RATGEBER & SERVICE

2. Teil: Die Energiebranche und ihr Fachchinesisch

Jeden Tag fragen uns viele Kunden, wo unser Strom denn herkommt…

Wo unser Strom herkommt

Unser Strom kam 2009 zu  70 Prozent aus österreichischen und norwegischen Wasserkraftwerken und zu 11 Prozent aus einem deutschen Biomassekraftwerk. Zu den Kraftwerken, aus denen wir Ökostrom beziehen, gehört unter anderem das österreichische Laufwasserkraftwerk Freudenau. Das nahe Wien gelegene Kraftwerk gilt aufgrund umfangreicher ökologischer Ausgleichsmaßnahmen als eines der umweltfreundlichsten Wasserkraftwerke Europas.

Strom aus Biomasse und Wasserkraft

Wasserkraft ist eine der wichtigsten erneuerbaren Quellen, Foto: VERBUND AG
Wasserkraft ist eine der wichtigsten erneuerbaren Quellen, Foto: VERBUND AG

Strom aus Biomasse erhalten wir aus dem 2001 fertig gestellten Biomasseheizkraftwerk Zellstoff Stendal. Die Anlage steht in Sachsen-Anhalt und produziert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Prozesswärme. Der Wirkungsgrad des Kraftwerks liegt bei über 90 Prozent. Das Kraftwerk lässt also weniger als zehn Prozent der Energie ungenutzt und ist daher besonders umwelt- und klimafreundlich.

Letztes Jahr bestand unser Ökostrommix noch zu 19 Prozent aus regenerativ erzeugter Energie, den wir wie alle Stromanbieter nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an unsere Kunden lieferten. Dieser Strom wird hier in Deutschland erzeugt und stammt ebenfalls aus regenerativen Quellen wie Wind, Wasser, Sonne und Biomasse.

Pflichtanteil EEG-Strom

Seit 2010 entfällt der Pflichtanteil EEG-Strom für LichtBlick und für alle anderen Stromanbieter. Denn der nach dem EEG vergütete Strom wird jetzt vollständig über die Strombörse vermarktet. Durch die gesetzliche EEG-Umlage werden aber weiterhin alle Stromverbraucher am Ausbau der Öko-Kraftwerke beteiligt.  Auch 2010 decken wir mindestens 100 Prozent unseres Kundenverbrauches durch den Einkauf von Ökostrom.  

Hier finden Sie weitere Infos zur Herkunft des LichtBlick-Stromes.

Ein Beitrag von Katrin Winzer, im Kundenmanagement bei LichtBlick


Zurück zur Übersicht »

10 Kommentare

  • Katinka Königstein sagt:

    Hallo Michael,

    Die EEG-Umlage steigt aufgrund des erfolgreichen Ausbaus der erneuerbaren Energien. Es ist wahrscheinlich, dass die Förderung noch steigen wird. Langfristig wird sie jedoch sinken, da das EEG-Gesetz vorsieht die Fördersätze schrittweise bis Null zu senken.


  • Katrin Winzer sagt:

    Hallo Jan,

    selbstverständlich sind 200 Euro eine Menge Geld, herzlichen Glückwunsch deshalb zu dem günstigen Ökostromprodukt.

    Ja, und da wir eben keine Kunden über negative Deckungsbeiträge gewinnen, können wir, wie schon gesagt, diesen Preis keinesfalls nachvollziehen.

    Um so mehr würden wir uns deshalb freuen, wenn wir in naher Zukunft wieder einmal ins Geschäft kommen.


  • Michael sagt:

    Ist eigentlich was bekannt, ob und wann die EEG-Umlage wieder abgeschafft wird? Oder gibt es in den nächsten Jahren immer wieder weitere Erhöhungen?
    Der Soli sollte auch nur „vorübergehend“ den größten Teil der Deutschen um einen Teil ihres Einkommens bringen.

