LICHTBLICKER

Sabbatical bei LichtBlick – Einfach machen!

Drei Monate Zeit, dass zu tun, was man möchte. Bei LichtBlick kein Problem: Seit Ende 2013 bietet LichtBlick seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, ein dreimonatiges Sabbatical zu nehmen. Viele Kollegen haben das Angebot bereits genutzt. Vier LichtBlicker haben wir zum Interview eingeladen und mit ihnen über ihr Sabbatical gesprochen. Sie haben die Auszeit auf ganz unterschiedliche Weise verbracht – doch alle sind sich einig: Sie würden es auf jeden Fall wieder machen!

Auszeit nehmen

Sabbaticals bei LichtBlick sehen ganz verschieden aus - Frauke auf ihrer Tour durch Australien, Foto: Frauke Heider
Sabbaticals bei LichtBlick sehen ganz verschieden aus – Frauke auf ihrer Tour durch Australien, Foto: Frauke Heider

Warum wolltet ihr ein Sabbatical machen?
Frauke Heider: Ich wollte unbedingt nach Australien, ich habe hier ein Auslandssemester gemacht und nun wollte ich unter anderem einen ehemaligen LichtBlicker treffen, der inzwischen dort lebt. Für einen „normalen“ Urlaub ist das zu weit entfernt und einfach viel zu groß. Aber ich hab gemerkt: Auch nach den drei Monaten gibt es noch sehr viel was ich nicht gesehen haben.
Felix Brühl: Ich wusste schon seit längerem, dass ich in irgendeiner Form eine Auszeit nehmen musste, da meine Diplomarbeit noch anstand. Da hat sich dann das Sabbatical angeboten – ich hab also Schreibtisch gegen Schreibtisch getauscht.
Pekka Dräger: Ich hatte den Wunsch, zum ersten Mal alleine zu reisen und dabei neue Erfahrungen zu machen und Neues zu lernen. Ich wollte das Sabbatical auf jeden Fall für eine Reise nutzen – wohin es gehen soll, hab ich erst später entschieden.
Douglas Jaufmann: Ich wollte schon immer eine längeren Segeltörn unternehmen und bevor meine Kinder groß sind, mal sechs Wochen im Sommer mit ihnen unterwegs sein.

Wann habt ihr euch entschieden, die Auszeit zu nehmen?
Douglas: Direkt nach der Bekanntgabe!
Alle: Ich auch.

Vorbereitung ist alles

Wie sah eure Vorbereitung für das Sabbatical aus – im Job als auch privat?
Douglas: Wichtig war für mich eine gute Übergabe mit den Teamleiterkollegen hinzubekommen. Aber auch in der Zeit vor dem Sabbatical abzuschätzen, welche Aufgaben noch vor meiner Auszeit erledigt werden können und welche ich besser gar nicht erst anfange. Meine private Vorbereitung bestand in der Hauptsache darin, von meiner Route und den Reisezielen zu träumen.
Frauke: Bei mir war auch die Übergabe das wichtigste. Damit meine Kollegin alles Wichtige nachschauen kann, hab ich vorher Handbücher erstellt. Für die Reise habe ich erste Reiseziele grob absteckt und recherchiert, was für Zugtickets Vorort oder in Deutschland zu kaufen sind, und das war zwar völlig unwichtig, hat aber sehr viel Spaß gemacht: Wanderkarten in Australien bestellen, damit man sie schon einen Monat vorher anschauen kann.
Felix: So viel Vorbereitung brauchte ich privat nicht. Im Job war mir eine gute Übergabe wichtig. Das gute war, dass es im Team in der Zeit relativ entspannt war, die stressige Zeit war vorher. Es war sowieso alles relativ entspannt – der Termin passte und alles rund um das Sabbatical lief absolut bürokratiefrei.
Pekka: Ja, das fand ich auch. Ich hab zwei Wochen vor der Ansparzeit – also drei Monate vor dem Sabbatical – alles besprochen. Ich denke auch, dass der Arbeitgeber sich mit Elternzeit und ähnlichem daran gewöhnt, dass Mitarbeiter für einige Zeit nicht da sind und die Aufgaben grundsätzlich auf mehrere Kollegen verteilen.
Douglas: Das war auch das praktische bei mir: Wir sind mehrere im Team und es gibt auch noch zwei weitere Teamleiter. Das Beste bei der Vorbereitung war aber, die Abwesenheitsnotiz zu schreiben!

