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Energiewende-Megatrends: Ende der fossilen Ära

Fossile Rohstoffe müssen in der Erde bleiben, um den Klimawandel zu verhindern, Foto: PantherMedia
Fossile Rohstoffe müssen in der Erde bleiben, um den Klimawandel zu verhindern, Foto: PantherMedia

LichtBlick und der WWF engagieren sich gemeinsam für eine schnellere Umsetzung der Energiewende. Dass Deutschland bei dem Thema nicht alleine steht und zum Teil längst nicht mehr Vorreiter ist, zeigt eine Studie, die die beiden Partner aktuell herausgegeben haben. Die „Megatrends der Energiewende“ machen deutlich, dass wir beim Thema Energiewende und Erneuerbare bereits einen guten Weg vorangekommen sind, dass es viele positive Entwicklungen weltweit gibt, aber auch dass noch einige Herausforderungen auf uns warten.

80% der fossilen Rohstoffe müssen im Boden bleiben

Ein Megatrend ist das Ende der fossilen Ära. Der Ausstieg ist unabdingbar: Um die im Rahmen des Klimaschutzes vereinbarte Zwei-Grad-Grenze einzuhalten, müssen 80 Prozent der heute bekannten fossilen Reserven aus Kohle, Öl und Erdgas im Boden bleiben.

Zwei Entwicklungen werden den Abschied von den fossilen Energien massiv beschleunigen: Einmal die durch neue Klimaschutzversprechen in den USA und China befeuerte Diskussion über ein wirksames Weltklimaabkommen. Und zweitens der Erfolg der erneuerbaren Energien, die sich zu einer auch wirtschaftlich attraktiven Alternative entwickeln.

Wirtschaftlich nicht mehr attraktiv

Die Ausbeutung weiterer fossiler Brennstoffvorräte ist schon heute wirtschaftlich riskant. Geht man nach den volkswirtschaftlichen Kosten, dürften beispielsweise drei Viertel des kanadischen Öls und fast 90 Prozent der europäischen Kohle nicht mehr gefördert werden.

Kohlenstoffblase - CarbonBubble, Grafik: Felix Müller, lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Kohlenstoffblase – CarbonBubble, Grafik: Felix Müller, lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Divestment-Bewegung

Die sogenannte „Divestment“ Bewegung wirbt in vielen Industrieländern dafür, Kapital aus 200 großen Gas- und Ölunternehmen abzuziehen – auch weil es zu riskant ist, in solche Unternehmen zu investieren. Die Resonanz ist überwältigend. Kürzlich gab der größte Staatsfonds der Welt in Oslo bekannt, kein Geld mehr in Kohle-Konzerne anzulegen. Selbst die Erben der Rockefeller-Öl-Dynastie verkaufen ihre Anteile an Öl- und Gasfirmen und legen ihr Geld stattdessen in klimaschonende Unternehmen an.

 

LichtBlick und der WWF sind überzeugt, dass der rasche Umstieg von fossil-nuklearen auf erneuerbare Energien in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr die zentrale Voraussetzung für Klimaschutz, eine risikoarme Energieversorgung und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in den kommenden Dekaden ist. Wir wollen unsere Kräfte bündeln und gemeinsam die Energiewende beschleunigen. Weitere Informationen und mehr Energiewende-Zeugen finden Sie auf unserer gemeinsamen Webseite.


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