LICHTBLICKER

Wenn der TÜV zu LichtBlick kommt

Der TÜV bestätigt die Qualität unserer Energie, Siegel: TÜV Nord
Der TÜV bestätigt die Qualität unserer Energie, Siegel: TÜV Nord

Einmal im Jahr muss LichtBlick zum TÜV. Oder besser – der TÜV kommt zu uns. Denn dass wir unseren Kunden auch wirklich Ökostrom und Biogas liefern, lassen wir von unabhängiger Stelle überprüfen. Aktuell hat der TÜV LichtBlick wiederum die Einhaltung der Kriterien für Ökostrom und für Biogas bestätigt.

Für das abgelaufene Kalenderjahr 2009 wird uns erneut ein Strommix bescheinigt, der gänzlich regenerativ ist (TÜV Zertifikat LichtBlick-Strom). Dabei sind nicht nur die anspruchsvollen Kriterien des ok-power-Labels von WWF, Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und Öko-Institut berücksichtigt und geprüft worden, sondern auch sämtliche mit der Stromversorgung der Kunden verbundenen Handelsaktivitäten. Ein schöner Erfolg vor dem Hintergrund, dass wir im letzten Jahr dank unserer steigenden Kundenzahlen wieder über 20 Prozent mehr Strom eingekauft haben. Der zusätzliche Umweltnutzen unseres Ökostromes wird insbesondere durch den vom ok-power-Label vorgeschriebenen Anteil von Strom aus neuen Öko-Kraftwerken erreicht.

Unser Biogas ist CO2-frei

Beim Biogas-Erdgas-Produkt von LichtBlick wurde der gesamte Zeitraum seit Eintritt in den Gasmarkt am 1. Oktober 2007 bis Ende letzten Jahres bilanziert und geprüft – also über zwei Jahre. Der TÜV bestätigt uns die Einhaltung des versprochenen fünfprozentigen Biogasanteils (TÜV-Zertifikat LichtBlick-Gas). Ab jetzt werden wir die Biogasquote übrigens jährlich prüfen lassen.

Interessant ist die vom TÜV gewählte Formulierung im Gas-Zertifikat, nachdem der Biogasanteil „nahezu klimaneutral (CO2-frei)“ ist. Es handelt sich um eine Formulierung, die der TÜV bei allen Biogaszertifikaten einheitlich so wählt. Zur Begründung führt der TÜV an:

„In Aufbereitungsanlagen wird Biogas vor der Einspeisung in das Erdgas-Netz in erster Linie durch Entschwefelung, Trocknung und CO2-Abscheidung zu Erdgas aufbereitet. Hierbei wird Strom verbraucht, der oft direkt aus dem Netz entnommen wird. Darüber hinaus entsteht (abhängig von der gewählten Aufbereitungstechnik) ein gewisser Methan-Schlupf, der ebenfalls einen (in der Regel jedoch kleinen) klimaschädlichen Effekt hat. Da es aber sehr abhängig von der eingesetzten Aufbereitungstechnologie ist, wie hoch die CO2-(-Äquivalent)-Emissionen sind, können die CO2-Einsparungen nicht ohne weiteres quantifiziert werden. Da diese aber als gering im Vergleich zu den bei entsprechender konventioneller Erzeugung verursachten Emissionen sind, haben wir den Ausdruck ‚nahezu’ klimaneutral gewählt.“

Im Klartext: Bei der Biogas-Produktion kommt es zu einer minimalen CO2-Belastung. Die ist aber so gering, dass selbst der TÜV Biogas letztlich als „CO2-frei“ bezeichnet.


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9 Kommentare

  • Melanie sagt:

    Hallo Licktblick,
    könnten Sie bitte die ungefähre Anzahl der Mastplätze/der gehaltenen Tiere nennen, die die Betriebe jeweils haben, welche die Gülle für das Lichtblick Biogas liefern?
    Danke!
    Melanie


  • Katinka Königstein sagt:

    da Herr Lücking gerade unterwegs ist, stelle ich seine Antwort ein:

    Hallo Frau Dumrath,

    Nein, das stimmt nicht. Aus Jüterbog haben wir nie Biogas bezogen. Wir hatten dies in Erwägung gezogen, dann aber verworfen.

    Gruß Gero Lücking


  • Katharina Dumrath sagt:

    Danke schon einmal für diese Information, aber welche 4 Anlagen sind das genau?

    LichtBlick bezog schließlich 2007 Biogas aus der Biogasanlage Jüterborg- die Gülle stammte aus einem angrenzenden Schweinemastbetrieb mit 10.000 Mastplätzen.


  • Katinka Königstein sagt:

    Hallo,

    wir beziehen derzeit aus vier Anlagen Biogas. Bei zwei Anlagen wird keine Gülle eingesetzt. Bei den anderen zwei Anlagen liegt der Gülleeinsatz jeweils unterhalb von 10 % der eingesetzten Inputstoffe. Sie stammt aus konventionellen Viehbetrieben, aber nicht aus Betrieben mit Massentierhaltung.


  • HolK sagt:

    Mich würe interessieren, aus welchen Kraftwerken das Lichtblick-Biogas kommt. Leider sind auf Ihrer Unternehmensseite nur die entsprechenden Bundesländer angegeben.

    Oder um es noch genauer einzugrenzen: Ob die Produktion des Biogases auf die Grundlage von ökologischer Tierhaltung aufbaut oder dadurch konventionelle Massentierhaltung unterstützt wird.


  • Radfahrer sagt:

    Mich würe interessieren aus welchen Kraftwerken der Lichtblickstrom kommt. Der TÜV weiß das sicherlich, also sollte ich als Lichtblickkunde das auch wissen.


    • Katinka Königstein sagt:

      Hallo,

      da Herr Lücking unterwegs ist, antworte ich Ihnen:
      wir beziehen unseren Ökostrom zum Beispiel aus den Laufwasserwerken Freudenau und Hunsfoss und dem Biomassekraftwerk Stendal. Eine Auflistung der Kraftwerke für LichtBlick-Strom finden Sie übrigens auf unserer Homepage http://www.lichtblick.de/h/herkunft_334.php


  • Gero Luecking sagt:

    Methan-Schlupf meint den Austritt von Biogas bzw. Biomethan während des Aufbereitungsprozesses in die Atmosphäre. Diese Verluste sind problematisch, weil Methan deutlich klimarelevanter ist als CO2. Je nach eingesetzter Technologie liegt der Methanschlupf bei der Aufbereitung von Biogas zu Biomethan bei weniger als 0,1 oder bis zu 3 Prozent. Dieses Phänomen meint der TÜV, wenn er von „nahezu klimaneutral“ spricht. Entscheidend ist, dass trotz des unvermeidbaren Methanschlupfs die Klimabilanz von Biogas bzw. Biomethan im Vergleich zu Erdgas deutlich positiv ist. Der Bezug von Biogas entlastet also das Klima.


  • Wunderbar1024 sagt:

    Interessante Info. Was ich aber noch nicht verstanden habe – wieviel Gramm CO2 entstehen denn nun bei der Produktion von zum Beispiel einem typischen Jahresgasverbrauch einer Familie, wenn die nur Biogas bezieht? Und was ist ein „Methan Schlupf“? Gibt es denn keine Möglichkeit, CO2- Ausstoß ganz und gar zu vermeiden. Zum Klimaschutz wäre das doch wünschenswert.


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