MEINUNG & POSITION

Earth Hour: Weltweit auf klimafreundliche und sichere Energien umschalten!

WWF-Klimachefin Regine Günther - für die Earth Hour, Foto: WWF Bernd Lammel
WWF-Klimachefin Regine Günther – für die Earth Hour, Foto: WWF Bernd Lammel

LichtBlick unterstützt die Aktion „Earth Hour 2011“ des WWF. WWF-Klimachefin Regine Günther erläutert in einem Gastbeitrag die Ziele der Kampagne.

Earth Hour beginnt um 20.30 Uhr

Am kommenden Samstag, den 26. März werden um 20.30 Uhr Millionen Menschen rund um den Globus für eine Stunde das Licht ausschalten. Mit dieser symbolischen Aktion fordern sie von Politik und Unternehmen eine nachhaltige und sichere Energieversorgung und mehr Klimaschutz. Gerade die schrecklichen Ereignisse in Japan zeigen, dass wir endlich eine Energiepolitik verfolgen müssen, die Menschen gemachte Katastrophen ausschließt.

Die meisten Länder haben den Schalter noch nicht umgelegt

Bereits zum fünften Mal ruft der WWF zu dieser weltumspannenden Klimaschutz-Demonstration auf. Dass wir nicht locker lassen, hat einen guten Grund: In den meisten Ländern haben Regierungen und Wirtschaft den Schalter längst noch nicht entschlossen und konsequent auf „Klimaschutz und eine saubere Energieversorgung“ umgelegt. Die ergriffenen Maßnahmen reichen bei Weitem nicht aus, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf unter 2°C zu begrenzen und damit ein Mindestmaß an Klimasicherheit zu schaffen. Europa muss sich beispielweise endlich dazu entschließen, seine Emissionen bis 2020 um 30 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

Ausstieg aus Kernenergie und mehr Klimaschutz sind gleichzeitig möglich

Aktionen wie Earth Hour sind daher wichtiger denn je. Sie führen den Entscheidungsträgern vor Augen, dass Millionen Menschen sie nicht aus ihrer Verantwortung entlassen, wenn es um den Schutz unseres Planeten geht. Klimaschutz und die Gefahren bei der Nutzung der Kernenergie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir können den Ausstieg aus der Kernenergie und ambitionierte Klimaschutzziele gleichzeitig erreichen, ohne dass eine Stromlücke entstünde oder der Strom unbezahlbar würde.

Vom Tafelberg bis zur Frauenkirche

Schon jetzt haben in Deutschland mehr Städte als je zuvor ihre Teilnahme an Earth Hour zugesagt. Darunter die sechs größten deutschen Städte Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart und viele weitere Städte mit mehreren hunderttausend Einwohnern. Das Brandenburger Tor, der Kölner Dom und die Dresdner Frauenkirche gehören zu der Reihe weltberühmter Wahrzeichen, die im Dunkel versinken werden, wie auch der Eiffelturm, die Christusstatue von Rio de Janeiro, der Tafelberg in Kapstadt und das Gateway of India in Mumbai.

WWF ruft zum Ökostromwechsel auf

2011 geht der WWF mit Earth Hour aber noch einen Schritt weiter. Weltweit laden wir die Menschen dazu ein, anlässlich von Earth Hour ihren Alltag klimafreundlicher zu gestalten. In Deutschland rufen wir dazu auf, zu Ökostrom zu wechseln oder – wer schon Ökostrom bezieht – seine Freunde vom Wechsel zu überzeugen und so selber für die Energiewende zu sorgen:  Wir müssen dringend Kernkraftwerke abschalten, den Neubau von klimaschädlichen Kohlekraftwerken stoppen, Strom viel effizienter und sparsamer nutzen sowie das Umschalten auf erneuerbare Energien beschleunigen.

Es gibt viele Möglichkeiten an Earth Hour teilzunehmen: Schalten Sie am 26. März 2011 für eine Stunde das Licht aus und rufen Sie per E-Mail und Facebook Ihre Freundinnen und Freunde zur Teilnahme auf. Oder überzeugen Sie sie vom Wechsel zu Ökostrom. Als Ökostrom-Kundinnen und -Kunden sind Sie die überzeugendsten Botschafter für eine neue Energiepolitik.

Hinweis der Redaktion:
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3 Kommentare

  • l. schäfer sagt:

    Scheintrügerische Bezeichnung „Biogas“ oder keine Energie aus Nahrungsmitteln u. Massentierhaltung!

    Verarbeitet werden u.a. sogar Weizen,etc.. Auch Schweinegülle u. ähnliche Massentierhaltungsprodukte werden genutzt. Die widerlichen Folgen sind bekannt.

    Wenn „Lichblick“ Strom aus Methangasanlagen (M.Gas = hochexplosiv) gewinnt, ist das für uns ein triftiger Grund um nicht zu „Lichtblick“ zu wechseln! Die Bezeichnung Biogas ist falsch, bzw. irreführend. Es handelt sich hier um hochexplosives Methangas, die Erzeugung fördert Monokulturen (Maisanbau, etc.) kostbarer Ackerböden gehen verloren, werden versiegelt und verunreinigt, Antibiotika u. andere giftige Stoffe gelangen in Nahrungskette, etc.), die Tier- u. Naturwelt werden massiv beeinträchtigt, etc., etc.
    Auch ist es nicht einzusehen, dass die andauernde Subventins-Schmarotzerei der Betreiber von sogen. Methangasanlagen. weiter zunehmen soll u. der Strom auch dadurch nochmals massiv verteuert wird.


    • Ralph Kampwirth sagt:

      @ l. schäfer: Sie haben ihren Kommentar gleich dreimal gepostet, wir denken, einmal genügt… Biogas ist eine vernünftige Alternative zu Erdgas. Im Gasnetz wird Biogas auf Erdgasqualität aufbereitet, d.h. der Methananteil ist derselbe (auch Erdgas ist explosiv…). Bei den Anlagen, die wir für unser Biogas nutzen, schließen wir Gentechnik und Massentierhaltung aus. Und was Mais angeht: Beim Maisanbau für Biogasanlagen wird weniger Dünger eingesetzt als z.B. beim Anbau für Tierfutter. Wie jede viele neue Technologien ist es auch in Ordnung, dass Biogas-Anlagen unterstützt werden. Uns ist es auf jeden Fall lieber, dass mit öffentlichen Geldern erneuerbare Energien gefördert werden, statt – um mal ein Beispiel zu nehmen – 4 Milliarden Euro für die Sanierung der Asse zahlen zu müssen.
      Wir halten Biogas für eine vernünftige Alternative zu Erdgas – die man mit Augenmaß und vernünftigen Nachhaltigkeitskriterien vorantreiben muss. So sehen das übrigens auch unsere 80.000 Biogas-Kunden.


  • Michael Hartmann sagt:

    Mein Webhoster brüstet sich mit dem Ankauf von Klimazertifikaten. In deren Blog können Sie aber sehen, dass das kaum einen der Kunden (mich eingeschlossen) überzeugt und nahezu alle einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter für besser halten würden:

    http://www.df.eu/blog/2011/03/23/co2-ausstos-deutlich-reduziert/
    (Es gab dort schon mehrere Beiträge zu dem Thema.)


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