LICHTBLICKER

Juli-Bericht aus unserer Projektregion in Ecuador

Der Mini-Frosch aus Ecuador, Foto: Geo schützt den Regenwald e.V.
Der Mini-Frosch aus Ecuador, Foto: Geo schützt den Regenwald e.V.

Mary Ellen Fieweger, Herausgeberin der Intag-Zeitung, hat einen neuen Regenwaldbericht für uns und unsere Kunden geschrieben.  In dem Bericht beschreibt sie die Entwicklungen des Projekts und Neuigkeiten – wie diesmal die Entdeckung eines Mini-Froschs – aus der Region. Die erste erfreuliche Nachricht: Das LichtBlick-Schutzgebiet wächst  und wächst. Im August konnten erneut 100 Hektar Regenwald gekauft und so unter Schutz gestellt werden. Der durch LichtBlick finanzierte Gemeindeschutzwald ist somit auf 2261 Hektar angewachsen.

Forscher entdecken Mini-Frosch

Der Amphibien-Experte Juan Manuel Guayasamín berichtete jüngst über die Entdeckung des kleinsten Wirbeltieres des Landes: Es handelt sich um einen Frosch, mit einem transparenten Bauch, der so klein ist, dass er auf den Daumennagel eines Kindes passt.  Entdeckt wurde er in der Cordillera del Cóndor (ein östlicher Ausläufer der Anden), nahe der Grenze zu Peru.

Der Winzling lebt nur in den feuchtesten Teilen der Wälder. Auch er ist bedroht durch die Minenprojekte der Landesregierung. „“Es ist ein Privileg, in einem Land wie Ecuador zu leben, in dem die Menschen umgeben sind von einer schier endlosen Vielfalt anderer Lebensformen“, so der Amphibien-Experte in einem Interview. „Es ist außerdem eine große Verantwortung, und leider hat die Landesregierung immer ein größeres Interesse daran gehabt, nicht-erneuerbare Ressourcen wie Erdöl und Erze auszubeuten, als die Natur intakt zu erhalten. Jeder, der behauptet, ein Ökosystem könne sich nach dem Erz-Tagebau wieder regenerieren, der muss sich einen Lügner schimpfen lassen. Die biologische Vielfalt ist nicht mehr zu ersetzen und kann nicht wiedererlangt werden, indem man neue Bäume pflanzt“ erklärt Juan Manuel Guyasamin weiter.

Kanadische Minengesellschaft versucht Widerstand gegen Bergbauaktivitäten zu  brechen

Die Mitglieder der Río Intag Kaffeebauern (AACRI: Agricultural-Artisanal Coffeegrowers Association of Río Intag) sind derzeit mit der Ernte beschäftigt. Nach mehreren Missernten ist 2010 endlich wieder ein gutes Jahr für die Kaffeebauern. Schwierigkeiten bereitet ihnen dafür die kanadische Minengesellschaft Cooper Mesa.  Diese versucht den Widerstand gegen die geplanten Bergbauaktivitäten in der Region zu brechen, indem sie regionale Basisorganisationen wie AACRI, zerstört.

Hier finden Sie den komplette Bericht.


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