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Energiesparen in der Weihnachtszeit

In unserer Weihnachtsumfrage haben wir herausgefunden, dass in diesem Jahr rund 16 Milliarden Lämpchen zur Weihnachtszeit in Deutschland erstrahlen. Doch nicht nur die leuchtende Weihnachts-Deko lässt in dieser Jahreszeit den Energieverbrauch steigen – Plätzchen backen, Festtagsmenü, kuschelig warme Wohnung kommen noch dazu. Wir von LichtBlick haben für Sie ein paar Energiespar-Tipps für die Weihnachtszeit zusammengestellt.

Ohne Weichtsbeleuchtung geht es in der Winterzeit einfach nicht, Weihnachtslichter, Grafik: LichtBlick
Ohne Weichtsbeleuchtung geht es in der Winterzeit einfach nicht, Grafik: LichtBlick

Weihnachtsbeleuchtung

Ganz ohne Lichterkette & Co geht es zur Weihnachtszeit einfach nicht – muss es auch nicht. Wenn Sie Ihre alte Lichter-Deko erneuern, wählen Sie energiesparende Lichterketten und -figuren. Die LED-Leuchten verbrauchen rund 90 Prozent weniger Strom. Unsere Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Befragten inzwischen schon die stromsparenden Lämpchen im Haus hat: 72 Prozent setzen Weihnachten 2018 auf LED-Dekoleuchten.

Der Umwelt zu liebe: Entsorgen Sie jetzt nicht alle alten Lichterketten, sondern tauschen Sie sie bei Bedarf aus. So belasten Sie die Umwelt nicht mit unnötigem Elektroschrott. Und wenn Sie Ökostrom beziehen, ist der Stromverbrauch sowieso nicht klimaschädlich und ärgert höchstens den Geldbeutel.

In der Weihnachtsbäckerei

Für die leckerere Plätzchen-Vielfalt muss der Stromverbrauch nicht ins Unermessliche steigen, Foto: Siviarita, Pixabay
Für die leckerere Plätzchen-Vielfalt muss der Stromverbrauch nicht ins Unermessliche steigen, Foto: Silviarita, Pixabay

Kalorien einsparen ist bei Vanillekipferln, Zimtsternen und Lebkuchen nicht wirklich möglich. Beim Plätzchenbacken lassen sich dagegen einige Kilowattstunden Strom einsparen.

  • Verzichten Sie auf das Vorheizen, die meisten Plätzchensorten können direkt in den Ofen. Nur bei Biskuit- und Blätterteig müssen Sie vorheizen.
  • Nehmen Sie Bleche, die Sie nicht benötigen aus dem Ofen. Die werden nur unnötig aufgeheizt.
  • Nutzen Sie wenn möglich Umluft beim Backen. So können Sie mehrere Bleche gleichzeitig in den Ofen schieben und die Temperatur auch noch rund 20 Grad niedriger einstellen.
  • So verführerisch der Duft von frischen Plätzchen ist: Lassen Sie während des Backens die Ofentür zu.
  • Nutzen Sie die Restwärme und schalten Sie den Backofen ca. 15 Minuten vor Ende der „offiziellen“ Backzeit aus.

Beim Festtagsessen nur Energiesparen

Wenn schon einmal die gesamte Familie zusammenkommt, soll es zum Essen nur das Beste geben. Dafür darf beim Strom gespart werden – und das geht mit ganz einfachen „Tricks“.

  • Jede Pfanne oder jeder Topf braucht einen passenden Deckel: Mit dem Deckel können Sie den Energieverbrauch um rund 30 Prozent senken und das Essen wird schneller gar.
  • Achten Sie darauf, dass Herdplatte und Topf zusammenpassen. Ist die Herdplatte größer, verschenken Sie unnötig Energie.
  • Weniger ist manchmal mehr – auch beim Gemüse-Garen. Um Kartoffeln oder Möhren zu garen, reicht meist ein wenig Wasser. Das Wasser wird schneller warm und das Gemüse wird genauso gut gar. Sie sparen also Strom und Wasser.
  • Ähnlich wie beim Backofen können Sie auch beim Herd die Restwärme der Herdplatte nutzen.
Energiesparen und gemütliche Wärme - mit unseren Tipps klappt´s, Foto: Jill111, Pixabay
Energiesparen und gemütliche Wärme – mit unseren Tipps klappt´s, Foto: Jill111, Pixabay

Gemütliche Wärme

Mit vielen Menschen im Raum, heißem Punsch und warmen Essen wird es oft auch an den kältesten Wintertagen warm im Haus. Doch da Sie sicher nicht über die gesamte Heizsaison das Haus voller Menschen haben, haben wir noch ein paar Heizspar-Tipps.

  • Wird die Raumtemperatur nur um ein Grad gesenkt, können die jährlichen Energiekosten um bis zu sechs Prozent reduziert werden.
  • Wichtig ist, nicht überall gleich viel zu heizen. Im Schlafzimmer reichen etwa 17 Grad im Winter. Auch in der Küche sollte es unter 20 Grad bleiben. Nur im Wohn- und Kinderzimmer sowie im Badezimmer kann die Temperatur etwas höher bei ca. 21-23 Grad liegen.
  • Achten Sie darauf, dass die Heizkörper frei stehen und nicht durch Möbel zugestellt werden. Denn nur so kann die erwärmte Luft richtig zirkulieren.
  • Extra-Tipp: Wer sich passend zur Jahreszeit anzieht, kann die Temperatur oftmals etwas reduzieren.

Geschenk fürs Klima

Dem Klimaschutz zur Liebe können Sie nicht nur Ihren Energieverbrauch senken, sondern den gesamten weihnachtlichen CO2-Fußabdruck.

  • Achten Sie darauf, dass die Zutaten für Ihr Festtagsmenü möglichst regional, saisonal und bio sind. Vor allem bei den Backzutaten wird das schwierig – hier sollten Sie darauf achten, dass die Zutaten bio und fair gehandelt sind.
  • Erledigen Sie die Weihnachtseinkäufe am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder leihen Sie sich ein Lastenrad.
  • Sie haben so viele Weihnachtsgeschenke, dass Sie die gar nicht mit der U-Bahn oder dem Rad mitbekommen? Brauchen Sie wirklich alle Geschenke? Machen Sie doch mal Up-Cycling, basteln Sie etwas oder verschenken Sie beispielsweise Patenschaften.

Wie auch immer Sie die Adventszeit und die Weihnachtstage verbringen – wir wünschen Ihnen schon einmal schöne Feiertage!


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