MEINUNG & POSITION

Der Wettbewerb bestimmt die Strompreise

Die Strompreise und vor allem deren Anstieg sind im Wahlkampf ein beliebtes Thema, Foto:  AlexanderStein, pixabay
Die Strompreise und vor allem deren Anstieg sind im Wahlkampf ein beliebtes Thema, Foto: AlexanderStein, pixabay

Die Strompreise und vor allem deren Anstieg sind im Wahlkampf ein beliebtes Thema. Durch alle Parteien hinweg werden nun Vorschläge gemacht, wie die Preise gesenkt werden könnten.

Neue Forderungen der Preisregulierung

In die Diskussion mischen sich jetzt auch Umweltverbände ein, so fordert beispielsweise Greenpeace – ähnlich wie Kanzlerkandidat Peer Steinbrück – einen neuen Ansatz zu verfolgen: der Grundversorgungstarif soll mittels Bundesnetzagentur oder Kartellamt reguliert werden. Begründung: die Grundversorger missbräuchten ihre marktbeherrschende Stellung, geben gesunkene Kosten nicht an die Verbraucher weiter und erhöhen so ihre Margen. Für LichtBlick ist dies der verkehrte Ansatz. Mit der Liberalisierung des Strommarktes steht es jedem Verbraucher zu, seinen Anbieter selbst zu wählen und den für ihn günstigsten Tarif zu nutzen. Die Grundversorger haben seit jeher in den meisten Regionen die höchsten Stromtarife.

Verbraucher sollen Recht auf Anbieter-Wechsel nutzen

Die etwa 40 Prozent der Verbraucher, die aktuell noch den Strom von ihrem Grundversorger beziehen, sollten ihr Recht und ihre Freiheit nutzen, den Anbieter zu wechseln. Nur dann werden die Grundversorger ihre Preise anpassen und gesunkene Großhandelspreise an die Verbraucher weitergeben. Der Verbraucher ist also gefordert – nicht der Staat. Ein Wechsel zu einem anderen Stromanbieter kann im Jahr deutlich mehr als 100 Euro Ersparnis bringen. Das Preisniveau sollte nicht durch eine Behörde reguliert werden, sondern muss sich am Markt, im Wettbewerb bilden. Spätestens wenn die Grundversorger durch Kundenwechsel ihre marktbeherrschende Stellung verloren haben, werden sie ihre Preise so senken, dass sie auch wieder Kunden hinzugewinnen können. In Zeiten der Liberalisierung kann keiner ernsthaft fordern, dass Kunden beim Grundversorger bleiben sollen und das dortige Preisniveau staatlich kontrolliert wird – das ist absurd. Greenpeace sollte dazu aufrufen, dass die Verbraucher zu den vier echten Ökostromanbietern wechseln und so nicht nur die Grundversorger für ihre Preispolitik bestrafen, sondern auch einen persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten.

Zu diesem Thema hat der Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) aktuell eine lesenswerte Meldung veröffentlicht.


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1 Kommentar

  • Jens sagt:

    Lichtblick sollte mal mehr Werbung machen, wenn sie wollen, dass mehr Kunden den Anbieter wechseln …
    Natürlich weiß ich auch, das Werbung teuer ist, aber ohne gehts leider nicht … ich tue schon mein bestes, indem ich Lichtblick geliked habe bei Facebook und Mund-zu-Mund-Propaganda betreibe, aber ich könnte mir z.B. auch vorstellen Flyer/Handzettel in meiner Stadt zu vertreiben oder einen Aufkleber auf mein Auto zu kleben. Aber sowas gibt es leider nicht … gesschweige denn effektivere Fernsehwerbung (ja die ist exorbitant teuer …). Trotzdem weiter so, ich bin sehr zufrieden mit Lichtblick!


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