MEINUNG & POSITION

#FridaysForFuture – Demos für mehr Klimaschutz

Angefangen hat alles an einem Freitag vor rund 22 Wochen in Stockholm: Die Schülerin Greta Thunberg „schwänzt“ die Schule, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Und das macht sie seit Ende August jeden Freitag. Ihr Engagement verbreitete sich schneller über Twitter & Co., so dass sie sogar zur Klimakonferenz nach Katowice eingeladen wurde. Dort hielt sie eine weltweit viel beachtete und radikale Rede:

Schüler weltweit demonstieren für Klimaschutz

Inzwischen ist sie nicht mehr allein, sondern ihrem Protest haben sich unter #FridaysForFuture Schülerinnen und Schüler weltweit angeschlossen – mittlerweile auch in Deutschland. Sie machen mit ihrem Protest deutlich, dass es um ihre Zukunft geht, wenn Politiker über Klimaschutz lediglich diskutieren, statt zu handeln. Am vergangenen Freitag nahmen in mehr als 50 deutschen Städten Schülerinnen und Schüler an der Aktion teil.

Warum während der Schulzeit?

Der Protest ist kontrovers, da er während der Schulzeit passiert. Und natürlich kann man sich fragen, warum die Schülerinnen und Schüler nicht zu einem anderen Zeitpunkt protestieren, wenn keine Schule ist. Zwei Gründe sprechen jedoch dafür, dass der Zeitpunkt genau richtig ist. Ein inhaltlicher, der auch von Greta und der Bewegung ausgesprochen wird: Wozu sollen wir lernen für eine Zukunft, die ihr uns jetzt kaputt macht. Und ein struktureller: Hand aufs Herz, welchen Politiker würde es kümmern, wenn ein par tausend junge Menschen am Sonntag vor Rathäusern stehen mit Plakaten für mehr Klimaschutz?

Nur in dieser Form wird der Protest gehört. Schulleitungen, Behörden und die Politik müssen sich positionieren. Sowohl zu den Forderungen aber auch zur Frage wie mit den „Schulschwänzern“ umgegangen wird.

#FridaysForFuture bei der Kohlekommission

Am kommenden Freitag ist eine besondere #FridaysForFuture-Demo geplant. Möglichst viele Schülerinnen und Schüler wollen sich am 25. Januar auf den Weg nach Berlin machen. Dann tagt im Bundeswirtschaftsministerium die Kohlekommission. Die Kommission trifft sich zu ihren finalen Besprechungen – Ende Januar oder Anfang Februar sollen ihre Empfehlungen stehen. Mit den Forderungen der Jugend im Rücken stehen die Themen Klimaschutz und Verantwortung für die Zukunft hoffentlich stärker im Mittelpunkt der letzten Verhandlungsrunden.

Nach den Protesten zum Erhalt des Hambacher Walds entsteht mit #FridaysForFuture eine weitere, großartige Protestbewegung für mehr Klimaschutz, die eine enorme Energie entwickeln kann.


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2 Kommentare

  • Barbara sagt:

    Ich bin begeistert, dass sich die Jugend verantwortlich zeigt und auf die Straße geht.
    In meinem Wohnumfeld ist eine Grundschule, Realschule und ein Gymnasium – unzählige Schüler werden von den Eltern mit dem Auto zur Schule gefahren.
    Liebe Jugend : fangt bei euch an und geht zu Fuß, fahrt mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln!!


  • Monika Benzin sagt:

    SUPERSUPERSUPERSUPERSUPERGUUUUUUUUUT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Ich bin 68 Jahre und freu mir ein Loch in den Bauch, wenn ich die alten Parolen von vor 40 Jahren wieder höre. Mir kommen die Tränen, aber vor Freude. WEHRT EUCH, LEISTET WIDERSTAND: IMMER UND ÜBERALL!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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