MEINUNG & POSITION

Immer mehr Verbraucher setzen auf Ökostrom

Haben die Deutschen das Interesse am Ökostrom verloren? Auf diese Idee könnte kommen, wer in den letzten Tagen die Medien studierte. So schrieb die FAZ kürzlich: „Verbraucher halten sich beim Ökostrom zurück“, andere sprachen sogar von „Ökostrom-Tarifen im Abwind“.

Zahl der Ökostrom-Kunden steigt langsamer als nach Fukushima

Grundlage für diese Meldungen ist die jüngste Ökostromumfrage der Fachzeitschrift „Energie & Management“. Regelmäßig fragt das Magazin Deutschlands Stromanbieter, wie viele Kunden sie mit grüner Energie beliefern. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Grünstrom-Haushalte stetig an. Allerdings hatte sich das Wachstum bereits in den Vorjahren gegenüber der Fukushima-Katastrophe 2011, als die aufgeschreckten Deutschen zu Hunderttausenden auf sauberen Strom umschalteten, verlangsamt.

Überraschende Wende im Ökostrom-Markt?

In diesem Jahr meldet das Fachmagazin nun völlig überraschend einen starken Rückgang der privaten Ökostromkunden. Ihre Zahl sei binnen zwei Jahren von 5,75 Millionen Haushalten auf zuletzt 4,4 Millionen gesunken. Haben also tatsächlich über 1,3 Millionen Deutsche ihren Ökostromtarif gekündigt und sind wieder zu Atom- und Kohlestrom gewechselt?

Immer weniger Energiefirmen legen ihre Kundenzahlen offen

Die Antwort lautet ganz klar: Nein, natürlich nicht. Wie immer lohnt ein genauer Blick auf die Zahlen. In diesem Jahr haben sich sehr viel weniger Energieanbieter als in den Vorjahren an der Ökostromumfrage beteiligt. 2013 erfasste die Erhebung noch die Grünstrom-Kunden von 267 Stromfirmen, diesmal sind nur noch die Daten von 150 Versorgern eingeflossen – fast eine Halbierung des Teilnehmerfeldes. Fazit: Nicht die Zahl der Ökostrom-Haushalte ist gesunken, sondern die Energieanbieter sind intransparenter geworden!

Wie allein ein Anbieter die Statistik durcheinander wirbelt

Besonders deutlich wird die Verzerrung der Zahlen am Beispiel eines Discountanbieters. Dieser war 2013 erstmals in der Statistik aufgetaucht – und das gleich mit angeblich einer Million Ökostrom-Haushalten. Ein Jahr später sollten es sogar schon über zwei Million Kunden gewesen sein, die der von Verbraucherschützern kritisierte Billigheimer mit grüner Energie versorgt haben will. Bei der jüngsten Umfrage fielen diese großen Zahlen nun komplett aus der Statistik, denn der Anbieter lieferte auf einmal keine Daten mehr. Die Gründe für die plötzliche Geheimniskrämerei bleiben offen.

Aktuelle Zahlen sind mit denen aus dem Vorjahr nicht vergleichbar

Es ist also klar: Die in der Umfrage ermittelte aktuelle Zahl der Ökostromkunden ist viel zu niedrig, sie ist mit den Zahlen aus früheren Erhebungen nicht vergleichbar. Darauf weist auch Energie & Management hin.

Der Ökostrom-Markt wächst weiter

Tatsächlich ist der Ökostrom-Markt sehr viel größer, als die Umfrage nahe legt: Laut Bundesnetzagentur bezogen bereits 2013 über 7,4 Millionen Haushalte grünen Strom. Und vieles spricht dafür, dass die Nachfrage weiterhin wächst. Nach einer Umfrage hat sich die Zahl der Ökostrom-Bezieher von 8,0 in 2014 auf 8,5 Millionen in 2015 erhöht.

LichtBlick auf Wachstumskurs

Selbstverständlich beteiligt LichtBlick sich jedes Mal an der Ökostromumfrage von Energie & Management – wir legen unsere Kundenzahlen stets offen. Wie die jüngste Erhebung bestätigt, ist LichtBlick der Marktführer unter den Ökostromanbietern. Und auch wir wachsen. 2015 stieg unsere Kundenzahl auf 500.000 Haushalte und 61.000 Geschäftskunden. Damit nutzen täglich deutlich mehr als eine Million Menschen – in den meisten Haushalten leben mehrere Personen – die saubere Energie von LichtBlick.

Jetzt wechseln: Kostenloser Ökostrom im ersten Monat

Die Verbraucher haben weiterhin Interesse an Ökostrom – auch wenn viele den Wechsel aus Gründen der Bequemlichkeit immer wieder hinauszögern. Wir sind überzeugt, dass in Zukunft noch mehr Menschen zu LichtBlickern werden. Übrigens: Kunden, die jetzt zu LichtBlick wechseln, bekommen im ersten Monat kostenlosen Ökostrom. 

 

 


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