Sabbatical: Reisen und Studium

Auszeit gewünscht: Unser Kollege Pekka nutzt das Sabbatical für ein USA-Trip, Foto: Pekka Dräger
Auszeit gewünscht: Unser Kollege Pekka nutzt das Sabbatical für ein USA-Trip, Foto: Pekka Dräger

Was habt ihr im Sabbatical gemacht?
Douglas: Leider musste ich mich im ersten Monat des Sabbaticals ungeplant um private Dinge kümmern. Danach bin ich dann dreieinhalb Wochen mit meiner Familie auf Nord- und Ostsee segeln gewesen und anschließend haben wir noch 10 Tage in Portugal verbracht. Danach habe ich das Sabbatical auf Föhr ausklingen lassen. Ich hab vor allem viel Zeit mit meinen Kindern verbracht, mal gemeinsam die sechs Wochen Sommerferien verbringen, bei ihren Sport- und Schulveranstaltungen dabei sein. Das war für mich ganz besonderer Luxus.
Felix: Ich hab es tatsächlich geschafft, meine Diplomarbeit soweit fertig zu schreiben. Es war wieder so ein bisschen wie Studentenleben – am Schreibtisch sitzen, umringt von Büchern, das war wirklich eine Umstellung, wenn man sonst im papierlosem Büro arbeitet, und die Zeit so einteilen, wie es einem passt. Aber ich hab auch den tollen Sommer in Hamburg genossen, die ersten drei Wochen vom Sabbatical hab ich mir frei genommen.
Douglas: Ja, dieser Sommer war perfekt, um ihn in Hamburg zu verbringen.
Frauke: Ich hab mit meinem Mann Australien bereist, viel Zugfahren und viel wandern. Ein besonderes Erlebnis war der Larapinta Trail, das waren 18 Tage in der Wüste wandern. Die erste Hälfte des Sabbatical haben wir einfach nur Urlaub gemacht, in den Tag gelebt. Ab der zweiten Hälfte haben wir dann schon wieder mehr geplant – das wollen wir noch sehen und in die Stadt müssen wir. Aber es war einfach ein tolles Gefühl, so viel Zeit zu haben.
Pekka: Ich hab ein großes Abenteuer erlebt – eine Reise von New York bis San Francisco durch die USA und Kanada. Die ersten zwei Monate war ich allein unterwegs und die letzten vier Wochen war meine Frau dabei. Ich hab viele neue Menschen und teilweise neue Freunde kennengelernt – und damit auch ein anderes Bild von den Amerikanern bekommen. Ich bin in zwei Ozeanen, in Seen, dem St. Lorenz-Strom und in eiskalten Gletscherseen geschwommen. Hab viel Natur erlebt und damit auch viele Tiere gesehen, wie Wale, Schwarzbären und Adler. Ich hab das erste Mal Couchsurfing ausprobiert und in Hostels Leute aus aller Welt getroffen. Ich könnte noch endlos weiter erzählen…

Einfach machen!

Würdet ihr das nochmal machen? Und würdet ihr etwas anders machen, gab es zum Beispiel unvorhergesehene Hürden?
Douglas: Ein Sabbatical würde ich auf jeden Fall noch einmal machen und ich würde nichts anders machen. Das unvorhergesehene war nicht vorherzusehen.
Pekka: Ich auch. Ich kann jedem der auch nur überlegt nur raten: Mach es! Nutz diese einzigartige Chance! Es wird einem bei LichtBlick sehr einfach gemacht das Sabbatical zu nutzen. Mit einer guten Vorbereitung kann man auch mit kleinem Reisebudget sehr weit kommen.
Felix: Auch wenn man nicht wegfährt. Jeder der halbwegs unentspannt ist, sollte ein Sabbatical machen. Macht es einfach.
Frauke: Sobald ich die Möglichkeit habe, würde ich es nochmal machen. Es gibt auch schon erste Ideen für neue Reisen.

Nachhaltige Wirkung

Sabbatical bietet mehr als drei Monate Freizeit - da sind sich alle Sabbatical-erfahrenen Lichtblicker einige, Foto: Pekka Dräger
Sabbatical bietet mehr als drei Monate Freizeit – da sind sich alle Sabbatical-erfahrenen LichtBlicker einig, Foto: Pekka Dräger

Was nehmt ihr aus der Zeit mit in euren Alltag und auch Büroalltag?
Douglas: Neue Energie, mehr Ruhe und Gelassenheit.
Felix: Das Sabbatical wirkt bei mir wirklich nachhaltig. Es hat sich die Wichtigkeit von bestimmten Themen verschoben. Ich geh zum Beispiel mit Problemen entspannter um – es wird sich für alles schon eine Lösung finden.
Frauke: Ich bin mit einer entspannten Grundstimmung zurückgekommen und sehe viele Dinge auch wesentlich positiver als vorher.
Pekka: Bei mir hat sich der Blick auf die Dinge geändert, ich stelle viel mehr in Frage. Und mir ist bewusst geworden, dass ich vieles nicht „muss“, sondern machen möchte, machen will, denn ich arbeite schließlich freiwillig und gerne hier.

Neue Wege, neue Perspektiven

Was wollt ihr Kollegen und anderen mit auf den Weg geben?
Douglas: Ich sag´s einfach mal mit dem Worten eines Bekannten: „Mit `ner Million kann ich nichts anfangen, aber mal drei Monate frei, das wäre ein Traum! Allerdings, das schlimme beim Nichtstun – man weiß nie wann man fertig ist.“ Insoweit, liebe Kollegen: Nehmt Euch drei Monate, plant und macht was Schönes!
Pekka: Dem kann ich mich nur anschließen: Nehmt die Chance wahr! Das Sabbatical ist eine tolle Möglichkeit neue Wege zu gehen und neue Perspektiven zu finden
Frauke: Ja, das Sabbatical ist ein tolles Angebot und sollte genutzt werden!


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