LICHTBLICKER

Im Fokus: Schutz der natürlichen Ressourcen

Workshop zum Schutz natürlicher Ressourcen im Intag/Ecuador
Workshop zum Schutz natürlicher Ressourcen im Intag/Ecuador

von Laura Welle, Unternehmenskommunikation

Thematisch eng verknüpft mit dem Schutz von Wäldern in der ecuadorianischen Intag-Region hat unsere Partnerorganisation DECOIN einen Workshop zum Thema „Schutz natürlicher Ressourcen“ veranstaltet. Vertreter von verschiedenen Organisationen haben Vorträge gehalten und insgesamt 47 Teilnehmer haben gearbeitet und diskutiert – im Fokus stand immer der Trinkwasserschutz und die biologische Vielfalt im Intag.

Bedrohung für Regenwald

Von DECOIN waren die Präsidentin Silvia Quilumbango und der Direktor Carlos Zorilla  in Nangulví. Sie haben über die Bedeutung der Artenvielfalt im Intag und die durch Bergbauprojekte entstehenden Bedrohungen gesprochen. Aus dem regionalen Koordinationsausschusses im Intag hat Polibio Pérez über aktuelle Neuigkeiten und die Gefahren durch Bergbauvorhaben in Llurimagua berichtet. Natalia Geene von der Pachamama Stiftung hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz allgemein über die Rechte von Gemeinden informiert, die sich von künftigen Bergbauaktivitäten beeinträchtigt und bedroht fühlen.

Neue Pläne

Dieser Workshop war nicht nur inhaltlich wichtig, sondern auch sehr aktuell: Die ecuadorianische Regierung hat weitere Aktivitäten geplant und ausländischen Firmen Rechte zugestanden, um Bergbauvorhaben zu starten. Dazu holt die ecuadorianische Regierung  Informationen von den Kommunen über die Siedlungen und weiter lokale Gegebenheiten ein. Der Staatspräsident Rafael Correa wird immer wieder auch von lokalen Akteuren über die Gefahren für die Menschen und die Natur informiert, vor einigen Wochen hat zum Beispiel Shisela Morales, die Vorsitzende der Gemeinde García Moreno, mit ihm gesprochen.

Mächtige Interessen

Allerdings stehen für Rafael Correa die Staatseinnahmen, die Ecuador durch den Bergbau erhält, scheinbar im Vordergrund und weniger die Interessen der indigenen Bevölkerung oder der Biodiversitätserhalt. So bleibt auch der Zusatz der ecuadorianischen Verfassung über die Rechte der Natur in vielen Teilen ohne Wirkung. Erst vor kurzem hat eine chinesische Bergbaufirma eine Anzahlung auf Lizenzen gemacht, um Kupfervorkommen im südlichen Amazonas abbauen zu können. Am 17. Februar finden in Ecuador die Wahlen zum Staatspräsidenten statt – für viele Menschen in den vom Bergbau betroffenen Regionen ist dies also in vielerlei Hinsicht ein spannendes Datum.

Jeden Monat senden uns unsere Kooperationspartner von „Geo schützt den Regenwald“ einen aktuellen Bericht zur Lage in unserem gemeinsamen Regenwaldprojekt zu. Die Berichte veröffentlichen wir regelmäßig hier auf unserer Internetseite. Die Berichte werden meistens von der Co-Autorin der regionalen Intag-Zeitung Mary Ellen Fieweger, die in der Region lebt, verfasst. So auch der aktuelle Bericht, den sie uns vor einigen Tagen zu gesendet hat.


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