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Elektrogeräte werden falsch gelabelt

Süß, aber keine Chance auf ein A+++ bei der Energieeffizienz, Foto: Flickr Tomislav Medak www.flickr.comphotostomislavmedak)
Süß, aber keine Chance auf ein A+++ bei der Energieeffizienz, Foto: Flickr Tomislav Medak www.flickr.comphotostomislavmedak)

Jedes sechste in Deutschland angebotene Fernsehgerät ist nicht vorschriftsmäßig mit einem Energielabel gekennzeichnet. Das ergab eine Stichprobe der Verbraucherzentralen und des Umweltverbandes BUND.

Eigenverantwortung der Hersteller

Bei der Überprüfung von 1.158 Fernsehern stellte sich heraus, dass sieben Prozent der Geräte fehlerhaft und elf Prozent überhaupt nicht gelabelt waren. „Leider ist die Kennzeichnung von Elektrogeräten noch nicht flächendeckend von Herstellern und Handel gewährleistet. Ein höherer Energieverbrauch geht daher auf Kosten der Verbraucher und auf Kosten des Klimaschutzes“, sagte der BUND-Energieexperte Thorben Becker. Problematisch sei, dass die Angaben zur Erfüllung der EU-Ökodesignrichtlinie in der Eigenverantwortung der Hersteller lägen und deshalb oft umgangen würden. Verbrauchswerte würden gefälscht oder erst gar nicht angegeben.

Ineffiziente Elektrogeräte = höherer Energieverbrauch

Fehlende oder falsche Kennzeichnung und der Verkauf von ineffizienten Geräten führen nach Angaben der Umwelt- und Verbraucherschützer europaweit zu einem um 100 Millionen Megawattstunden höheren Energieverbrauch. Es sei davon auszugehen, dass ein Fünftel aller versprochenen Energieeinsparungen aufgrund von Mängeln an den Produkten wieder verloren gehe.

Um den Verbrauchern trotzdem eine verlässliche Entscheidungshilfe beim Kauf von Elektrogeräten zu bieten, haben die Organisationen das Projekt MarktChecker ins Leben gerufen. Es ist Teil der europaweiten Initiative MarketWatch, die in den nächsten drei Jahren das Ökodesign und die Energieverbrauchskennzeichnung bei je 110 Einzel- und Online-Händlern überwachen will. Bis zum Ende des Projekts sollen 25.000 Produkte überprüft sein.

Dieser Beitrag wurde von unserem Medienpartner Klimaretter.info erstellt. Das Onlinemagazin ist Medienpartner des LichtBlickBlogs.


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