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E-Mobilität – eigene Ladestation für Kunden und Mitarbeiter

Immer mehr Unternehmen engagieren sich für Klima- und Umweltschutz und wollen mit nachhaltigen Konzepten als gutes Beispiel vorangehen. Elektromobilität ist eine gute Möglichkeit, sich auch im Verkehr grün aufzustellen – E-Autos sind leise, erzeugen keine Abgase und garantieren Fahrspaß. Was es bei der Installation von Ladesäulen zu beachten gibt, haben wir im ersten Teil bereits vorgestellt. Jetzt geht es darum, wie Kunden oder Mitarbeiter einfach und bequem laden können.

Wie können Unternehmen E-Mobilität für Kunden und Mitarbeiter attraktiv machen? Foto: LichtBlick
Wie können Unternehmen E-Mobilität für Kunden und Mitarbeiter attraktiv machen? Foto: LichtBlick

Wie können Kunden oder Mitarbeiter an der Ladesäule laden?

Stellen Sie den Strom kostenlos zur Verfügung, können Kunden oder Mitarbeiter einfach ihr Fahrzeug an der Ladesäule anstecken und laden. Da die Stromleitungen der Säule in der Regel mit dem Hausanschluss verbunden sind, werden die verbrauchten Kilowattstunden mit Ihrer herkömmliche Stromabrechnung verrechnet. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass nur bestimmte Personen laden, können Sie für die Aktivierung und Beendigung des Ladevorgangs einen Ladechip oder eine Ladekarte zur Verfügung stellen. Die Zugangs-Tools sind meist im Lieferumfang enthalten.

Bieten Sie eine kostenpflichtige Lademöglichkeit an, muss es für die Identifizierung an der Ladesäule und die Abrechnung Zugangsmöglichkeiten geben. Das können ebenfalls eine Ladekarte oder -chip sein oder auch eine App. Wenn Sie nicht selbst der Betreiber der Säule sind, sondern diese von einem Drittanbieter, wie beispielsweise NewMotion oder demnächst auch von LichtBlick, betrieben wird, müssen Sie sich weder um den Zugang noch um die Abrechnung kümmern.

Wie teuer ist eine Batterieladung? Welchen Preis kann ich verlangen?

Nehmen wir einen BMW i3 als Beispiel: Um die Batterie für eine Reichweite von 100 Kilometer zu laden, braucht es an einer 11kW-Ladestation rund eineinhalb Stunden. In der Zeit werden rund 15 Kilowattstunden verbraucht. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 29 Cent/kWh entstehen reine Stromkosten in Höhe von 4,35 Euro.

Der aktuelle Ladesäulen-Check von LichtBlick zeigt, dass die großen Betreiber von Ladesäulen, wie Innogy, EnBW und andere, sehr unterschiedliche Preisstrukturen haben. Die meisten berechnen nicht Minuten- oder Kilowattstunden-genau, sondern pro Ladevorgang. Lädt ein Kunde nur eine Viertelstunde zahlt er umgerechnet deutlich mehr als jemand, der eine Stunde an der Ladesäule steht. Da das Ladeangebot bei vielen Unternehmen eher als Imagepflege oder Service-Leistung für die Kunden gesehen wird, sollten die Preise vor allem fair und transparent gestaltet sein.

Wie werden die kostenpflichtigen Ladevorgänge abgerechnet?

Bei kostenpflichtigen Angeboten ist es für Sie am einfachsten, mit einem Drittanbieter zusammenzuarbeiten. Dieser übernimmt das komplette Handling – vom Ladechip über die Abrechnung bis hin zu Service-Anfragen. Wenn Sie die Abrechnung selber machen wollen, sollten Sie auf eine pauschale Abrechnung setzen. Dies ist in der Umsetzung sehr viel einfacher. So könnten Hotel für einen Stellplatz mit Ladesäule dem Gast eine Lade-Pauschale berechnen.

Welcher Strom fließt an der Ladesäule?

100% öko - E-Autos sollten am besten mit Ökostrom geladen werden. Dann stimmt auch die Klimabilanz, Foto: PantherMedia
100% öko – E-Autos sollten am besten mit Ökostrom geladen werden. Dann stimmt auch die Klimabilanz, Foto: PantherMedia

Entscheidend für eine umweltfreundliche Mobilität ist, dass die Batterie des E-Autos mit Ökostrom geladen wird. Daher sollen Sie sich für 100 Prozent grünen Strom entscheiden.

Kann das Stromnetz bei zu vielen gleichzeitigen Ladevorgängen überlastet werden?

In den Medien tauchen hin und wieder Meldungen auf, dass zu viele Elektroautos in Deutschland das Stromnetz vor Herausforderung stellen und Blackouts drohen können, wenn eine Million Autos gleichzeitig laden. Doch diese Szenarien werden immer wieder relativier. Selbst wenn Sie mehrere Ladesäulen aufstellen und alle gleichzeitig belegt sind, wird das Ihre Stromleitungen nicht übermäßig belasten. Viele Ladesäulenanbieter bieten zudem Ladelösungen an, die verhindern, dass das Hausnetz überlastet wird. Es wird die Lastsumme aller Ladesäulen begrenzt.

Für die Installation eigener Ladesäulen ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt – die Regierung will die Anzahl der E-Fahrzeuge in den kommenden Jahren massiv steigern, das Ladenetz wird mit einigen Hundert Millionen Euro gefördert und das Interesse der Deutschen an E-Fahrzeugen steigt.

LichtBlick unterstützt Geschäftskunden dabei, Lademöglichkeiten für E-Autos zu schaffen. Bei Fragen und Interesse melden Sie sich gerne telefonisch unter 040-6360-1710 oder per Mail an fahrstrom@lichtblick.de.

Viele Infos rund um die Installation einer Ladesäule erhalten Sie im Beitrag „E-Mobilität- Jetzt eigene Ladesäulen installieren“.


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