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Mit Förderung zur eigenen Ladesäule fürs E-Auto

Das Interesse an E-Autos in Deutschland steigt – im November stieg der Zuwachs bei den Neuzulassungen um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch wenn wir von einer Million E-Autos noch weit entfernt sind – es bewegt sich etwas. Wer sich jetzt für ein Fahrzeug mit alternativen Antrieben entscheidet, kann Fördergelder bekommen. Die Förderung gibt es sowohl für den Autokauf als auch für die eigene Ladesäule. Wir stellen Ihnen in diesem Beitrag Ihre Fördermöglichkeiten für die eigene Ladeinfrastruktur vor.

Nicht nur fürs E-Auto, sondern auch für die Ladesäule gibt es Förderung, Foto: LichtBlick
Nicht nur fürs E-Auto, sondern auch für die Ladesäule gibt es Förderung, Foto: LichtBlick

Welche Förderprogramme für die eigene Ladesäule gibt es?

Wer mit dem Gedanken spielt, eine Lademöglichkeit in seinem Unternehmen oder an seinem Haus zu installieren, sollte unbedingt einen Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten der finanziellen Förderung werfen. Sowohl der Bund als auch einzelne Bundesländer und Städte unterstützen die Anschaffung und Installation mit bis zu 75 Prozent der Gesamtkosten. Leider gibt es keine grundsätzliche Förderung. Es kommt zum einen auf die Region, Stadt oder das Bundesland an. Zum anderen ist die Förderung an bestimmte Bedingungen geknüpft. Im Folgenden versuchen wir, einen Überblick über die verfügbaren Fördermittel zu geben.

Wie sieht die Förderung für öffentliche Ladesäulen aus?

Die Förderung von der Bundesregierung richtet sich hauptsächlich an Unternehmen und Gemeinden. Denn die Hauptbedingung für den Antrag auf Fördergelder lautet: Die Ladepunkte müssen öffentlich zugänglich und mit Ökostrom, beispielsweise von LichtBlick, versorgt werden. Zudem ist ein halbjährlicher Bericht über die Nutzung der Station einzureichen. Bis zum 20. Februar 2019 können sich sowohl private Investoren, als auch Unternehmen und Gemeinden für eine Förderung bewerben. Insgesamt stehen 70 Millionen Euro bereit.

Private Förderung mit Hilfe der KfW-Bank

Neben dem Verkehrsministerium hat auch die KfW-Bank ein Förderprogramm ins Leben gerufen. Das richtet sich speziell an Hausbesitzer, die mit dem Gedanken einer Sanierung spielen. Denn: Im Rahmen einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder von Einzelmaßnahmen können beispielsweise auch die Kosten für die Errichtungen von Ladestationen für Elektrofahrzeuge mitfinanziert werden. Wenn das für Sie in Frage kommt, lassen Sie sich vorab am besten von einem Energieberater die Förderfähigkeit der Maßnahmen bestätigen. Sie könnten mit Hilfe der KfW-Bank 10-30 Prozent Zuschuss zu den Baukosten erhalten sowie mit Hilfe von vergünstigten Krediten Zinsen sparen.

Welche Förderung für Ladesäulen gibt es in meinem Bundesland?

Nicht nur auf Bundes-, sondern auch auf Länderebene gibt es Fördermöglichkeiten für die eigene Ladesäule, Foto: Geisterkerker, Pixabay
Nicht nur auf Bundes-, sondern auch auf Länderebene gibt es Fördermöglichkeiten für die eigene Ladesäule, Foto: Geisterkerker, Pixabay

Auf Bundesebene unterscheidet sich die Förderung für Ladesäulen je nach Bundesland, in dem Sie wohnen. Wir haben uns ein paar Länder und ihre Förderung genauer angeschaut.

