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Der Stromsee – so wird er grüner

Mit Ökostrom zum grünen Stromsee, Grafik: LichtBlick
Mit Ökostrom zum grünen Stromsee, Grafik: LichtBlick

Woher weiß der Strom, der aus der Steckdose kommt, dass er mal grün und mal grau sein muss – je nachdem welchen Tarif der Verbraucher hat? Das kann er natürlich nicht wissen. Daher kommt bei allen Kunden der gleiche Strom aus der Leitung, ob sie nun den 100 Prozent Ökostrom von LichtBlick und anderen Ökostromanbieter beziehen oder mit konventionellem Strom beliefert werden. Dennoch ist es für den Umwelt- und Klimaschutz sowie die Energiewende wichtig, dass Verbraucher sich mehrheitlich für Strom aus erneuerbaren Energien entscheiden.

Doch warum ist das so und was hat das Ganze mit einem See zu tun?

Den Strom für unsere Stromkunden beziehen wir direkt von Betreibern Erneuerbarer-Energien-Anlagen, das sind Wasserkraftanlagen in Norwegen und Österreich. (Hier finden Sie nähere Informationen zu der Zusammensetzung unseres Stromes). Dieser für unsere Kunden eingekaufte Strom wird von den Versorgern für jeden Kunden unter Berücksichtigung eines sogenannten Lastprofils in das Stromnetz eingespeist. Unter Lastprofil ist der individuelle Strombedarf des Kunden zu verstehen. Jeder Energieversorger speist den Strom seiner Kunden in das jeweilige Stromnetz ein. Die Verteilung wird dann durch den Netzbetreiber vorgenommen.

Grauer und grüner See

Verständlicher wird dieser Prozess, wenn wir hierfür das Bild vom Stromsee bemühen. Wie Wasser in einem großen See, steht in den Stromnetzen allen Abnehmern die gleiche elektrische Energie zur Verfügung. Diese unterscheidet sich jedoch grundlegend im Hinblick auf ihre Erzeugung und den damit verbundenen Umweltauswirkungen und Risiken. Wir können hier von grauem und grünem Strom sprechen. Grauer Strom wird zum Großteil aus fossilen und nuklearen Brennstoffträgern gewonnen. Als Grün wird der Strom bezeichnet, der aus regenerativen Energien wie Wasserkraft, Sonnen- und Windenergie, Geothermie oder Biomasse stammt. Um im Bild des Sees zu bleiben: Sämtliche Energieversorger pumpen ihren Strom in den See hinein. Je mehr Kunden sich in Deutschland für Ökostrom entscheiden, desto grüner wird der See und umso weniger fließt Strom von Kohle- oder Atomkraftwerken hinein – das Wasser wird also sauberer.

Und dies ist auch der Grund, warum es so entscheidend ist, dass Sie sich für einen echten Ökostromanbieter entscheiden. Denn nur Stromanbieter, die ausschließlich auf erneuerbare Energien setzen, bewirken langfristig einen grünen Stromsee. Anbieter, die Ökostromtarife anbieten, aber parallel auch Graustrom erzeugen, tragen nicht wirklich zu einer Veränderung bei.

So wird der See grüner

Zurzeit besteht der Strommix bzw. der Stromsee in Deutschland rund 25 Prozent aus erneuerbaren Energien – das heißt im Umkehrschluss allerdings, dass immer noch ein Großteil Graustrom ist. Experten sind sich einig, dass umweltfreundlich erzeugte Energie die Zukunft der Stromversorgung ist. Der Wechsel zu einem Anbieter von Ökostrom kann Bewegung in die monopolistischen Strukturen der Energieversorger bringen und zeigt Politik sowie Wirtschaft eine steigende Nachfrage an umweltfreundlichen Energieformen. Kunden von sauberem Ökostrom tragen ihren Teil dazu bei, dass der Stromsee grüner und die Energiewende weiter vorangebracht wird. Zudem zeigt LichtBlick mit der aktuellen Preissenkung, dass grüner Strom nicht teuer sein muss. Ab dem 1. März 2014 bietet LichtBlick 100 Prozent Ökostrom für 26,76 Cent brutto pro kWh bei einem Grundpreis von 8,95 Euro brutto pro Monat. Und der Wechsel ist ganz einfach.

Über eine umweltfreundliche Energieproduktion hinaus, kann jeder Einzelne durch einen bewussten Umgang mit Energie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Denn die klimafreundlichste und günstigste Energie ist die, die erst gar nicht verbraucht wird. Dafür finden Sie Energiespartipps im Blog, aber auch auf lichtblick.de.


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1 Kommentar

  • Michael sagt:

    Wie sieht es eigentlich mit dem Ausland aus? Lichtblick kauft Strom im Ausland ein. Dann könnten Sie doch auch Strom an ausländische Kunden verkaufen, statt NUR an deutsche. Oder passiert das bereits?

    Denn was nützt es uns, wenn es in Deutschland eines Tages kein einziges Atom- oder Kohlekraftwerk mehr gibt, unsere Nachbarn aber weiterhin die Umwelt verpesten / mit Atommüll belasten?

    Speziell geht es mir um die Slowakei. Hier wurde zwar auch schon einiges für Privatleute getan, die sich Solarzellen aufs Dach legen wollten, aber aktuelles Thema ist die Erweiterung eines Atomkraftwerkes, weil die Slowaken sonst – laut Aussage der Politiker – zu wenig Stromerzeuger hätten.


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