LICHTBLICKER

Monatliche Einblicke in unser Regenwald-Projekt

Wasserfall in Ecuador, Foto: GEO schützt den Regenwald e.V.
Wasserfall in Ecuador, Foto: GEO schützt den Regenwald e.V.

Jeden Monat senden uns unsere Kooperationspartner von „Geo schützt den Regenwald“ einen aktuellen Bericht zur Lage in unserem gemeinsamen Regenwaldprojekt zu. Ziel des Projekts mit „Geo schützt den Regenwald“ und der örtlichen Umweltschutzorganisation DECOIN ist es die Zerstörung der Natur zu stoppen und eine nachhaltige Entwicklung in der Region zu fördern. Ich freue mich jedes Mal über die Berichte und Fotos, da sie einen spannenden Einblick in das Leben im ecuadorianischen Cotachi-Cayapas-Naturreservat –  spezieller Intaggebiet – und Informationen zu dem Engagement der Menschen vor Ort geben. Die Berichte veröffentlichen wir regelmäßig hier auf unserer Internetseite.

Regenwald-Berichte zu aktuellen Entwicklungen

Die Berichte werden meistens von der Co-Autorin der regionalen Intag-Zeitung Mary Ellen Fieweger, die in der Region lebt, verfasst. Sie schreibt über den mutigen Widerstand der Bewohner und unserer Partnerorganisationen gegen den umweltzerstörenden Abbau von Erz und Kupfer und den Betrieb einer Zementfabrik in der Region. Die Berichte informieren außerdem über unseren Kauf und damit Schutz von Regenwald und neue Projekte zur Förderung effektiverer, umweltverträglicher Landbaumethoden, Kleingewerbe und Öko-Tourismus in der Intag-Region. In Gemeinden, Schulen und Jugendgruppen werden außerdem mit unserer Unterstützung Schulungen in Naturschutz und nachhaltiger Nutzung natürlicher Ressourcen veranstaltet und Bildungsunterlagen angeschafft. Auch über diese Aktivitäten berichtet die Co-Autorin der Intag-Zeitung.

Von Brillenbären und „Zoches“

Im Juli 2011 war die Geschäftsführerin von „Geo schützt den Regenwald“ Eva Danulat zu Besuch und hat einen Bericht von ihrer Reise geschrieben. Sie schrieb über neue Entwicklungen in der Baumschule und Rückschläge bei der Forellenzucht. Außerdem schrieb sie über bedrohte im Intag-Gebiet lebende Tierarten wie den Brillenbär – auch Andenbär genannt und „Zoche“  eine seltene Rehart. Ein Zoche entdeckte sie bei einer ihrer Spaziergänge durch den Regenwald, was bei Carlos Zorilla, unserem Koordinator des Projekts, zu einiger Verwunderung führte, da Zoches mittlerweile sehr selten geworden sind. Außerdem schrieb sie in ihrem Bericht, dass mit Hilfe der Weihnachtsspende 2010 von LichtBlick erstmals ein Computer mit Internetzugang in einer der Grundschulen im Intag angeschafft und die Bibliothek mit neuen Schulbüchern bestückt werden konnte. Lehrer und Schulkinder waren, laut Eva Danulat, sehr begeistert von den Neuanschaffungen und zahlreiche Kinder nutzen den kostenlosen Buchverleih seitdem regelmäßig.

Wachsender Widerstand der Anwohner gegen Zementfabrik

Im August-Bericht schrieb Mary Ellen Fieweger, dass ein neuer Englisch-Intensivkurs für regionale Fremdenführer startete. Zu den Kursinhalten gehören etwa die englischen Namen von einheimischen Vogel- und Baumarten, Vokabeln über den Widerstand gegen den Bergbau, aus dem Bereich Landwirtschaft und zur Geschichte der Region. Mary Ellen Fieweger und Carolina Carrión von Casa Palabra y Pueblo entwickelten gemeinsam das Kurskonzept. Finanziell unterstützt wird der Kurs von der spanischen Stiftung „Pro Derechos Cuidadanos“ (PRODECI), die viele Projekte im Bereich nachhaltige Entwicklung fördert.

Im September-Bericht schrieb die Co-Autorin der Intag-Zeitung über den wachsenden Widerstand der Anwohner gegen eine Zementfabrik in der Intag-Region. Die Fabrik stößt gesundheitsschädliche Staubwolken  aus, ist für Mülldeponien im Fluss Quinde verantwortlich und holzt für die Produktion von Baustoffen Bäume ab,  die zur Abtragung eines Berghangs führen. Zuletzt blockierten die Widerständler im Rahmen der Proteste die Zufahrtsstraße zur Zementmine. Gegen zehn Protestler wurde daraufhin ein Haftbefehl erlassen.

Sämtliche Berichte können Sie hier auf unserer Internetseite nachlesen. Haben Sie Fragen zu unserem Regenwaldprojekt, dem Naturreservat oder den einzelnen Projekten? Gerne beantworten wir Ihn diese hier im Blog.

 


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2 Kommentare

  • Volker Fay sagt:

    Hallo,
    Tolle Arbeit.
    Ich wuerde Ihnen gerne ein Projekt zum nachhaltigen Naturschutz in
    Ecuador vorstellen.
    Wir verfolgen das Ziel in einem von hoher Artenvielfalt gepraegten
    Gebiet im Yasuni, Ecuador, Gelaende die von der zunehmenden Viehzucht
    und Monokulturen gefaehrdet sind aufzukaufen und der dortigen
    Bevoelkerung durch einen Botanischen Garten mit vielen Exotischen
    Frucht und Medizinpflanzen den Wert und Nutzen dieser Pflanzen
    aufzuzeigen und somit einen Anreiz zu schaffen entforstete Gelaende
    mit einer neuen reichen Artenvielt in den noch intakten Regenwald
    einzugliedern.

    Wir wuerden uns freuen von Ihnen zu hoeren um Ihnen weitere
    Informationen zu uebermitteln.

    MfG,
    Volker Fay
    AMURT ECUADOR


    • Anke Blacha | LichtBlick Autorin antwortet:

      Hallo Herr Fay,
      vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir arbeiten in der Intag-Region seit mehr als zehn Jahren mit „GEO schützt den Regenwald e.V.“ und der lokalen Organisation DECOIN zusammen. Wir haben hier inzwischen große Regenwaldflächen unter Schutz stellen können und wir werden auch zukünftig unsere gesamte Energie in dieses Projekt stecken, um möglichst große zusammenhängende Waldgebiete schützen zu können.
      Die Probleme im Yasuni sind uns bekannt und wir berichten immer wieder im Blog darüber, um auf die Ereignisse in der Region aufmerksam zu machen. Aktuell sehen wir jedoch keine Möglichkeiten, uns hier stärker zu engagieren.
      Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.
      Viele Grüße
      Anke Blacha


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