LICHTBLICKER

World Vision: Ein Lichtblick für viele

Soziales und ökologisches Engagement gehen Hand in Hand. Dies hat LichtBlick schon früh erkannt und unterstützt daher seit fast 10 Jahren das Regenwaldschutzprojekt in Ecuador. Auch viele unserer Kunden zeichnen sich durch ihr hohes Engagement aus. Seit Sommer diesen Jahres gehört auch die Kinderhilfsorganisation World Vision zu unseren Kunden. Silvia Holten, Pressesprecherin von World Vision, über ihre Arbeit und warum Klima- und Umweltschutz auch bei ihren Hilfsprojekten eine entscheidende Rolle spielen.

Wir lieben Lichtblicke, denn sie zeigen uns, dass unsere Arbeit erfolgreich war. Seit Juni dieses Jahres ist die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision mit Sitz im hessischen Friedrichsdorf Kunde bei dem Ökostromanbieter LichtBlick. Das passt perfekt!

Umweltgedanke in der World Vision Zentrale

Vor fast zwei Jahren sind wir an unserem Hauptsitz in ein neues Gebäude gezogen, dass den neuesten energetischen Ansprüchen genügt. Durch Erdwärme, Solarzellen auf dem Dach und dreifach verglaste Fenster wird die Temperatur im Winter konstant auf 15 Grad gehalten. So müssen wir mit Hilfe von Lichtblick-Energie nur ein wenig nachheizen. Im Sommer bleiben die Räume angenehm kühl. Automatisch gehen die Jalousien an der Sonnenseite runter, wenn es draußen zu heiß wird. Das Licht geht nur an, wenn sich Personen im Raum befinden.

Durch all diese Maßnahmen konnte die Organisation seine Nebenkosten erheblich verringern und so mehr Geld für seine langfristigen Entwicklungsprojekte in den Ländern des Südens überweisen.

Einkommensförderung über Kinderpatenschaften bei World Vision in Bangladesch, Foto: World Vision
Einkommensförderung über Kinderpatenschaften bei World Vision in Bangladesch, Foto: World Vision

Hilfe zur Selbsthilfe

World Vision ist eine sogenannte Nichtregierungsorganisation (NRO) und im Rahmen seiner Partnerschaft aktuell in 95 Ländern der Welt aktiv. Im Fokus unserer langfristigen Entwicklungszusammenarbeit stehen die Kinder, aber auch ihre Familien und die ganze Region, in der sie leben. Unser Ziel ist es, die Gemeinschaften ganzheitlich zu entwickeln, das heißt, den Menschen in ihren Communities zu zeigen, wie sie sich selbst helfen können. Das geht allerdings nur in Kooperation mit den Menschen, denen wir helfen. Dazu werden die Projekte in enger Abstimmung mit ihnen geplant und durchgeführt. Alle Personen werden in einem demokratischen Abstimmungsprozess zu ihrer Meinung befragt. In der Regel bleibt World Vision etwa 15 Jahre in einer Region und zieht sich dann langsam zurück. Zu den grundlegenden Maßnahmen unserer Projektarbeit gehören in erster Linie Gesundheitsmaßnahmen und Ernährung, aber auch Sanitär- und Hygieneprojekte.

Bildung für Kinder und Erwachsene

Wichtig sind zudem Bildung und Ausbildung, natürlich für die Kinder, aber auch für die Erwachsenen, die oft nicht lesen und schreiben können. So schulen wir beispielsweise junge Mütter, wie sie ihre Babys versorgen müssen oder wir zeigen Bauern, wie sie effektiver ihr Land bestellen können, um bessere und höhere Erträge zu erwirtschaften. Wir erklären Kindern und Jugendlichen, welche Rechte sie haben und wie sie sie gegenüber den Erwachsenen durchsetzen können. Am Ende eines Projekts geht es auch um die Vermittlung von wirtschaftlichem Wissen.

Mikrokredite für eine bessere Zukunft

Über unsere Tochterorganisation VisionFund erhalten Bedürftige Mikrokredite. Viele schaffen es dadurch, ihr Einkommen zu erhöhen und können so ihre Kinder zur Schule schicken, sie besser ernähren und sorgen so für eine gute Zukunft der nächsten Generation. Im vergangenen Jahr konnten wir international die Lebensbedingungen von etwa 120 Millionen Kindern verbessern.

Politisches Engagement notwendig

Eine weitere Säule unserer Arbeit ist die politische Anwaltschaftsarbeit. Über sie konnten wir z.B. erreichen, dass auf dem G8 Gipfel in Kanada eine Initiative für Kleinkind- und Müttersterblichkeit ins Leben gerufen wurde. Denn immer noch sterben jedes Jahr 6,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung und Krankheiten, die leicht zu behandeln sind. In Sierra Leone habe ich diese Kinder gesehen und das Bild lässt mich nicht mehr los. Aber auch in den Entwicklungsländern versuchen unsere Kollegen die Politik des jeweiligen Landes zu beeinflussen. Dadurch wurde beispielsweise in Sierra Leone ein Gesetz erlassen, das eine kostenlose Gesundheitsversorgung für Kinder unter fünf Jahren ermöglicht.

