MEINUNG & POSITION

Energieland Südkorea – Gold, Silber, Bronze?

Am 9. Februar starten in Südkorea die olympischen Winterspiele. Es werden sicher wieder sportliche Höchstleistungen geboten. Doch wie sieht es eigentlich mit der Energieversorgung in Südkorea aus, überzeugt sie auch mit Rekordzahlen bei den Erneuerbare?

Das Technologieland und Olympia-Gastgeber Südkorea setzt nach wie vor auf Kohle - alles andere als fortschrittlich, Foto: PantherMedia
Das Technologieland und Olympia-Gastgeber Südkorea setzt nach wie vor auf Kohle – alles andere als fortschrittlich, Foto: PantherMedia

Technologieland Südkorea setzt auf alte Energie

Südkorea verfügt über mehr als 2.400 Kilometer Küstenlinie und in Seoul scheint im Jahr im Durchschnitt 1.600 Stunden die Sonne. Die Voraussetzungen für erneuerbare Energien sind also vergleichsweise gut. Doch bislang befindet sich das Land im Energiewende-Winterschlaf. Nur fünf Prozent des Strombedarfs wird durch Wind & Co erzeugt. Dafür erzeugen rund 25 Atomreaktor 30 Prozent der Energie und knapp 60 Kohlekraftwerke liefern noch einmal weitere 40 Prozent. Eigentlich erstaunlich für ein Hochtechnologie-Land wie Südkorea.

Weg für Energiewende geebnet

Doch die neue Regierung will einen Wandel und Erneuerbare fördern, Foto: PantherMedia
Doch die neue Regierung will einen Wandel und Erneuerbare fördern, Foto: PantherMedia

Im vergangenen Jahr entschied dann auch die neue Regierung, dass es Zeit für einen Wandel ist. Der aktuelle Präsident Moon Jae In will den Anteil der Erneuerbaren im Energiemix bis 2030 auf 20 Prozent erhöhen. Dagegen soll der Anteil der Kohlekraft um gut die Hälfte sinken und auch bei der Atomenergie soll der Anteil auf 20 Prozent sinken. In den nächsten 40 Jahren will Südkorea sogar den kompletten Atomausstieg vollziehen.

Momentan schafft es Südkorea in Sachen Energiewende also nicht einmal auf das Podest. Doch die im vergangenen Jahr verkündeten Ziele machen Hoffnung, dass auch hier die Erneuerbaren bald eine größere Rolle spielen werden.


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