Nordrhein-Westfalen

Besonders umfassend ist die Förderung von Ladesäulen derzeit in Nordrhein-Westfalen. Hier steuert das Land bis zu 50 Prozent der Investitionskosten bei. Bei Privatpersonen mit stationärer Normalladeinfrastruktur – wie zum Beispiel einer Wallbox – sind dies maximal 1.000 Euro. Handwerksbetriebe und Unternehmen werden für eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur mit bis zu 5.000 Euro je Ladepunkt unterstützt. Die nicht öffentlichen Ladesäulen werden mit bis zu 3.000 Euro gefördert. Auch hier ist eine Förder-Voraussetzung, dass an der Ladesäule nur 100 %iger Grünstrom, zum Beispiel LichtBlick-Ökostrom, fließen darf oder vor Ort erzeugter Strom aus erneuerbaren Energien.

Neben der Investitionsbeteiligung ist auch ein zinsgünstiges Darlehen für den Eigenanteil möglich. Dies ist bei der NRW.Bank oder bei der KfW-Bank zu beantragen.

Hessen

Auch Hessen bietet ein Förderprogramm für die Ladeinfrastruktur an, dieses schließt jedoch Privatpersonen aus und beschränkt sich auf ansässige Unternehmen und Organisationen. Das Bundesland beteiligt sich mit bis zu 40 Prozent an den Investitionskosten. Es werden explizit auch Planungs- und Erdarbeiten bis zu 10.000 Euro pro Projekt berücksichtigt. Die Fördersumme liegt zwischen 8.000 und 500.000 Euro. Gefördert werden aktuell Projekte, die innerhalb des Jahres 2019 abgeschlossen werden.

Thüringen

Das Land Thüringen bietet in Einzelfällen ebenfalls Zuschüsse bei der Investition in die Ladeinfrastruktur an. Diese umfassen sogar bis zu 75 Prozent der anfallenden Kosten inklusive Installation und Inbetriebnahme der Ladesäulen. Die maximale Förderhöhe für Schnellladesäulen ist dabei auf 15.000 Euro begrenzt. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um ein flächendeckendes Programm. Lediglich einzelne Projekte werden gefördert, vorrangig von Unternehmen oder Einrichtungen, die mit eigenen alternativ angetriebenen Fahrzeugen an anerkannten FuE-Projekten (Forschung- und Entwicklung-Projekten) beteiligt sind.

Bayern

Grundsätzlich bietet auch das Land Bayern Fördermittel für die Installation von Ladesäulen. Die Fördermittel werden jedoch nur innerhalb zeitlich begrenzter Förderaufrufe freigegeben. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Organisationen sowie Kommunen. Die Voraussetzungen für eine Förderfähigkeit sind unter anderem der öffentliche Zugang zur Ladestation sowie die Nutzung von erneuerbaren Energien, eine Mindestbetriebsdauer von 6 Jahren und die Einhaltung der Ladesäulenverordnung. Die Laufzeit dieses Programms ist noch bis zum 31. Dezember 2020. Bis dahin lohnt sich also ein genauerer Blick auf die Website, um zukünftige Förderaufrufe nutzen zu können.

Kann ich in meiner Stadt Fördergelder für Ladesäulen beantragen?

Neben den Bundesländern gibt es auch in einzelnen Städten individuelle Förderprogramme. Hier sticht München heraus: Die Stadt steuert bis zu 6.000 Euro bei der Anschaffung einer Ladesäule bei.

Eine gute Übersicht über die Förderung in den einzelnen Städten hat der ADAC zusammengestellt.

Förderung mit LichtBlick Ökostrom sichern

Wenn Sie als Privatperson Förderung für die Installation einer Ladesäule beantragen wollen und Sie Unterstützung von uns als Ihr Ökostromanbieter benötigen, melden Sie sich gerne bei uns. Sie erreichen uns telefonisch unter 040-80803030 oder per E-Mail an info@lichtblick.de.

Wenn Sie als Unternehmen Ladesäulen aufstellen wollen, helfen wir Ihnen ebenfalls gerne weiter. LichtBlick unterstützt Geschäftskunden dabei, Lademöglichkeiten für E-Autos zu schaffen. Bei Fragen und Interesse melden Sie sich gerne telefonisch unter 040-6360-1710 oder per Mail an elektromobilitaet@lichtblick.de.


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