Die humanitäre Hilfe ist ein weiterer Zweig unserer Arbeit. Dadurch dass wir in den 95 Ländern, in denen wir arbeiten, einheimische Mitarbeiter beschäftigen, können wir bei Katastrophen schnell helfen. Etwa nach dem Erdbeben in Haiti oder nach dem Taifun Hayjan auf den Philippinen konnten unsere Kollegen vor Ort schnell die Opfer versorgen.

Klimaschutz vor Ort

Energiesparende Öfen sparen nicht nur Geld, sondern schonen die Umwelt, Foto: World Vision
Energiesparende Öfen sparen nicht nur Geld, sondern schonen die Umwelt, Foto: World Vision

LichtBlick versorgt seine Kunden mit sauberer Energie. Eine nachhaltige Zukunft und der Klimaschutz ist ihnen wichtig. Das gefällt uns! Auch uns liegt der Schutz der Umwelt am Herzen. Denn eine gesunde Umwelt und gesunde Kinder hängen eng zusammen. Als Kinderhilfsorganisation muss uns das ein Anliegen sein. Die Menschen in den Entwicklungsländern haben besonders unter den Auswirkungen des Klimawandels zu leiden, obschon sie am wenigsten dazu beigetragen haben. In einigen Regionen Afrikas wiederholen sich Dürreperioden so schnell, dass die Bauern oft nicht mehr in der Lage sind, Vorräte für schlechte Zeiten anzulegen, wie es früher der Fall war. Darum ist es wichtig, auch in den Ländern, in denen wir arbeiten, Menschen das Verständnis für Umweltschutz nahe zu bringen.

Wiederaufforstung in Kenia

Viele unserer Projekte enthalten daher entsprechende Komponenten. Ein Beispiel ist das Regional-Projekt Karemo in Kenia. Es startete im Oktober 2012. Es beinhaltet eine innovative Wiederaufforstungsmethode, genannt FMNR (farmer managed natural regeneration – von Bauern umgesetzte Regeneration der Böden), die vorhandenes Wurzelwerk nutzt, um in einer entwaldeten Region schnell und kostengünstig wieder Wald wachsen zu lassen. Bereits nach einem Jahr können durch diese Methode Fortschritte erzielt werden und verbessern das Leben der Menschen in der Gegend gravierend. In 20 Baumschulen züchten die Menschen neue Setzlinge heran. Auf ihren Äckern setzen die Bauern ökologische Landwirtschaft um und erwirtschaften so bessere und höhere Erträge.

Solarlichter – kleiner Einsatz, große Wirkung

Durch den Einsatz von energie-effizienten Öfen, die von einer Frauen-Kooperative gebaut werden, kann viel Holz eingespart werden. 184 Solarlichter wurden inzwischen verteilt und versorgen die Familien mit Licht. So können Schulkinder beispielsweise auch abends noch für die Schule lernen, die Familien müssen nicht mehr im Dunkeln zur Toilette gehen und können nach ihren Tieren sehen. Die Witwe Benta ist überglücklich über die Panels. Früher musste sie Kerosin und Batterien teuer einkaufen. Benta erklärt: „Ich kann jetzt viel Geld sparen und z.B. Setzlinge für meinen Garten kaufen. Das Gemüse verkaufe ich auf dem Markt. Meine Kinder können jetzt abends länger für die Schule lernen. Auch müssen sie nicht mehr die ungesunden Dämpfe vom Kerosin einatmen. Außerdem kann ich mein Handy mit dem Strom der Panels aufladen.“ Ihr Handy braucht Benta, um z.B. Informationen über die aktuellen Marktpreise abzurufen.

Es gibt noch viel zu tun

LichtBlick nutzt die Schwarmenergie, um von vielen kleinen Erzeugern Strom zu sammeln. World Vision nutzt diese Energie oder modern ausgedrückt „Crowdsourcing“, um von vielen Spendern Geld zu sammeln. Das Geld der Paten kommt in einen „Topf“ und so profitiert eine ganze Gemeinde inklusive der Patenkinder. Über das Patenkind kann der Pate Kontakt zum Projekt halten und erfährt auch, wo und wie seine Spende eingesetzt wird. Inzwischen geht dies auch digital über www.mein-partenportal.de

Meine Kollegen und ich lieben unsere Arbeit. Viele von uns sind selbst Paten. Das strahlende Lächeln der Kinder und das Leuchten in den Augen der Menschen, denen wir geholfen haben, ist für uns immer wieder ein neuer Lichtblick. Auch viele Spender erzählen uns, wie schön es ist, ein Kind in einem Entwicklungsland zu unterstützen. Mehr über unsere Arbeit können Sie unter www.worldvision.de erfahren.


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