MEINUNG & POSITION

Feigenblatt-Strom oder Ökostrom?

Bei einigen Ökostrom-Tarifen ist Öko nur schöner Schein, Bild: Beitrag Öko-Test 2010
Bei einigen Ökostrom-Tarifen ist Öko nur schöner Schein, Bild: Beitrag Öko-Test 2010

Mittlerweile bieten ja viele Anbieter Ökostrom an. Das Magazin Ökotest hat für seine April-Ausgabe über 100 Tarife unter die Lupe genommen. Das Fazit: Die meisten Tarife halten nicht, was sie versprechen. Darum titelt Ökotest auch „Grün ist nur das Feigenblatt“. Die Tester haben untersucht, wer Ökostrom mit einem echten Umweltnutzen liefert und sich glaubwürdig für die Energiewende engagiert.

Die Rolle von LichtBlick als ein Vorreiter der Branche wurde einmal mehr bestätigt: Wir belegen mit LichtBlick-Strom einen ersten Platz! Klar, dass wir uns darüber freuen.

Unabhängige Ökoanbieter zeigen hohe Qualität

Getestet wurden über 100 (mehr oder weniger) grüne Tarife. Die Tester bescheinigen vor allem den unabhängigen und reinen Ökoanbietern wie LichtBlick eine hohe Qualität. Ausschlaggebend ist der konsequente Einsatz für erneuerbare Energien und die Förderung neuer Öko-Kraftwerke.

Die überwiegende Zahl der Ökotarife – vor allem die großer Konzerne, ihrer Tochtergesellschaften und vieler Stadtwerke – schneidet dagegen schlecht ab. Der Grund ist klar: Es reicht nicht aus, wenn Ökostrom nur ein Nischenprodukt ist, mit dem das Image aufpoliert werden soll, während man hauptsächlich weiter auf Kohle und Atom setzt. „Wer Öko-Strom kauft, will nicht, dass dafür an anderer Stelle mehr Strom aus Atomkraft und Kohle produziert wird“, stellen die Autoren treffend fest.

Für Kunden, die Ökostrom mit einem echten Umweltnutzen wollen, lohnt es sich auf jeden Fall, genau hinzuschauen.

*** Ergänzung 19.04.2010: Der Verein Energievision, Träger des ok-power-Labels für Ökostrom, hat mittlerweile Kritik an einigen Bewertungen der Zeitschrift Ökotest geübt. So werde beispielsweise der Beitrag von Ökostromprodukten zum Neubau sauberer Kraftwerke zwar erwähnt, aber im Test nicht konsequent berücksichtigt. Bei der Bewertung mehrere Ökotarife gebe es Ungereimtheiten, das Ergebnis des Tests sei deshalb verfälscht. Nach Ansicht von Energievision haben einige der von Ökotest gelobten grünen Tarife den ersten Rang nicht verdient. Der erste Platz für unser Produkt LichtBlick-Strom ist von der Kritik allerdings nicht betroffen – denn LichtBlick-Strom erfüllt alle von Energievsion geforderten Kriterien für Ökostrom mit einem zusätzlichen Umweltnutzen. Unser Strom trägt deshalb das ok-power-Label.


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6 Kommentare

  • Michael Hartmann sagt:

    Bei Lichtblick gibt’s ja noch die Sache mit dem Regelwald schützen pro Monat und Kunde.
    Da hab ich noch von keinem konventionallen Anbieter gehört, der Ökostrom als Nebenprodukt hat und sich gleichzeitig auch in solch einer Weise für die Umwelt einsetzt.


  • Ralph Kampwirth sagt:

    Hallo Frau Arndt,
    das ok-Power-Label beurteilt tatsächlich nur das einzelne Stromprodukt – nicht die ganze Firmenphilosophie. Wenn also das Ökostromprodukt eines Konzerns, der auch Atom- und Kohlekraftwerke betreibt, „an sich“ die Kritieren erfüllt, bekommt es das Label.
    Für LichtBlick sind die produktbezogenen, strengen Kriterien des ok-Power-Labels darum nur ein Argument, warum man sich für LichtBlick-Strom entscheiden sollte. Weitere, zentrale Argumente für LichtBlick – die sie ja selber andeuten – sind unsere Unabhängigkeit und unsere konsequent ökologische Ausrichtung. Denn bei uns können Sie sicher sein, dass wir unsere Gewinne nicht in riskante Atommeiler oder klimaschädliche Kohlekraftwerke investieren, sondern ausschließlich in ökologische Projekte wie z.B. unsere ZuhauseKraftwerke.
    LichtBlick-Strom ist derzeit etwas teuerer als Vattenfall-Strom. Aber bitte vergessen Sie dabei nicht, dass wir eben keine Milliardengewinne mit Großkraftwerken einfahren, mit denen man viel mehr Spielraum hat, sondern immer nachhaltig wirtschaften müssen.
    Ich hoffe, Sie setten auch weiter auf unabhängigen Ökostrom.
    Beste Grüße
    Ralph Kampwirth


  • Gabriele Arndt sagt:

    Derzeit werden Payback-Kunden mit Punkten
    im Wert von 65 € gelockt, den Ökostrom
    von Vattenfall zu beziehen. Ich habe mir
    das Angebot angesehen und die Preise
    sind auch noch günstiger als, z.B. bei
    Lichtblick. Das ist natürlich schon ein
    Anreiz. Der Ökostrom von Vattenfall
    hat sogar das o.K.-Power-Label. Jetzt
    frage ich mich, wie es sein kann, daß
    so ein Konzern, der ja auch noch Atomkraftwerke betreibt, dieses Label
    bekommen kann. Ich finde das irreführend.
    Ich selbst beziehe Lichtblick-Strom, würde aber natürlich trotzdem auch gerne
    Geld sparen. Aber ich habe eine Abneigung
    dagegen so einen Konzern zu unterstützen.
    Trotzdem wüßte ich gerne, wie das mit
    diesem o.K.-Power-Label einzuschätzen ist.
    Beste Grüße
    Gabriele Arndt


  • Jan Schoenmakers sagt:

    Zum Öko-Test-Urteil sollte klar gestellt werden: einen „1. Platz“ in diesem Sinn gab es nicht – sondern „Produkte 1. Ranges“. Und dazu gehört Lichtblick, aber genauso 10 weitere Anbieter (…) (*** Anm. der Blogredaktion: Das ist richtig, wir haben wie von uns geschrieben „einen“ ersten Platz belegt. Trotzdem: der werbliche Teil dieses Kommentars verstößt gegen unsere Kommentarregeln und wurde darum gelöscht ***).


  • Ralph Kampwirth sagt:

    Hallo Herr Schaffenroth,
    tatsächlich konzentrieren wir uns derzeit auf Deutschland. Wir werden aber sicher auch ins Ausland gehen, und die Nachbarländer sind da natürlich besonders attraktiv. Aber ob und wenn wann es Luxemburg wird, können wir derzeit leider noch nicht sagen.
    Beste Grüße
    Ralph Kampwirth


  • Carl Scharffenorth sagt:

    Frage:
    Da ich sehr angetan bin von Ihrer Idee Schwarmstrom mit dem VW/Lichtblick Block-
    kraftwerk, aber in Luxembourg lebe, kann ich mir vorstellen, dass ich noch Jahre werde warten müssen bis hier etwas in der Richtung passiert.
    Oder könnten Sie das beschleunigen, wenn sich jemand Vorort dafür z. B. auch finanziell engagieren würde???
    MfG
    Carl Scharffenorth


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