MEINUNG & POSITION

Menschengemachte CO2-Emissionen

Ist der Klimawandel menschengemacht oder nicht? Sind die CO2-Emissionen nicht etwas ganz Natürliches? Immer wieder versuchen Klimaskeptiker den Klimawandel, die Ursachen und die Folgen klein zu reden. Doch jetzt konnten Klimaforscher die Eingriffe des Menschen in die Umwelt durch Verbrennen fossiler Energie, durch die Rodung der Wälder und weiter massiver Änderungen in der Landschaft nachweisen.

Hohe CO2-Konzentration

Und die Folgen sind enorm: Die Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimaforschung weisen in einer neuen Studie nach, dass der Mensch für die hohe Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre verantwortlich ist. Sie ist heute höher als wahrscheinlich je zuvor in den vergangenen drei Millionen Jahren.

Der Verkehr ist nur einer von vielen Ursachen für die menschengemachten CO2-Emissionen, Foto: Pixabay, Paulina101
Der Verkehr ist nur einer von vielen Ursachen für die menschengemachten CO2-Emissionen, Foto: Pixabay, Paulina101

Grundlegende Veränderungen

Mithilfe umfassende Computersimulation konnten die Wissenschaftler beispielsweise herausfinden, dass der Beginn der Eiszeiten vor allem durch einen Rückgang der CO2-Konzentration in der Atmosphäre ausgelöst wurde. Heute jedoch sei es der Anstieg der Treibhausgase, der den Planeten Erde grundlegend verändert.

Klimawandel von erdgeschichtlichem Ausmaß

Und zwar in extremen Ausmaßen: Laut der Studie sind die globalen Temperaturen in den vergangenen drei Millionen Jahren im Durchschnitt nie um mehr als zwei Grad Celsius gestiegen. Das änderte sich ab 1850, als die industrielle Revolution einsetzte. Jetzt sind wir von der Steigerung der Temperatur um 2 Grad nicht mehr weit entfernt – in rund 50 Jahren könnte diese Marke überschritten werden. Denn trotz aller Klimaversprechen steuern wir auf eine Erwärmung von drei bis vier Grad hin statt das 1,5 bis 2-Grad-Ziel.

Die heutigen menschengemachten Klimaänderungen seien „wirklich groß, sogar in erdgeschichtlichen Maßstäben“, kommentierte der Potsdamer Klimaforscher Matteo Willeit.

Folgen des Klimawandels im Wald sichtbar

Aktueller Bericht zeigt: Wälder sind extrem vom Klimawandel betroffen, Foto: Pixabay, Manfred Zimmer
Aktueller Bericht zeigt: Wälder sind extrem vom Klimawandel betroffen, Foto: Pixabay, Manfred Zimmer

Umso erschreckender ist, dass ein großer Unterstützer beim CO2-Abbau – der Wald – aktuell besonders unter den Folgen des Klimawandel leidet. Ein Bericht der Organisation ROBIN WOOD zeigt, dass nur noch 28 Prozent der Bäume in deutschen Wäldern keine sichtbaren Schäden haben. Neben den Emissionen aus Verkehr und Landwirtschaft haben die Wälder mit den immer häufiger auftretenden extremen Wettern zu kämpfen – Trockenheit, Starkregen und Stürme verursachen immer mehr Schäden an den Bäumen. Zum Schutz der Wälder fordert ROBIN WOOD eine drastische Reduktion der landwirtschaftlichen Tierproduktion. Zudem braucht es eine naturnahe, durch heimische Laubbäume geprägte ökologische Waldwirtschaft.

 


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