    Auch wenn ich mit dem Strombezug bei Lichtblick meinem Willen nach sauberem Strom mehr Nachdruck verleihe, finanziere ich durch die Steuer doch auch die wenigen Ökokraftwerke der Graustromanbieter. 🙁


  • Jan sagt:

    Hallo Kantinka,

    ich weiß, dass Lichtblick nichts für die Erhöhung der EEG Umlage kann. Das ist auch nicht der Punkt.

    Am Rande möchte ich anmerken: In den AGB des Mitbewerbers, der 100 % Ökostrom für 19,50 cent/kwh (BRUTTO) anbietet, steht: „Wir garantieren die Preise für unseren Ökostrom bis zum 31.12.2011 – er ändert sich nur, falls die Mehrwertsteuer erhöht oder gesenkt wird.

    Also ist mir als Verbraucher der Preis jedenfalls bis dahin sicher. Ich verbrauche rund 3600 kWh im Jahr. Macht bei einer Differenz von 4 cent/kWh (zzgl 50 Euro Neukundenbonus) eine Ersparnis von rund 200 Euro. Letztendlich kann es mir als Kunde ja auch egal sein, warum dieser Versorger Ökostrom so günstig anbieten kann. Die LichtBlick Argumente wie Nachhaltigkeit, Neubau von Ökokraftwerken, Förderung der erneuerbaren Energien usw sind zwar nett anzuhören, überzeugen mich aber nicht wirklich, von einem Wechsel abzusehen.

    Ich finde, dass LichtBlick ein exzellenter Stromversorger ist, auch was den Kundenservice betrifft. Und Ihr habt einiges zur Liberalisierung des Strommarktes beigetragen. Doch leider führte der dadurch entstandene Wettbewerb nicht zu dauerhaft sinkenden Strompreisen. Im Gegenteil, diese steigen und steigen und das im einen rasanten Tempo. DAS macht einen als Verbraucher wütend. Wenn es so weiter geht ist Energie bald nicht mehr bezahlbar, jedenfalls für die sozial schwachen Menschen dieses Landes.

    Und diese Entwicklung erschreckt mich immer mehr :-/


  • Katinka Königstein sagt:

    Hallo Jan,

    Katrin hat es ja schon mal erklärt, das EEG ist im Prinzip wie eine Steuer. Wir haben auf die Höhe keinen Einfluß. Und was die Billiganbieter angeht – das sind wir nicht, das können wir auch nicht sein. Wir sind ein unabhängiges Unternehmen ohne Konzern im Rücken – und garantieren eine hohe Ökostrom-Qualität. Wir selbst sind an einem nachhaltigen Geschäft interessiert und sind der Meinung, dass ein Tarif unter 20 ct. nicht nachvollziehbar ist. Wichtig ist hier genau im Kleingedruckten zu schauen, auf welche Komponenten sich die Garantie bezieht und wie die Erhöhung von Steuern und Abgaben gehändelt wird.

    „Wunder“ hat ja schon darauf hingewiesen, dass wohl auch andere Anbieter erhöhen – davon gehen wir auch aus, es gibt da ja täglich neue Meldungen. Wie sich unser Preis verändert, steht aber nächster Woche fest, das kann man dann hier auch im Blog lesen.

    Vielleicht noch eines: Die EEG-Umlage macht Sinn, sie fördert die richtigen Energien. Sie ist eine sinnvolle, zeitlich begrenzte und für alle nachvollziehbare Investition in erneuerbare Energien. Und sie ist transpartent: Das unterscheidet sie von Atom – und Kohlesubventionen. Atomenergie wurde zum Vergleich bisher mit 200 Milliarden Euro subventioniert, die Kohle mit über 400 Milliarden. Das heißt: jeder Haushalt in Deutschland wurde rechnerisch mit mehr als 15.000 Euro für Atom- und Kohlesubventionen belastet- ohne das dies je auf einer Stromrechnung aufgetaucht ist.

