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PPA: LichtBlick gibt alten Windparks eine Zukunft

Bald erzeugen diese Windräder Strom für LichtBlick-Kunden, PPA, Foto: LichtBlick
Bald erzeugen diese Windräder Strom für LichtBlick-Kunden, Foto: LichtBlick

In der Nähe von Papenrode, einem kleinen Dorf im Südosten von Niedersachen, steht ein Windpark mit zehn Windkraftanlagen. Auf den ersten Blick nichts Besonderes – davon gibt es in Deutschland inzwischen unzählige. Doch der Windpark gehört zu einem der ersten, der Dank der EEG-Förderung realisiert werden konnte. Das war im Jahr 2000 und die Förderung war für 20 Jahre gewährleistet.

Rentabel auch ohne Förderung

Wie der Windpark Papenrode müssen ab Anfang 2021 rund 6.000 weitere Windkraftanlagen in Deutschland auch ohne die EEG-Vergütung wirtschaftlich rentabel sein. Viele befürchten daher, dass etliche Ü20-Anlagen stillgelegt werden könnten.

Mit Ü20 muss noch nicht Schluss sein

Mit Ü20 muss jedoch noch nicht Schluss sein, schließlich können viele der älteren Windkraftanlagen noch mehrere Jahre technisch weiterbetrieben werden. Doch wie sieht es mit dem wirtschaftlichen Weiterbetrieb aus? Die Lösung könnte PPA lauten. Das steht für Power Purchase Agreement, was auf Deutsch so viel wie langfristiger Stromabnahmevertrag heißt. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Unternehmen oder Energieversorger, wie LichtBlick, schließen direkt mit den Anlagenbetreibern Verträge ab. Damit garantieren sie ihnen, für eine bestimmte Laufzeit, eine gemeinsam vereinbarte Strommenge abzunehmen und die Ökostromqualität entsprechend zu vergüten.

Neue Energie dank PPA

Sowohl für LichtBlick als auch für den Anlagenbetreiber ergeben sich daraus viele Vorteile. Der Betreiber des Windparks kann sich aufgrund des abgeschlossenen PPAs sicher sein, dass er die Anlagen auch ohne EEG-Vergütung weiter wirtschaftlich betreiben kann. Für LichtBlick bieten PPAs erstmals die Möglichkeiten, seinen Kunden Windstrom aus Deutschland anzubieten. Das war aufgrund der EEG-Förderung bislang nicht möglich. Paradoxerweise wurde grüner, geförderter Strom aus Sonnen- und Windenergie im Rahmen des EEGs als Graustrom verkauft. Wer mehr dazu erfahren möchte, schaut sich gerne unseren Blogbeitrag zum Grünstrom-Marktmodell an. Kurz gesagt: Mit PPAs kann Windstrom jetzt Herkunftsnachweise erhalten und darf damit auch offiziell als Ökostrom an die Kunden verkauft werden. So bleiben die Ü20-Anlagen in Betrieb und leisten auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.

Windenergie für LichtBlick-Kunden

Viele Windkraftanlagen verlieren bald den Förderstatus. Sie bleiben mit PPAs rentabel, Foto: PantherMedia
Viele Windkraftanlagen verlieren bald den Förderstatus. Sie bleiben mit PPAs rentabel, Foto: PantherMedia

Und damit kommen wir zu dem Windpark Papenrode zurück. Mit dem Betreiber dieses Windparks, der zehn Anlagen mit einer Leistung von 13 Megawatt umfasst, haben wir einen langfristigen Abnahmevertrag vereinbart. Das entspricht der Versorgung von etwa 8.000 Haushalten. Ab Anfang 2021 erhalten unsere Kunden also Strom aus Papenrode. Für uns als Ökostromanbieter der ersten Stunde ist es ein wichtiges Anliegen, Windpark-Pionieren Perspektiven zu geben und uns gemeinsam für den Fortschritt der Energiewende und dem Erreichen der Klimaziele zu engagieren.


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