RATGEBER & SERVICE

Die Energiebranche und ihr Fachchinesisch

Der Netzbetreiber ist für den Betrieb der Stromversorgung verantwortlich, Foto: PublicPicutreDomain Pixabay, Catkin
Der Netzbetreiber ist für den Betrieb der Stromversorgung verantwortlich, Foto: PublicPicutreDomain Pixabay, Catkin

Stromsee, Netzbetreiber, Durchleitungsgebühren und Anschlussnutzungsvertrag… mitunter seltsame Wortschöpfungen möchte man meinen. Wir LichtBlicker möchten Ihnen einige der zum Teil sperrigen Begriffe des Branchenjargons näherbringen und häufig von Kunden gestellte Fragen beantworten.

Eine Mini-Serie, quasi eine „Übersetzung“ von Fachbegriffen; gerne ergänzen wir diese um Ihre Fragen, falls wir etwas vergessen haben. Los geht’s mit „Was ist ein Netzbetreiber?“

Teil 1: Was ist eigentlich ein Netzbetreiber? Was macht er, und was hat LichtBlick mit Netzbetreibern zu tun?

Unter Netzbetreiber versteht man den Eigentümer der örtlichen Stromnetze sowie der Messeinrichtungen, also der Zähler. Der Netzbetreiber ist ausschließlich für den Betrieb der Stromversorgung verantwortlich! Er stellt Ihren Anschluss an das Spannungsnetz zur Verfügung.

Neben der Instandhaltung und dem Ausbau der Stromnetze ist er auch dafür zuständig, Messeinrichtungen der Kunden zu verwalten und regelmäßig abzulesen.

Bei einem Stromanbieterwechsel muss der neue Anbieter in der Lage sein, seinen Strom zu dem neuen Kunden durchzuleiten. Die örtlichen Netzbetreiber sind gesetzlich dazu verpflichtet, den Strom eines Mitbewerbers zu seinem Kunden weiterzuleiten, können dafür jedoch ein Durchleitungsentgelt bzw. Netznutzungsgebühr verlangen.

LichtBlick nutzt die Stromleitungen der Netzbetreiber

LichtBlick als Stromversorgungsunternehmen, nutzt also die vorhandenen Stromnetze der Netzbetreiber. Damit dies reibungslos funktioniert, stehen wir in ständigem Kontakt mit den Netzbetreibern und es besteht eine rege Kommunikation. Über die An- und Abmeldungen der Netznutzung hinaus erhalten wir von dem Netzbetreiber auch die für eine Rechnungserstellung notwendigen Zählerstände unserer Kunden.

Wenn Ihnen als Kunde – zum Beispiel von LichtBlick – eine Ablesekarte des Netzbetreibers zugesendet wird, können Sie diese demnach beruhigt ausfüllen und an den Netzbetreiber zurücksenden. Auf diese Weise wird uns Ihr Zählerstand übermittelt, worauf hin wir Ihre Abrechnung erstellen und sie Ihnen zusenden können.

Ein Beitrag von Yildirim Arak, im Kundenmanagement bei LichtBlick


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5 Kommentare

  • Jürgen Wacker sagt:

    Die Zuständigkeit der Zählerablesung ist gesetzlich geregelt im § 21b EnWG (Energiewirtschaftsgesetz): Der Betrieb, die Wartung sowie die Messung der gelieferten Energie ist Aufgabe des Betreibers des Energieversorgungsnetzes.

    LichtBlick erhält von den Netzbetreibern die Zählerstände per EDV übermittelt und unsere Kunden dann Ihre Jahresverbrauchsabrechnung. Die Dauer zwischen Ablesung und der Zeit bis zur Übermittlung an die Energielieferanten ist leider nicht gesetzlich geregelt. Manchmal erhalten wir die Zählerstände innerhalb weniger Tage nach Ablesung, in anderen Fällen kann es durchaus einige Wochen oder gar Monate dauern. Daher können LichtBlick Kunden ihren Zählerstand parallel zur Ablesung telefonisch, per Post oder Email mitteilen. Dann entfällt diese Wartezeit und sie wissen sofort, wie viel Strom sie verbraucht haben.

    Beim Gas sieht es etwas anders aus. Hier benötigen wir neben dem Zählerstand, der in m3 abgelesen wird, einen Brennwert, um den Verbrauch in kWh umrechnen zu können. Diesen Brennwert ermittelt das Eichamt des örtlichen Netzbetreibers und wir bekommen diesen dann mit dem Gaszählerstand zur Abrechnung übermittelt. Dies ist auch der Grund, warum eine Endabrechnung für einen Gaszähler in der Regel 8-12 Wochen dauert, da der Brennwert immer erst beim örtlichen Netzbetreiber angefordert werden muss.


  • Michael Hartmann sagt:

    Heißt das jetzt, dass die Netzbetreiber gesetzlich dazu verpflichtet sind den Zählerstand zu ermitteln (durch Mitarbeiter oder Karten) oder machen die das nur aus eigenem Interesse?


  • Yildirim Arak sagt:

    Liebe Kommentatoren,

    gerade das Ableseprozedere führt immer wieder zu Irritationen und nach meiner Erfahrung gehört es eindeutig zu den häufigsten Fragen im Rahmen der Energieversorgung.

    Die Netzbetreiber haben ein legitimes Interesse an den Verbrauchswerten, aber
    trotz gesetzlicher Regelung der Zuständigkeit können Sie uns Ihren Zählerstand selbstverständlich auch gern zusätzlich mitteilen.


  • Michael Hartmann sagt:

    Ich habe vor Kurzem die Ablesekarte der örtlichen Stadtwerke bekommen und sowas vermutet wie dass die sich die Versorgung wieder unter den Nagel reißen wollten.

    Wieso schickt Lichtblick nicht eine Aufforderung z. B. per Mail dass die Kunden ihren Zählerstand mitteilen sollen? Möglicherweise spart das sogar Porto oder Bearbeitungskosten vom Netzbetreiber.

    Zur Sicherheit, damit die Stadtwerke nicht was anderes an Lichtblick weitergeben, als am Zähler steht, hab ich den Stand dann auch auf der Lichtblick-Seite eingetragen. Somit wäre die Karte überflüssig, wenn ich den Hinweis per Mail bekommen hätte.


  • Lacarian sagt:

    So ein Fachchinesisch-Wörterbuch oder einfach FAQ ist eine gute Idee. Gerade so eine Postkarte vom Netzbetreiber mit der Aufforderung, meinen Stromzählerstand anzugeben, hat mich kürzlich verwirrt.


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