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Ökostrom überholt Atomstrom!

Bundesbürger setzen auf Ökostrom, Foto: PublicDomainPicture Pixabay, RalphGL
Bundesbürger setzen auf Ökostrom, Foto: PublicDomainPicture Pixabay, RalphGL

Die erneuerbaren Energien in Deutschland sind weiter auf dem Vormarsch. In diesem Jahr wurde erstmals mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus der Atomkraft gewonnen.  Nach einer Schätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft stiegt der Ökostrom-Anteil innerhalb eines Jahres von 16,4 auf 19,9 Prozent. Jede fünfte Kilowattstunde Strom in Deutschland stammt damit aus sauberen Kraftwerken.

Erneuerbare Energien sind bereits die Nummer zwei im Strommix

Gleichzeitig fiel der Atomstrom-Anteil nach der Abschaltung von acht AKWs im Frühjahr auf 17,7 Prozent. Spitzenreiter im deutschen Strommix ist aber noch immer die Kohlekraft mit über 43 Prozent. Viele Kohlekraftwerke in Deutschland sind regelrechte Dreckschleudern, die sind aufgrund ihres enormen Kohlendioxid-Ausstoßes und ihrer geringen Effizienz einer der Hauptverursacher des Klimawandels. LichtBlick lehnt deshalb den Neubau von Kohlekraftwerken – wie zum Beispiel das Kraftwerk Moorburg in Hamburg – vehement ab.

Ökostrom-Anteil verdoppelt

Der Ökostrom-Anteil in Deutschland hat sich von 2005 bis 2011 verdoppelt. Bei diesem Wachstumstempo könnte bis 2020 bereits 50 Prozent des Stromes umweltfreundlich erzeugt werden. Erfreulich: Trotz des Booms bleiben die Zusatzkosten, die Stromverbraucher für die Förderung der erneuerbaren Energien zahlen müssen, nahezu konstant. Die sogenannte EEG-Umlage liegt 2012 bei 3,59 Cent pro Kilowattstunde – und damit nur um 0,06 Cent höher als im Vorjahr.


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2 Kommentare

  • Ralph Kampwirth sagt:

    Hallo Herr Hartmann, die Erhöhung der EEG-Umlage ist so gering, dass wir sie nicht an unsere Kunden weitergeben müssen. Einige Versorger haben ja ihre Preiserhöhungen mit höheren Ökstrom-Kosten begründet – das können wir nicht nachvollziehen.

    Wie sich die Gesamtkosten für LichtBlick-Strom 2012 entwickeln, lässt sich derzeit leider noch nicht absehen. Die Betreiber der Stromnetze – zum Beispiel Vattenfall, Eon und RWE – haben angekündigt, dass sie 2012 die Gebühren für die Durchleitung des Stromes zu den Kunden erhöhen wollen.

    Zudem entlastet die Regierung große Industriebetriebe ganz oder teilweise von den Stromtransportgebühren. Verbraucherschützer haben diese Pläne bereits heftig kritisiert. Denn die Kosten, die Industrie spart, werden auf die Haushalte abgewälzt.

    Noch dazu hat die zuständige Genehmigungsbehörde den Betreibern der Stromnetze hohe Renditen von über 9 Prozent erlaubt. Ein Milliardengeschenk an die Konzerne (dazu auch folgender Blogbeitrag: http://www.lichtblickblog.de/2011/10/28/weiteres-milliarden-geschenk-fur-die-herren-der-stromnetze/).

    Die Kosten für den Stromtransport machen schon heute rund ein Viertel des gesamten Strompreises für einen durchschnittlichen Haushalt aus. Eine Erhöhung wäre deshalb überhaupt nicht gerechtfertigt.

    Die Folgen dieser Entwicklung werden erst Anfang 2012 deutlich, wenn die zukünftigen Kosten für den Stromtransport endgültig festgelegt werden. Erst dann können wir unsere Kunden über die Preisentwicklung für unseren umweltfreundlichen LichtBlick-Strom informieren.


  • Michael Hartmann sagt:

    Zitat: „Die sogenannte EEG-Umlage liegt 2012 bei 3,59 Cent pro Kilowattstunde – und damit nur um 0,06 Cent höher als im Vorjahr.“

    Heißt das, es gibt in Kürze ne Strompreiserhöhung, wie bei den Graustromanbietern? Ich hab mich schon gefreut, denen die lange Nase zeigen zu können.


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