LICHTBLICKER

Kirche setzt auf regenerativen Strom

Rainer Gritzka, Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland mbH, Foto: WGKD
Rainer Gritzka, Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland mbH, Foto: WGKD

Gastbeitrag von Rainer Gritzka, Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland mbH

Mit dem heutigen Beitrag von Rainer Gritzka, Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland mbH, möchten wir einen weiteren Einblick in den Arbeitsalltag von LichtBlick geben. Rainer Gritzka erklärt in seinem Beitrag, wie unser gemeinsamer Rahmenvertrag entstanden ist: ein Vertrag der kirchlichen Einrichtungen ein besonderes Angebot zur Versorgung mit umweltfreundlich erzeugtem Strom bietet.

„Kirchen für die Bewahrung der Schöpfung verantwortlich“

Da die Kirchen seit etlichen Jahren mit zurückgehenden Kirchensteuereinnahmen kalkulieren müssen, hat Sparsamkeit oberste Priorität.
Es gibt aber Situationen im alltäglichen kirchlichen Alltag, die lassen sich allein mit Sparsamkeit nicht bewältigen. Die Kirchen sind schon von ihrem Auftrag her für die Bewahrung der Schöpfung verantwortlich. Diese Forderung kann man oft von den Kanzeln der zahlreichen Kirchen hören. Kirche darf nicht nur die Bewahrung der Schöpfung  fordern, sie muss auch mit gutem Beispiel vorangehen und diese Forderung in die Tat umsetzen. Und genau hier setzt die Aufgabe der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland mbH (WGKD) ein

Angebote, die dem Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung tragen

Die WGKD ist eine ökumenische Einkaufsplattform, die in erster Linie die Aufgabe hat, die Einrichtungen aus Kirche, Caritas oder Diakonie durch den Abschluss von Rahmenverträgen dabei zu unterstützen, günstigere Konditionen am Markt zu erzielen und somit dabei zu helfen, Kosten einzusparen. Gleichzeitig ist aber in den letzten Jahren auf die WGKD die zusätzliche Aufgabe zugekommen, nicht nur einen günstigen Einkauf zu ermöglichen, sondern Angebote bereitzustellen, die dem Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung tragen und ökofairen Ansprüchen genügen.

Dieses Umdenken, das langsam aber kontinuierlich in der Kirche Raum greift, hat dazu geführt, dass in den Kirchen die Forderung erhoben wird, künftig auf regenerativen Strom zu setzen. Die WGKD hat sich deshalb vor gut zwei Jahren auf die Suche gemacht, einen geeigneten Anbieter regenerativer Energie zu finden, der in der Lage ist, alle kirchlichen Einrichtungen bundesweit mit diesem grünen Strom zu beliefern.

Durch Rahmenvertrag, soll Wechsel zu Ökostrom erleichtert werden

Und ihn mit LichtBlick auch gefunden! Am Anfang der Partnerschaft stand ein Telefonanruf bei LichtBlick in Hamburg. Das gemeinsame Ziel stand schnell fest: durch einen attraktiven Rahmenvertragspreis sollte den kirchlichen Einrichtungen der Wechsel von ihrem bisherigen Stromanbieter zu LichtBlick erleichtert und schmackhaft gemacht werden. Dies ist uns erfolgreich gelungen.

Kleinere und mittlere Einrichtungen benötigen nur geringe Strommengen und können daher sogenannte Projektpreise anderer Anbieter häufig nicht in Anspruch nehmen –  diese stehen nur Institutionen und Unternehmen mit hohen Abnahmemengen zur Verfügung. Es freut uns daher, dass das gemeinsam entwickelte Angebot auch kleineren und mittleren Einrichtungen die Chance gibt kostengünstig Ökostrom zu beziehen.

Nachdem dieser Vertrag nun zu Stande gekommen ist und bisher einen erfolgreichen Verlauf genommen hat, liegt es jetzt auch an der WGKD, das Ökoenergie-Angebot im kirchlichen Umfeld weiter zu verbreiten. Wir führen dazu Informationsveranstaltungen durch, zu denen von kirchlichen Einrichtungen eingeladen wird, um diesen Rahmenvertrag vorzustellen und Einzelheiten zu einem Wechsel des Stromanbieters bekannt zu machen. Wir werden hierbei durch die LichtBlick AG unterstützt. Es hat auch schon Veranstaltungen gegeben, bei der LichtBlick Vertriebsmitarbeiter persönlich auftreten konnten, um den Zuhörern den ausgesprochen schwer zu durchschauenden Energiemarkt zu erläutern und auf die wichtigen Punkte in diesem Zusammenhang hinzuweisen.

Weitere Infos zur Kooperation zwischen LichtBlick und der WGKD

Weitere Beiträge zum Thema Kirche und Ökoenergie:

Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK): „Testfall für eine ethisch verantwortete Politik“

Dr. Eike Bohlken, Assistent am Forschungsinstitut, Privatdozent für Philosophie an der Universität Tübingen: „Kernenergie gefährdet das Allgemeinwohl“


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