MEINUNG & POSITION

Start bundesweiter Ökostrom-Wechselwoche

Jetzt ein Zeichen setzen und zu Ökostrom wechseln, Foto: LichtBlick
Jetzt ein Zeichen setzen und zu Ökostrom wechseln, Foto: LichtBlick

Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen naht. Gerade einmal vier Wochen sind es noch bis zum Wahltermin. Es wird eine Landtagswahl, die auch in der Frage der Atompolitik zur Richtungsentscheidung wird. Denn verliert die schwarz-gelbe Koalition die Wahl in Nordrhein-Westfalen, verliert sie auch die Mehrheit im Bundesrat. Und an dieser Mehrheit hängt auch die Änderung des Atomausstiegsgesetzes.

Zustimmung des Bundesrates

Dass zumindest auch der Bundesrat dem verlängerten Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und der damit zusammenhängenden Gesetzesänderung zustimmen muss, darüber gibt es selbst in Unionskreisen keine Zweifel. Nicht zuletzt deswegen ruft jetzt – stellvertretend für alle führenden Umweltverbände Deutschlands – der Deutsche Naturschutzring (DNR) zu der bundesweiten „Ökostrom-Wechselwoche“ auf.

Die 21 Trägerorganisationen von „Atomausstieg selber machen“ wollen in der Woche vom 10. bis 18. April so den Druck auf Politik und Atomindustrie erhöhen. Privatleute, Unternehmen, lokale Umweltgruppen – oder anders formuliert einfach alle, die Strom beziehen – können auf der Internetseite www.atomausstieg-selber-machen.de kostenlos Informationsmaterial bestellen, Tipps und Argumente für den Stromwechsel bekommen und natürlich direkt den Anbieter wechseln. Den „Dauerauftrag für Atomkonzerne zu kündigen“ kostet keine fünf Minuten.

Krümmel und Brunsbüttel wären schon längst abgeschaltet …

„Die wichtigste Unterschrift gegen Atomkraft ist die unter den Vertrag eines Ökostromanbieters“, so fasst Helmut Röscheisen, Generalsekretär des DNR, stellvertretend für „Atomausstieg selber machen“ die Aktion zusammen. Die einfachste Abstimmung über die Laufzeitverlängerung ist also die über den Stromanbieter. Denn eins ist uns doch allen klar: hätten im Sommer 2007, als die Störfälle in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel über Wochen bundesweit für Schlagzeilen in den Medien sorgten, nicht nur 200.000, sondern zwei Millionen Kunden Vattenfall den Rücken gekehrt, hätte Vattenfall die Kraftwerke längst endgültig stillgelegt. Überzeugen Sie also Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Sportsfreunde, sich an der Aktionswoche zu beteiligen!


Zurück zur Übersicht »

Artikel kommentieren