MEINUNG & POSITION

Oslo – Die Geld-Umlenker-Stadt

Oslo wird Teil der Divestment-Bewegung, Foto: Pixabay, office8
Oslo wird Teil der Divestment-Bewegung, Foto: Pixabay, office8

Divestment ist Klimaschützern schon seit einiger Zeit ein Begriff – die Forderung der Organisation 350.org, Gelder aus fossilen Investments abzuziehen, hat weltweit bereits 180 Institutionen erreicht. Auch Städte wie San Francisco, Seattle oder Oxford sind bereits Teil der Bewegung.

Eine Stadt denkt um

Dass sich Anfang 2015 erstmals eine Hauptstadt anschloss, dürfte der Idee noch einmal neuen Schub geben: Oslo kündigte an, sämtliche Investitionen aus Kohle-Fonds herauszunehmen.

Umweltfreunde Energie und Gesellschaft

„Wir ziehen uns aus Kohleunternehmen zurück, da die Stromproduktion aus Kohle zu den umweltschädlichsten Verfahren im Energiesektor zählt“, sagte der Finanzkommissar Eirik Lae Solberg. Stattdessen will die norwegische Hauptstadt ihr Geld nachhaltig anlegen. „Wir wollen unsere Investitionen nutzen, um umweltfreundlichere Energien und eine umweltfreundlichere Gesellschaft zu fördern“, so Solberg weiter.

Zeichen setzen

Insgesamt sieben Millionen US-Dollar (derzeit etwa 6,5 Millionen Euro) aus dem Pensionsfonds der Stadt mit gut 600.000 Einwohnern sollen umgeschichtet werden. „Es geht hier nicht um hohe Summen, aber wir wollen dennoch ein klares Signal senden“, so Solberg. Ein Signal, das vielleicht auch das Klimaengagement Norwegens vorantreibt, dessen staatlicher Pensionsfonds mit einem Wert von weit über 800 Milliarden US-Dollar erste Schritte zur Abkehr von fossilen Energien gegangen ist.

 

LichtBlick und der WWF sind überzeugt, dass der rasche Umstieg von fossil-nuklearen auf erneuerbare Energien in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr die zentrale Voraussetzung für Klimaschutz, eine risikoarme Energieversorgung und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in den kommenden Dekaden ist. Wir wollen unsere Kräfte bündeln und gemeinsam die Energiewende beschleunigen. Weitere Informationen und mehr Energiewende-Zeugen finden Sie auf unserer gemeinsamen Webseite.

 

 

 


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