MEINUNG & POSITION

Verbraucher skeptisch gegenüber Smart Metern

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LichtBlick SE

Am 04. November berät das Kabinett über den Gesetzentwurf des Digitalisierungsgesetzes. Mit dem Gesetz will die Bundesregierung Stromkunden in Zukunft zum Einbau von Smart Metern verpflichten. Wir haben dies zum Anlass genommen 2000 Bundesbürger zu fragen, was sie von einem Zwangseinbau halten. Dabei kam heraus, dass 60 Prozent gegen den Zwangseinbau intelligenter Stromzähler sind.

Und nur jeder Dritte ist der Meinung, dass er mit einem sogenannten „Smart Meter“ seine Energiekosten senken kann. Laut unserer Umfrage können zudem 90 Prozent der Deutschen mit dem Begriff „Smart Meter“ nichts anfangen, wenn er nicht erläutert wird.

Zwangseinbau betrifft zunächst Unternehmen und Haushalte mit hohem Verbrauch

Ab 2017 will die Bundesregierung Stromkunden mit einem Verbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden pro Jahr schrittweise zu dem Einbau intelligenter Zähler verpflichten. Diese Regelung betrifft zunächst kleine und mittelständische Unternehmen sowie Haushalte mit einem überdurchschnittlichen Stromkonsum. Ab 2020 können auch Verbraucher mit einem durchschnittlichen oder geringen Verbrauch unter 6.000 Kilowattstunden von der Regelung betroffen sein. Denn laut Gesetz kann dann der örtliche Messstellen-Betreiber, in der Regel das lokale Stromnetz-Unternehmen, die Haushalte zum kostenpflichtigen Einbau eines Smart Meters verpflichten.

Haushalte sollen zwischen 20 und 60 Euro zahlen

Nach den Regierungsplänen werden Smart Meter für Haushalte zusätzlich zwischen 20 und 60 Euro pro Jahr kosten. 57 Prozent der Befragten lehnen diese Mehrbelastung ab. 37 Prozent würden sie akzeptieren – allerdings mehrheitlich (30 Prozent) nur dann, wenn sie gleichzeitig Geld beim Stromverbrauch sparen. Für uns sind Smart Meter ein zentraler Baustein der Energiewende. Allerdings sollten sie nur dort installiert werden, wo Verbraucher von ihrem Einsatz profitieren und Energieunternehmen sie im Rahmen von Geschäftsmodellen ohnehin anbieten. Leider ist das bei dem von der Regierung geplanten Zwangsrollout nur selten der Fall.


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1 Kommentar

  • Michael sagt:

    Das heißt dann wohl, wer nen Grundstück hat, sollte selbst Strom produzieren weil auf Dauer günstiger. Ich warte immer noch auf den Anbieter von den Standfahrrädern zur Stromproduktion. Im Fernsehen manchmal gezeigt, wo häufig dicke Leute strampeln müssen damit der TV vor denen mit Strom versorgt wird, aber zu kaufen hab ich diese Dinger bisher noch nirgendwo gesehen. Würde auch Besuche in Fitnessstudios ersetzen.


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