RATGEBER & SERVICE

4.Teil: Die Energiebranche und ihr Fachchinesisch

Ein weiterer Begriff aus dem Energiebrachen-Fachchinesisch: Stromsee, Grafik: LichtBlick
Ein weiterer Begriff aus dem Energiebrachen-Fachchinesisch: Stromsee, Grafik: LichtBlick

Blogbeitrag von Michael Werner, Kundenmanagement

Den Strom für unsere Stromkunden beziehen wir direkt von den Betreibern erneuerbarer Energien Anlagen. (Hier finden Sie nähere Informationen zu der Zusammensetzung unseres Stromes). Dieser für unsere Kunden eingekaufte Strom, wird von den Versorgern für jeden Kunden unter Berücksichtigung eines sogenannten Lastprofils in einem 15 Minutentakt in das Stromnetz der örtlichen Netzbetreiber eingespeist. LichtBlick verfügt über kein eigenes Stromnetz.

Jeder Energieversorger speist den Strom seiner Kunden in das jeweilige Stromnetz ein.  Die Verteilung wird dann durch den Netzbetreiber vorgenommen.

Das Bild des Stromsees

Da der Strom nicht nach Qualität oder Aussehen  zu unterscheiden ist, bemüht man hier der Einfachheit halber das Bild vom Stromsee:

Wie Wasser in einem großen See, steht in den Stromnetzen allen Abnehmern die gleiche elektrische Energie zur Verfügung. Diese unterscheidet sich jedoch grundlegend im Hinblick auf ihre Erzeugung und den damit verbundenen Umweltauswirkungen und Risiken. In der öffentlichen Debatte wird häufig zwischen „grauem“ und „grünem“ Strom unterschieden. Grauer Strom wird zu einem Großteil aus fossilen und nuklearen Brennstoffträgern gewonnen. Als Grün wird der Strom bezeichnet, der aus regenerativen Energien wie Wasserkraft, Sonnenenergie, Windenergie, Geothermie und Biomasse stammt. Um im Bild des Sees zu bleiben, pumpen sämtliche Energieversorger ihren Strom in den See hinein.

Eine Durchleitung des von LichtBlick für Sie eingespeisten Stroms direkt zu Ihnen nach Hause ist daher nicht möglich. Sobald in einem Haushalt Strom verbraucht wird, fließt dieser aus dem „Stromsee“, unabhängig davon ob Sie Ökostrom, oder konventionellen Strom beziehen.

Zurzeit besteht der Strommix/Stromsee in Deutschland immer noch zum Großteil (2009: 85 %) aus Graustrom. Wer von einem herkömmlichen Stromangebot zum Ökostrom wechselt, der hilt dabei die Stromanteile im See zu verändern. Kunden von sauberem Ökostrom tragen Ihren Teil dazu bei, dass der „Stromsee“ grüner und die Energiewende weiter vorangebracht wird.


Zurück zur Übersicht »

2 Kommentare

  • Katinka Königstein sagt:

    Hallo Herr Hartmann,

    Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat in den letzten Jahren sehr an Tempo zugelegt. So macht der Anteil der Erneuerbaren Energien heute schon fast ein Fünftel der Stromerzeugung
    aus.

    Nach Prognosen des Bundesumweltministeriums steigt der Anteil regenerativer Energien an der Stromversorgung in Deutschland bis 2020 auf 30 Prozent, der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) spricht sogar von bis zu 47 Prozent.

    Wir selbst fördern dadurch, dass wir LichtBlick-Strom mit dem ok-power-Label zertifizieren lassen den Neubaudruck von Erneuerbaren Energien Anlagen. Denn das Gütesiegel zeichnet nur Stromangebote aus, die zu einem Drittel aus Erneuerbaren Energien Anlagen stammen, die nicht älter als sechs und zu einem weiteren Drittel aus Anlagen, die nicht älter als zwölf Jahre alt sind.

    Demnach werden in Zukunft weiterhin wachsenden Kundenzahlen auch zunehmende Mengen Strom aus erneuerbaren Energien gegenüberstehen.

    Wir investieren in großem Stil in ZuhauseKraftwerke da die Anlagen aufgrund ihrer hohen Flexibilität und Effizienz eine optimale Ergänzung der erneuerbaren Energien darstellen. Weitere Investitionen haben wir derzeit nicht geplant.

    Mit freundlichen Grüßen
    Katinka Königstein


  • Michael Hartmann sagt:

    Was ist eigentlich, wenn Sie eines Tages so viel Kunden gewonnen haben, dass die auf Ihrer Homepage aufgeführten Kraftwerke nicht mehr genug liefern können?

    Haben Sie da noch weitere Kraftwerke in Reserve oder sind bis dahin die ZuhauseKraftwerke überall am laufen?

    Und was wäre, wenn trotz laufender ZuhauseKraftwerke noch mehr Kunden da wären? (Weil immer mehr Leute endlich wach geworden sind 😉 )

    Was spricht dagegen mehr Kraftwerke in Deutschland zu bauen? Ich denke mal die große Entfernung von Norwegen bis zu uns bringt einiges an Verlusten mit sich.


Artikel kommentieren