LICHTBLICKER

Ökologie spielerisch lernen

Schüler der Intag-Region besuchen das Naturreservat Siempre Verde
Schüler der Intag-Region besuchen das Naturreservat Siempre Verde

Im LichtBlick Bergnebelwaldgebiet in der Intag-Region in Ecuador gehen Umweltschutz und Bildung Hand in Hand. Kinder lernen in geförderten Schulprojekten, wie wertvoll die Natur vor Ort ist. Die Projekte finden im Rahmen des Umweltbildungsprogramms der LichtBlick-Projektpartner „GEO schützt den Regenwald“ und DECOIN statt.

Schüler erlernen spielerisch die Bedeutung vom Regenwald

Vier DECOIN-Mitarbeiter besuchen in der Funktion als Umweltlehrer Schulen in verschiedenen Gemeinden des Intag-Tals und betreuen Unterrichtseinheiten der sechsten und siebten Klasse. Ziel des Unterrichts ist, den Schülern auf spielerische Weise die Bedeutung und Funktion eines Ökosystems zu erläutern. Hierbei versuchen die Lehrer, den Schülern ein Gefühl für die Konsequenzen möglicher Störungen innerhalb eines Ökosystems zu vermitteln. Als Beispiele für den Unterricht dienen die beiden Ökosysteme des Intag-Tals – der Bergnebelwald und das „Páramo“ (Hochland). Um das Erlernte in der Natur hautnah zu betrachten, besuchen die Schüler das Naturreservat Siempre Verde und entdecken die Pflanzen und Tiere im Regenwald.

Siempre Verde – Naturreservat und Forschungszentrum für ökologische Themen

Das Naturreservat Siempre Verde, übersetzt „immer grün“, umfasst einen Bergnebelwald, südlich des Flusses Taobunchi, der sich auf 1.981 – 3.352 Höhenmetern befindet. Siempre Verde wurde von zwei Lehrern der Lovett School aus Atlanta ins Leben gerufen. Auf einer Reise durch Ecuador im Jahre 1990 werden die beiden Lehrer auf eine reparaturbedürftige Schule im Dorf Santa Rosa aufmerksam. Sie verlassen den Ort mit dem Versprechen, den Wiederaufbau der Schule zu unterstützen. Die Lovett School fördert das Projekt und kauft im darauffolgenden Jahr mehrere hundert Hektar Bergnebelwald, um ein Naturreservat mit Forschungszentrum einzurichten.

Schüler lernen die Flora und Fauna der Region kennen

Neben der Forschung, dient das Zentrum als Bildungsstätte für ökologische Themen und wird regelmäßig von amerikanischen und ecuadorianischen Schülern besucht. Auf Tagesausflügen durch das Reservat und in nahegelegene Dörfer lernen die Schüler die einzigartige Flora und Fauna sowie die Kultur und Sprache der Region kennen. Im Jahre 1993 erkennt die ecuadorianische Regierung das Siempre Verde Reservat als geschützten Regenwald an.

Nebelwälder bieten Lebensraum für seltene Lebewesen und Pflanzen

Nebelwälder kommen in den Tropen oder Subtropen vor. Sie entstehen ab circa 800 Höhenmetern in Gebieten, die im Jahr Niederschlagsmengen bis zu 6.000 mm aufweisen. Nur 1 bis 2,5 Prozent der Wälder auf der Welt sind Bergnebelwälder und von diesen werden nur circa ein Drittel als geschützte Wälder anerkannt. Die Zerstörung von Nebelwäldern hat besonders dramatische Folgen, da sie reich an seltenen Lebewesen und Pflanzen sind. Störungen des Ökosystems sowie klimatische Veränderungen bringen diese Wälder leicht aus dem Gleichgewicht.

Nebelwälder müssen geschützt werden

Oftmals werden die Nebelwälder auch durch Abholzungen bedroht. Nach Schätzungen ist in Ecuador bereits ein Großteil der Nebelwälder verschwunden. LichtBlick und „GEO schützt den Regenwald e.V.“ setzen sich dafür ein, die Abholzungsrate in Ecuador einzudämmen und die Wälder zu schützen.

Jeden Monat senden uns unsere Kooperationspartner von „GEO schützt den Regenwald e.V.“ einen aktuellen Bericht zur Lage in unserem gemeinsamen Regenwaldprojekt zu. Die Berichte veröffentlichen wir regelmäßig hier auf unserer Internetseite. Die Berichte werden meistens von Mary Ellen Fieweger verfasst, die in der Region lebt. So sind auch hier Teile aus dem aktuellen Bericht enthalten, den sie uns vor einigen Tagen zu gesendet hat.


Zurück zur Übersicht »

Artikel kommentieren