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Elektromobilität A-Z: Was ist punktuelles Laden?

Die Zahl der Elektroautos in Deutschland steigt. Jeder, der einmal ein E-Auto gefahren ist, ist vom Fahrspaß und der Ruhe im Auto begeistert. Mit der neuen Technik kommen neue Begriffe, vor denen die Autofahrer stehen. Was ist der Unterschied zwischen einer AC- und DC-Ladestation? Was ist der Typ-2-Stecker? Was ist Roaming? Wir von LichtBlick bringen mit unserer neuen Reihe „Elektromobilität A-Z“ etwas Licht ins Dunkel.

Wie kommen E-Auto-Fahrer an öffentlichen Ladesäulen an ihren Strom fürs Auto?, Foto: LichtBlick
Wie kommen E-Auto-Fahrer an öffentlichen Ladesäulen an ihren Strom fürs Auto?, Foto: LichtBlick

Zugang zur Ladestation

In der ersten Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema Zugang zu öffentlichen Ladestationen – auch punktuelles Laden genannt.

Die Bundesregierung hat ein Millionen-Euro-Förderprogramm initiiert, mit dem der Ausbau der Lade-Infrastruktur vorangetrieben werden soll. Aktuell gibt es deutschlandweit rund 20.000 Ladepunkte. Bis 2020 soll die Zahl auf 100.000 steigen. Wichtig für die Alltagstauglichkeit ist, dass der Zugang zu den öffentlichen Ladesäulen für alle E-Auto-Fahrer einfach und direkt ist.

Im Mai 2017 hat der Bundesrat in der sogenannten Ladesäulenverordnung (LSV) für den Zugang zum Laden Merkmale festgelegt, die alle Betreiber von öffentlichen Ladesäulen umsetzen müssen. Der Fach-Begriff dazu lautet „punktuelles Laden“.

Definition von „punktuellem Laden

Das sogenannte „punktuelle Laden“ muss von allen Betreibern der Ladeinfrastruktur angeboten werden und kann auf zwei verschiedene Arten erfüllt werden:

1.Ohne Authentifizierung zur Nutzung:
Die Stromabgabe wird
a) ohne direkte Gegenleistung (kostenlos) oder
b) gegen Zahlung mittels Bargeld in unmittelbarer Nähe zum Ladepunkt erbracht.

2.Mit Authentifizierung:
Für einen bargeldlosen Zahlungsvorgang mittels eines gängigen kartenbasierten Zahlungssystems (entweder in unmittelbarer Nähe zum Ladepunkt oder mittels eines gängigen webbasierten Systems) muss sich der Nutzer vorher registrieren.

Spontanes Laden beim LichtBlick Ladesäulen-Check

Für den LichtBlick Ladesäulen-Check haben wir eine eigene Definition festgesetzt: „Spontanes Laden“ im Sinne unseres Testkriteriums liegt dann vor, wenn alle Nutzer, die beispielsweise über ihre Smartphones Zugang zu mobilem Internet haben, ohne vorherige Registrierung an der Ladeinfrastruktur des getesteten Ladesäulenbetreibers direkt laden können.

Das Herunterladen einer notwendigen App ist mit Datenverbrauch und Zeitaufwand verbunden – das ist für uns nicht spontan. Eine Registrierung oder die zwingende Nutzung eines SMS-Services, das oft durch eine Drittanbietersperre blockiert ist, sind für LichtBlick ebenfalls Ausschlusskriterien und stellen kein spontanes Laden dar. Das gleiche gilt ebenfalls für das vorherige Beantragen einer Ladekarte oder eines sonstigen Ladechips.

Sollten Sie auch Fragen rund um Elektromobilität haben, schreiben Sie uns gerne an presse@lichtblick.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen auf.


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