MEINUNG & POSITION

Solarenergie kostet (fast) nichts

Die Sonne stellt keine Rechnung – stimmt, doch alle Eigentümer einer PV-Anlage wissen, dass zunächst einiges an Geld investiert werden muss, bevor die günstige erneuerbare Energie genutzt werden kann. Die Preisentwicklung zeigt jedoch, dass die Anfangsinvestitionen immer weiter sinken werden: Die durchschnittlichen Kosten pro Kilowatt installierte Leistung für solche Kleinanlagen schrumpften von 5.100 Euro im Jahr 2006 auf 1.658 Euro in 2014.

Ob auf Dächern oder Freiflächen - die Preise für solarenergie fallen, Foto: Fotolia
Ob auf Dächern oder Freiflächen – die Preise für Solarenergie fallen, Foto: Fotolia

Kosten sinken um rund 80 Prozent

Noch deutlicher ist die Entwicklung bei den Kosten für PV-Strom aus großen Freiflächenkraftwerken: Zwischen 2005 und 2014 sanken die Preise von 43,4 Cent/kWh auf  8,7 Cent/kWh, also um rund 80 Prozent. Werfen wir einen Blick auf die Kostenentwicklung außerhalb Deutschland, zeigt sich, wie rasant der Preisverfall für Solarenergie weltweit ist.

Solarenergie für unter 3 Cent/kWh

Allein 2016 gab es bislang drei Rekorde zu vermelden: Den Anfang machte Dubai, wo im Mai bei einer Ausschreibung Solarstrom für unter 3 Cent/kWh (genauer: für 2,6 Cent/kWh) erzeugt werden sollte. Im August wurde von einer Solar-Auktion in Chile der nächste Rekord vermeldet: Hier wird ein 120 Megawatt-Park für 2,5 Cent pro Kilowattstunde gebaut. Doch der Preis fällt noch weiter. Im September wurde bekannt, dass in Abu Dhabi ein Solarpark für rund 2,15 Cent/kWh gebaut wird.

Erneuerbare auf der Überholspur

Und Experten gehen davon aus, dass die Preise weiter sinken werden – einige gehen von rund 50 Prozent geringeren Kosten innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre aus. Für Verbraucher heißt das: Eigener Solarstrom – am besten in Kombination mit einer Batterie – lohnt sich immer mehr. Und konventionelle Kraftwerke können mit den Erneuerbaren nicht mehr mithalten.
Übrigens: einer der Bieter für den Solarpark in Abu Dhabi war EDF. Der französische Energiekonzern wollte den Park gemeinsam mit Partner für rund 2,26 Cent/kWh bauen. EDF wird auch das neue Atomkraftwerk Hinkley Point in Großbritannien bauen – für rund 10,71 Cent/kWh.


Zurück zur Übersicht »

3 Kommentare


  • Sophie G sagt:

    Danke für diesen und all anderen tollen und informativen Artikeln! Wir planen gerade unser erstes Haus zu bauen und möchten unsere eigene Energie mindestens zum Teil durch Solaranlagen produzieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass Photovoltaik die Zukunft ist und bin gespannt wie sich die Preise weiter entwickeln.
    Nun sind wir gerade auf der Suche nach Anbietern von Solaranlagen, vielleicht könnten Sie auch darüber einen Artikel schreiben? Diese Seite habe ich schon online gefunden http://www.bremerbetonwerk.de/solaranlagen

    Vielen Dank und Grüße!
    S.G.


    • Anke Blacha | LichtBlick Autorin antwortet:

      Hallo Sophie,

      vielen Dank für Ihr Feedback! Und Sie machen alles richtig, indem Sie auf Solarstrom setzen. Wir können Ihnen bei der Suche nach einem Installateur noch die Seite des Bundesverband Solarwirtschaft empfehlen (http://www.solartechnikberater.de/4-0-Handwerkersuche.html), hier finden Sie Handwerker aus Ihrer Region.

      Und wenn Sie sich bereits für Solar entschieden haben, macht es durchaus Sinn, dass Sie auch über eine Batterie nachdenken. Denn so können Sie noch mehr selbsterzeugten, grünen Strom nutzen. LichtBlick vermittelt sogenannte SchwarmBatterien, die in Zukunft nicht nur Solarstrom speichern, sondern mit den Energiemärkten verbunden sind und so einen Beitrag zur Energiewende leisten: https://www.lichtblick.de/schwarmbatterie. Bei Fragen hierzu können Sie sich gerne an uns wenden: schwarmbatterie@lichtblick.de, 040-6360-1710.

      Viel Erfolg beim Hausbau und viele Grüße
      Anke Blacha


Artikel kommentieren


Ich habe die Datenschutzhinweise von LichtBlick, insbesondere die Hinweise zur Kommentarfunktion und dem dort erläuterten Zweck der Datenverarbeitung gelesen und bin damit einverstanden, dass meine Daten zu diesem Zweck gemäß der Datenschutzerklärung verarbeitet werden. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Bei Fragen zum Datenschutz wenden Sie sich bitte an datenschutz@lichtblick.de.