, dann wird auch der folgende Abschlag, niedriger bemessen als es dem tatsächlichen Verbrauch entspricht.  Wird in einer der  folgenden Abrechnungen dann eine stattgefundene Ablesung berücksichtigt, ist die Folge, dass der abzurechnende Verbrauch leider deutlich höher ausfällt. Mehr Verbrauch und  weniger Vorauszahlungen ergeben dann eine große Nachzahlung.  Der neue und dann zu hohe Abschlag wird ebenfalls anhand der letzten Abrechnung berechnet.  Mit einer Rückmeldung nach Erhalt der Rechnung, können wir aber fast immer für einen angepassten Abschlag sorgen.
Auch wenn die Schätzung des Netzbetreibers zu hoch ausfällt, ist das auf lange Sicht nicht gut für unsere Kunden. Sie zahlen uns Geld, das uns noch nicht zusteht. Außerdem wird auch in diesem Fall ein neuer und somit zu hoher Abschlag berechnet.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Daher die Bitte an Sie: Kontrollieren Sie die abgerechneten Zählerstände auf Ihrer Rechnung und melden Sie sich bei uns, wenn der Zählerstand nicht korrekt ist. Eine zeitnahe Klärung vermeidet unnötige Belastungen Ihres Kontos.


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