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Vor 35 Jahren: Stromerzeugung mit Windkraft

Schon längst ein alter Hase - Windkraft gibt es seit mehr als 30 Jahren, Foto: Global 2000
Schon längst ein alter Hase – Windkraft gibt es seit mehr als 30 Jahren, Foto: Global 2000

Wussten Sie, dass vor 35 Jahren, am 29. Januar 1978, in Clayton im US-Bundesstaat New Mexico die erste kommerziell genutzte Windkraftanlage zur Stromerzeugung ihren Betrieb aufnahm?

Die 20 Meter langen Aluminiumrotoren der 60 Meter hohen Anlage sollten 200 Kilowatt Strom liefern  und die kleine Viehzuchtstadt Clayton mit ihren 60 Häusern versorgen. Die Rotoren schalteten sich bei 65 km/h Windgeschwindigkeit allerdings automatisch ab. Fast zeitgleich wurde an der dänischen Küste eine Windkraftanlage in Betrieb genommen. Die beiden Anlagen waren die größten Ende der 1970er Jahre.

Die in Clayton von der NASA verwendete Technik war noch nicht sehr ausgereift und so musste die Anlage schon nach sechs Monaten Betriebszeit in eine aufwendigere Wartung und wurde vorerst abgeschaltet. Die Rotoren haben sich noch nicht wie heute der Windgeschwindigkeit angepasst.
In den folgenden Jahren und Jahrzehnten wurden viele Förder- und Forschungsprogramme im Windkraftbereich aufgesetzt, da das riesige Potential erkannt wurde. Bis 1980 wurden zum Beispiel in den USA knapp 300 Millionen Dollar in Windkraft investiert und  fast 100 Projekte waren geplant oder schon im Bau. Ende der 1970er Jahre hat der Deutsche Wetterdienst verkündet, dass über die Hälfte der deutschen Stromerzeugung durch Windenergie gedeckt werden könnte.  Auch in Deutschland konkretisierten sich die Pläne und so ging 1979 in Brunsbüttel eine Anlage mit einem zweiblättrige Rotor und 100 Meter Turmhöhe ans Netz.

Der Strom wird  bei einer Windkraftanlage dadurch erzeugt, dass der Wind die Rotoren antreibt, welcher wiederrum an einen Generator  angeschlossen ist. Der Strom wird dann entweder direkt genutzt oder ins Netz eingespeist.


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