    Hallo Michael,

    Die EEG-Umlage wird von allen Verbrauchern gezahlt, egal ob sie Ökostrom oder konventionellen Strom beziehen, das ist richtig. Aber, mit der Entscheidung für unseren Ökostrom unterstützen Sie den Neubau von Ökokraftwerken – zusätzlich zur staatlichen Förderung.


  • Michael sagt:

    Heißt also im Endeffekt, wer zum Ökoanbieter geht, wird durch die Politik bestraft. Denn für Windkraft & Co zahlen muss durch die Steuer jeder. Erklärt man sich durch den Wechsel zum Ökoanbieter bereit NUR für Ökostrom zu zahlen, muss man trotzdem die Steuer zahlen.

    Ginge ich also zum Graustromdiscounter würde ich durch die Steuer in gewisser Weise auch den Ökostrom fördern, wäre aber günstiger dran als bei den Ökostromanbietern. Somit ist das Argument „Wechsel zum Ökostromanbeiter schont die Umwelt“ nicht mehr so überzeugend.

    Ich weiß dass Lichtblick da nix für kann, aber von Seiten der Politik ist das Graustrompropaganda mit grünem Deckmäntelchen.


  • Wunder sagt:

    Hallo, die Antwort interessiert mich als Lichtblick-Kundin auch. Aber Jan, das andere nicht erhöhen, ist zumindest laut aktuellen Zeitungsberichten nicht richtig. Der Atomkonzern EnBW, bei dem ich früher selbst mal Kundin war (peinlich, peinlich!), will zum Beispiel fast 10 Prozent erhöhen. Angeblich haben schon fast 100 Konzerne Preissteigerungen angekündigt und weitere sollen folgen, schreibt zumindest meine Tageszeitung: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2701209_0_9223_-energie-strompreise-steigen-auf-breiter-front.html. Sieht also eher so aus, als würden die meisten Anbieter die Preise erhöhen. Und wenn die EEG-Umlage wie eine Steuer ist, wie Frau Winzer schreibt, was soll Lichtblick da machen? Die verdienen ja keine Atommilliarden wie EnBW. Das Geld ist doch auf jeden Fall besser angelegt als in Atomendlagern wie Asse oder Gorleben, finde ich.


  • Jan sagt:

    Lichtblick wird also den Preis ab Januar wieder kräftig erhöhen. Ich denke dann sind wir so bei 23,5 Cent/kWh. Diesmal ist die EEG Umlage der Schuldige.

    Frau Winzer, andere Anbieter erhöhen weinig bis gar nicht oder senken sogar den Preis. Das riecht nach Abzocke. Sie haben erst vor 11 Monaten den Preis um satte 2 Cent/kWh erhöht. Müssen nun auch die LichtBlick Aktionäre mit fetten Bonis „beglückt“ werden? Schade, dass sich auch ihr Unternehmenm in diese Richtung entwickelt. Ich habe bei Verivox einen Anbieter gefunden, der Ökostrom zum Preis von 19,50 Cent/kWh anbietet und mir diesen auch noch 13 Monate garantiert. Was sollte mich also noch bei LichtBlick halten?

    Haben Sie da eine ehrliche Antwort für Ihre Kunden?


  • Katrin Winzer sagt:

    Hallo Herr Hartmann,

    die EEG-Umlage ist wie eine Steuer. Sie wird von allen Verbrauchern gezahlt – egal, ob sie Ökostrom oder konventionellen Strom beziehen.

    Von der EEG-Umlage profitieren allein die Betreiber der geförderten Anlagen.
    D.h. die EEG-Umlage wird LichtBlick wie Steuern und andere Abgaben vollständig in Rechnung gestellt, so dass auch wir die EEG-Umlage an unsere Kunden weitergeben müssen.

    Grüße aus dem Norden

    Katrin Winzer


  • Michael Hartmann sagt:

    Im TV wird öfter von Strompreiserhöhungen berichtet, die mit der EEG-Umlage begründet werden. Betrifft solch eine Preiserhöhung auch Lichtblick, oder kann uns Kunden das egal sein, weil wir eh reinen Ökostrom kriegen?


Artikel kommentieren