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Fasten für die Umwelt

Um das Thema Fasten kommen wir derzeit nicht herum. Ob das strenge Fasten mit Verzicht auf Essen oder „nur“ der Verzicht von Süßem, Alkohol oder Zigaretten während der Zeit von Aschermittwoch bis Ostern – anscheinend liegt Fasten gerade im Trend. Eine Umfrage, die wir zusammen mit YouGov durchgeführt haben, zeigt, dass immerhin jeder vierte Bürger in den kommenden sechs Wochen fasten möchte.

Jeder 4. Deutsche will die Fastenzeit aktiv nutzen - neben dem Verzicht auf Genussmittel wollen viele auch ihren Konsum einschränken, Grafik: LichtBlick
Jeder 4. Deutsche will die Fastenzeit aktiv nutzen – neben dem Verzicht auf Genussmittel wollen viele auch ihren Konsum einschränken, Grafik: LichtBlick

Warum Fasten auch der Umwelt hilft

Die meisten Befragten geben die „Klassiker“ des Verzichts an: Weniger oder gar kein Alkohol, Süßes oder Zigaretten. Damit tuen die Fastenden in erster Linie etwas für ihre eigene Gesundheit. Doch – ob bewusst oder unbewusst – kann das Fasten auch eine positive Auswirkung auf die Umwelt haben. So geben beispielsweise 31 Prozent der Befragten an, dass sie während der Fastenzeit auf Fleisch verzichten möchten. Wer nur einen Monat kein Fleisch isst, spart 40 Kilogramm CO2 ein. Rund 30 Prozent der Befragten wollen zudem ihren Konsum einschränken. Auch das kommt dem Klimaschutz zugute: Durch unseren privaten Konsum verursacht jeder Bürger durchschnittlich 4,56 Tonnen CO2 pro Jahr. Verzichten wir nur einen Monat auf intensives Shopping, sparen wir rund 380 Kilogramm CO2 ein.

Tipps zum Durchhalten

Es ist wie mit den guten Vorsätzen zum Jahresanfang – sie werden schnell aufgegeben, wenn wir uns zu viel vornehmen oder die Ziele zu ambitioniert sind. Das gleiche gilt auch beim Fasten. Wir haben ein paar Tipps für eine erfolgreiche Fastenzeit:

  1. Nicht alles auf einmal: Fangen Sie mit einem Thema an. Sie müssen jetzt nicht gleich der Welt beweisen, auf was Sie alles verzichten können. Nutzen Sie die Fastenzeit, um bewusst auf eine Sache zu verzichten und versuchen Sie dies 40 Tage durchzuhalten.
  2. Routinen ändern: Ein Bier zum Feierabend, eine Shopping-Tour am Wochenende – um im Alltag nicht in alte Muster zu verfallen, machen Sie bewusst etwas anderes, treffen Sie sich beispielsweise mit Freunden, gehen Sie zum Sport oder machen Sie statt der Shopping- eine Kultur-Tour.
  3. Machen Sie sich Ihr Ziel bewusst: Was möchten Sie in den 40 Tagen bis Ostern erreichen? Wenn Sie beispielsweise Ihren Konsum einschränken wollen oder auf Plastik verzichten möchten, motivieren Sie sich doch mit den eingesparten CO2-Mengen und welchen Beitrag Sie damit für das Klima und die Umwelt leisten.
  4. Ausrutscher sind ok: Es ist natürlich toll, wenn Sie die Fastenzeit ohne einen „Ausrutscher“ überstehen. Doch geben Sie nicht gleich auf, wenn Sie zwischendurch mal ein Stück Schokotorte genossen oder eine neue Hose gekauft haben. Setzen Sie einfach Ihr Fasten-Programm fort und seien Sie nicht zu streng zu sich.
  5. Reden Sie über Ihre Fasten-Ziele: Zum einen ist es eine zusätzliche Motivation, wenn sie möglichst vielen Menschen erzählen, was sie in den 40 Tagen bis Ostern erreichen wollen. Zum anderen hat der eine oder andere vielleicht noch hilfreiche Tipps oder möchte auch fasten.

Fastenzeit als Einstieg

Wer die 40 Tage bis Ostern überstanden hat, merkt vielleicht, dass Verzicht auch seine guten Seiten hat – Sie fühlen sich besser, Sie haben mehr Zeit, Sie tuen der Umwelt etwas Gutes. In unserer Umfrage konnten sich rund 87 Prozent der Befragten vorstellen, dass sie ihre persönliche Fastenzeit verlängern.


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