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Grüne Vorsätze fürs neue Jahr

Der Jahreswechsel ist für viele immer wieder ein Anlass, um das eigene Verhalten zu überdenken, Angewohnheiten zu ändern und kleine Laster los zu werden. Doch nicht nur mehr Sport, weniger Kilos oder endlich Nichtraucher werden, sollten im Fokus stehen. Wie wäre es, 2016 etwas grüner zu leben? Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihr Leben etwas umwelt- und klimafreundlicher gestalten können – ohne gleich alles auf den Kopf zu stellen.

Grüne Vorsätze lassen sich einfach umsetzen - ein paar Grad weniger senken den Verbrauch und Heizkosten, Foto: PantherMedia
Grüne Vorsätze lassen sich einfach umsetzen – ein paar Grad weniger senken den Verbrauch und Heizkosten, Foto: PantherMedia

Ein paar Grad weniger

Heizen: Zu warme Schlafzimmer sind nicht nur ungesund, sondern verschwenden unnötig Energie. In der Nacht kann die Temperatur im Schlafzimmer und in den anderen Räumen auf 16 bis 18 Grad gesenkt werden. Schon ein Grad weniger spart sechs Prozent an Energiekosten. Von 25 Grad auf 16 Grad beträgt die Energieersparnis fast zwei Drittel.

Klasse statt Masse

Kleidung: Billig produzierte Kleidung in den Entwicklungs- und Schwellenländern trägt zur Ausbeutung von Arbeitskräften bei und häufig werden im Produktionsprozess die Mindeststandards beim Umweltschutz umgangen. Dazu kommt, dass die günstig gekaufte Kleidung in Deutschland oft wie Wegwerfware benutzt wird. Viele werfen sogar noch nie getragene Kleidung in den Müll, wie eine Greenpeace-Studie zeigt. Informiere Sie sich vor dem Kauf über die Marke und ob die Ware fair und nach ökologischen Kriterien produziert wird. Und kaufen Sie dann statt vieler beliebiger Kleidung, besser Lieblingsstücke, die Sie auch wirklich tragen.

Richtig waschen

Wäsche: Vorwäsche, Kochen, lange Waschzeiten? Auf all das sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Normal gebrauchte oder verschmutzte Wäsche wird genauso schon bei 30 oder 40 Grad blitzsauber. Das spart viel Zeit, Energie und Geld. Achten Sie auch darauf, welche Energieklasse das Gerät hat und ob es nicht durch eine neue Maschine mit A+++ ersetzen werden sollte. Wäschetrockner am besten so wenig wie möglich verwenden. Lufttrocknen spart übrigens 100 Prozent Energie.

LED-Licht an

Noch sparsamer als die Energiesparlampe: Die LED-Leuchte, Foto: Luctheo, Pixabay
Noch sparsamer als die Energiesparlampe: Die LED-Leuchte, Foto: Luctheo, Pixabay

Licht: Die Glühbirne sollte inzwischen eigentlich aus allen Haushalten verschwunden sein. Sollte sich doch noch die eine oder andere in einer Lampe finden, tauschen Sie diese gegen eine LED-Lampe. LED ist preislich mittlerweile so günstig wie Energiesparlampen und sie verbrauchen noch weniger Energie, enthalten kein Quecksilber und sind vielfältig einsetzbar.

Zu Fuß unterwegs

Verkehr: Vor allem Städter sollten das Auto mal stehen lassen, das ist nicht nur gut für die Figur, sondern auch für das Klima und die Umwelt. In vielen Städten werden inzwischen Leihräder angeboten und für den Wocheneinkauf gibt es Lastenfahrräder. Für weitere Wege sind öffentliche Verkehrsmittel eine gute Alternative.

Mit Genuss

Kochen: Sie müssen nicht gleich Vegetarier oder Veganer werden, aber setzen Sie 2016 mehr auf Gemüse und Fleisch-Alternativen! Fleischkonsum schädigt die Regenwälder, weil riesige Weideflächen gebraucht werden. Außerdem wird das Soja, das an die riesigen Herden verfüttert wird, meist in den Amazonas-Staaten angebaut. Unser Tipp: Regionale und saisonale Ernährung mit möglichst wenig Fleisch und tierische Produkte und dafür so oft wie möglich köstliches Gemüse mit Gewürzen verfeinert als Delikatesse genießen. Achten Sie schon beim Einkaufen auf Nachhaltigkeit. Schauen Sie sich die Verpackungshinweise auf den Waren genau an. Achten Sie auf Bio- und Ökosiegel und beim Fischkauf auf das MSC-Logo für wild gefangene Fische.

Weniger ist mehr

Abfall: Wie bei Energie gilt: Der beste Müll ist der, der gar nicht erst produziert wird. Doch die Deutschen belegen einen Spitzenplatz unter den EU-Müllverursachern: 617 Kilogramm pro Kopf produzieren wir. Klar, wir trennen Papier, Glas und Restmüll. Aber bevor Sie Sachen in den Müll werfen, überlegen Sie, ob das nicht noch jemand gebrauchen kann. Es gibt viele Einrichtungen, die alte Möbel, Geschirr, Lampen. Elektrogeräte annehmen. Im Supermarkt sollten Sie genau schauen, ob Sie Ihr Obst und Gemüse unbedingt in Plastikfolie verschweißt einkaufen müssen oder lieber zum Unverpackten greifen. In einigen Städten gibt es bereits Geschäfte, in die Sie Ihre eigenen Behälter mitbringen können und die Ware lose, ohne Verpackung kaufen.

Dieser grüne Vorsatz ist ganz schnell umgesetzt - der Wechsel zu Ökostrom, Foto:  PantherMedia
Dieser grüne Vorsatz ist ganz schnell umgesetzt – der Wechsel zu Ökostrom, Foto: PantherMedia

Grüne Vorstätze – Grüne Energie

Ökostrom: Wechseln Sie zu einem echten Ökostrom-Anbieter. Nur weil ein Anbieter einen Ökostrom-Tarif hat, heißt es noch lange nicht, dass er sich voll und ganz der Energiewende verschrieben hat. Viele Energieversorger betreiben eigene Kohle- oder Atomkraftwerke oder sind mit Betreibern von Kraftwerken verbandelt. Achten sie daher auf Siegel, die wirklich das komplette Unternehmen und nicht nur einzelne Tarife prüfen, wie das TÜV Süd Zertifikat „Wegbereiter der Energiewende“. LichtBlick wurde als eines der ersten Unternehmen mit diesem Zertifikat ausgezeichnet. In der Begründung heißt es: „Bei LichtBlick sind die Ziele der Energiewende fest in der Unternehmenspolitik verankert.“

Hier finden Sie weitere Tipps für einen grünen Start ins Jahr 2016:
Unterfluss
CO2-Rechner vom WWF
Utopia


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2 Kommentare

  • Laura sagt:

    Eine Frage zum richtigen Waschen:
    Verbrauchen nicht die Kurzprogramme der Waschmaschine mehr Energie und Wasser als die Normalprogramme? Das Wasser muss ja schneller erwärmt werden.
    Klar, am meisten Sparpotential liegt in der Temperatur. Aber von Kurzprogrammen würde ich im Normalfall abraten, da auch mehr Waschmittel benötigt wird.


    • Anke Blacha | LichtBlick Autorin antwortet:

      Hallo Laura,
      Danke für den Hinweis. Da haben Sie natürlich Recht. Wir ändern unseren Tipp noch mal entsprechend.
      Viele Grüße
      Anke Blacha


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