LICHTBLICKER

Intag-Bewohner im Protestfieber

DECOIN setzt sich aktiv gegen den Bergbau ein, Intag, Foto: Geo, Polibio-Perez
DECOIN setzt sich aktiv gegen den Bergbau ein, Foto: Geo, Polibio-Perez

Wie wichtig die Arbeit von DECOIN ist, zeigt sich auch darin, wie überaus beharrlich und erfolgreich die Umweltschutzorganisation schon seit Jahren dazu beiträgt, einen starken Zusammenhalt und Widerstand innerhalb der Bevölkerung gegen Bergbauunternehmen und deren Vorhaben zu schaffen.

Proteste gegen Kupferabbau im Intag

Vor einigen Wochen haben die Bergbau-Lobbyisten einen erneuten Vorstoß gestartet, in der Intag-Region Kupfer abzubauen. Das bedeutet, dass DECOIN in diesen Tagen viel Arbeit und Zeit in die Unterstützung der am stärksten von den Bergbauvorhaben betroffenen Gemeinden stecken muss. Mitglieder dieser Gemeinden sind derzeit damit beschäftigt, Grenzmarkierungen für jene Wälder herzustellen, in denen ein großer Teil der Kupfervorkommen vermutet wird. Außerdem stellt die Bevölkerung Schilder auf, um jenen Wissenschaftlern, die im Auftrag des staatlichen Bergbauunternehmens Studien durchführen möchten, mitzuteilen, dass die Gemeinde nicht ihr Einverständnis für die Umweltverträglichkeitsprüfungen gegeben hat. Sollten die Wissenschaftler das Schutzgebiet dennoch betreten, so weiß die Gemeinde, dass dies ohne ihre Einwilligung geschehen ist. Auch DECOIN unterstützt die Herstellung von Grenzmarkierungen, wie Carlos Zorrilla, der Direktor der Umweltorganisation, bestätigt.

Außerdem hat DECOIN eine Infobroschüre auf Spanisch erstellt, welche die Auswirkungen des Bergbaus für Menschen und Umwelt zusammenfasst. Auch mit Unterstützung auf internationaler Ebene wie von Deutschland wird gerechnet.

Jeden Monat senden uns unsere Kooperationspartner von „Geo schützt den Regenwald“ einen aktuellen Bericht zur Lage in unserem gemeinsamen Regenwaldprojekt zu. Die Berichte veröffentlichen wir regelmäßig hier auf unserer Internetseite. Die Berichte werden meistens von der Co-Autorin der regionalen Intag-Zeitung Mary Ellen Fieweger, die in der Region lebt, verfasst. So ist auch dies ein Auszug aus dem aktuellen Bericht, den sie uns vor einigen Tagen zu gesendet hat.


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