MEINUNG & POSITION

Erneuerbare Energie schafft Arbeitsplätze

Erneuerbare schaffen Arbeitsplätze, Foto: colourbox
Erneuerbare schaffen Arbeitsplätze, Foto: colourbox

Nachdem ich mit unserer Personalleiterin erst gestern (wieder einmal) über das starke Mitarbeiterwachstum bei LichtBlick gesprochen hatte, war ich doch sehr verwundert über einen kurzen Beitrag im Handelsblatt:

Wo sind die neuen Arbeitsplätze?

Unter der Überschrift „Von wegen Jobwunder“ berichtet die Zeitung: „Tausende neue Jobs sollen durch die Energiewende entstehen, jubeln zumindest seit Jahren die Lobbyverbände. In der Realität bleibt das Jobwunder freilich aus“. Angeblich sollen nach einer Stichprobenerhebung nur 80.000 Arbeitsplätze in der Solarbranche entstanden sein und nicht 133.000, wie Branchenverbände verbreiten.

Nun habe ich nicht persönlich nachzählen können – aber selbst die 80.000 Jobs sind mehr, als in der gesamten Kohle- und Atomindustrie zusammengenommen 2009 beschäftigt waren (mit stark sinkender Tendenz).

Seit 2005 haben sich Jobs in Erneuerbaren mehr als verdoppelt

Und das Bundesumweltministerium hat letzten Monat seine umfassende, von verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen gemeinsam erstellte Untersuchung zur Beschäftigungswirkung erneuerbarer Energien aktualisiert, erweitert und veröffentlicht. Da heißt es, dass sich in den letzten sechs Jahren die Beschäftigtenzahl in den Erneuerbaren auf rund 367.000 mehr als verdoppelt hat und die zukünftigen Beschäftigungswirkungen sind durchweg positiv oder sehr positiv – es sei denn, dass die Exporte von EE-Anlagen in 2030 geringer sind als heute. Gerade das kann ich mir aber nun überhaupt nicht vorstellen, denn die deutliche Umsteuerung in der Energiepolitik wird genau das Gegenteil bewirken: Einen klaren Technologievorsprung unserer Wirtschaft in der Energiewirtschaft mit allen sich daraus ergebenden Exportchancen und damit letztlich einen über Deutschland hinausgehenden Beitrag gegen die Klimakatastrophe. Und mehr Arbeitsplätze.

Ein Beitrag von Dr. Christian Friege, Vorstandsvorsitzender bei LichtBlick


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5 Kommentare

  • Ronald sagt:

    Gut, dann stehe ich auf der Liste ja ganz oben 😉



  • Christian Friege sagt:

    Liebe Blogger,

    wir bekommen für unsere Stellenausschreibungen viele Bewerbungen – können aber natürlich jeweils nur eine Person einstellen. Darum müssen wir den Großteil der Bewerberinnen und Bewerber mit einer Absage „enttäuschen“.

    Aber: diskriminiert wird bei LichtBlick nicht. Wir lehnen keine Bewerber ab, weil sie Frau oder Mann sind, weil sie einen Migrationshintergrund haben oder weil sie zu jung oder zu alt sind etc.

    Neue LichtBlicker haben stets Folgendes gemeinsam: Sie sind die besten Bewerber/-innen für die jeweilige Stelle, sie passen zu unserem Unternehmen und sie wollen an unseren Zielen mitarbeiten. Übrigens: Wir sind ein äußerst bunter Haufen: Männer und Frauen, jung und alt, mit vielfältigen ethnischen, religiösen und weltanschaulichen Hintergründen.

    Christian Friege


  • Michael Hartmann sagt:

    @Eine 50 plus:
    Irgendwo muss Lichtblick ja ein paar Kritikpunkte haben. Ne 1a-Firma gibt’s in Deutschland halt nicht. Schade.

    Ich frage mich nur ob demnächst reichlich EON-Leute bei Lichtblick anfangen. Vielleicht 20-30-Jährige mit 20 Jahren Beruferfahrung 😉


  • Eine 50 plus sagt:

    Na – mich hat man bei Lichtblick nicht haben wollen . . .

    MfG
    Eine 50 plus


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