LICHTBLICKER

„Haben Sie sich für Atomstrom entschieden?“

Energieberater Rainer Auberbach vor der LichtBlick-Niederlassung in Bremen, Foto LichtBlick
Energieberater Rainer Auberbach vor der LichtBlick-Niederlassung in Bremen, Foto LichtBlick

Über 200 Energieberater sind in Deutschland für LichtBlick unterwegs. Einen von ihnen habe ich einen Vormittag lang auf seinem Weg durch die Bremer Innenstadt begleitet.

Unterwegs mit dem LichtBlick-Energieberater

„Es geht um Ihren Strom“ – mit diesem kurzen, prägnanten Satz beginnt Rainer Auerbach, seit zwei Jahren Energieberater bei LichtBlick, sein Gespräch mit dem Kunden an der Türsprechanlage. Ein Knacken, dann ein Surren kündigen ihm und mir an, dass die Person am anderen Ende der Sprechanlage Interesse hat.

 Der erste Eindruck

Die Tür öffnet uns Thomas Helmstedt*. „Dieser Moment ist entscheidend bei meiner Arbeit“, erklärt mir der Energieberater im weißen LichtBlick-Hemd und der Präsentationsmappe unter dem Arm später. Denn der erste Eindruck entscheidet, ob der Kunde sich für oder gegen ein Beratungsgespräch entscheidet. „In diesen paar Sekunden müssen wir Vertrauen herstellen, Interesse wecken und Seriosität demonstrieren. Schließlich verkaufen wir nicht irgendein Produkt, sondern Ökostrom und klimafreundliches Gas“, so der Bremer weiter.

„Sie haben sich für Atomstrom entschieden. Möchten Sie jetzt vielleicht mit uns zu Ökostrom von LichtBlick wechseln?“ fragt der Energieberater Thomas Helmstedt und führt ihn so schon zum wesentlichen Punkt des Gesprächs: die Entscheidung! Denn die Wahl des Energieanbieters ist eine klare Entscheidung für oder gegen Atom- und Kohlestrom.

Entscheidene Argumente

Der Preis, so der Energieberater, kann nicht das entscheidende Argument für den Anbieterwechsel sein. LichtBlick-Strom und Gas sind nicht die günstigsten Produkte auf dem Markt. Für Rainer Auerbach geben dagegen folgende Argumente den Ausschlag:

  • Der Kunde kann mit dem Wechsel zu einem unabhängigen Ökostromanbieter wie LichtBlick seinen eigenen Atomausstieg vollziehen.
  • Er setzt sich mit dem Wechsel für die Energiewende und den Ausbau der Erneuerbaren Energien ein.
  • Er leistet einen entscheidenden Beitrag für den Klima- und Umweltschutz. Denn Grünstrom von LichtBlick ist CO2-frei. Darüber hinaus stellt LichtBlick pro Monat und Kunde einen Quadratmeter Regenwald in Ecuador unter Schutz.
  • Durch den Wechsel zu einem unabhängigen Energieanbieter kann er sich für mehr Transparenz am Energiemarkt einsetzen.

Thomas Helmstedt überzeugen diese Argumente sofort. „So einfach geht das in meinem Job nicht immer“ erzählt mir Rainer Auerbach später. Ökostrom ist erklärungsbedürftig. Denn der große Qualitätsunterschied bei Strom ist nicht sicht- und fühlbar, sondern ergibt sich erst aus seiner Herkunft. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zum liberalisierten Telekommunikationsmarkt die Bereitschaft, den Stromanbieter zu wechseln, bei vielen Kunden immer noch gering ist.

Die Energieberatung

Thomas Helmstedt möchte noch direkt am Wohnzimmertisch zu LichtBlick wechseln. Nachdem der Energieberater mit ihm den Vertrag durchgegangen und der neue LichtBlick-Kunde unterschrieben hat, ist der Termin aber noch nicht abgeschlossen. Denn Rainer Auerbach möchte zeigen, wie Thomas Helmstedt in Zukunft seine Energiekosten senken kann. Eine kurze Energieberatung in den eigenen vier Wänden zeigt dem Kunden, wo er bereits durch kleine Veränderungen mehrere Euro pro Monat einsparen kann. So verbrauchen Helmstedts Espressomaschine, seine Musikanlage und das TV-Gerät extrem viel Energie im Standby-Modus. Unsinnigerweise, denn er benötigt die Geräte nur wenige Stunden am Tag. Daher empfiehlt ihm der Energieberater, alle Endgeräte komplett auszuschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Mit den von Rainer Auerbach empfohlenen Energietipps kann er ganz leicht den etwas höheren Preis ausgleichen, den LichtBlick-Strom im Vergleich zu seinem bisherigen Anbieter kostet.

Auf meine Frage, warum Thomas Helmstedt bislang gezögert hat, zu Ökostrom zu wechseln, antwortet mir der gebürtige Bremer: „Ich denke, der Grund dafür liegt in einer gewissen Trägheit und Bequemlichkeit. Der Strom fließt, die Waschmaschine läuft, da schiebt man selbst wenn man generell für Ökostrom ist den Wechsel gerne immer wieder auf.“

So wie Thomas Helmstedt geht es vielen Menschen. Zwar ergeben Meinungsumfragen immer wieder, dass die Mehrheit der Verbraucher Öko-Strom möchte. Eine TNS-Infratest-Umfrage von 2009 ermittelte eine Wechselbereitschaft von 92 Prozent. Tatsächlich gewechselt sind jedoch gerade einmal 2,1 Millionen Haushalte (E & M Ökostromumfrage 2009).

Statt Werbekampagnen das direkte Kundengespräch

Aus diesem Grund verzichtet LichtBlick bereits seit Jahren auf kostspielige Werbekampagnen und setzt dafür auf das direkte Gespräch auf Märkten, bei öffentlichen Festen oder aber an der Haustür. Die Energieberater begleiten den Kunden bei seinem Anbieterwechsel, erläutern den Unterschied zwischen Öko- und Normalstrom, geben ihm Energiespartipps. Und geben ihm so die Möglichkeit, den Wechsel nicht länger aufzuschieben, sondern sich in den eigenen vier Wänden aktiv für Klimaschutz und die Energiewende einzusetzen.

„Wir legen großen Wert auf die Ausbildung unserer Energieberater“, so Andreas Kahl,  Ausbildungsleiter bei LichtBlick. „In den regelmäßig stattfindenden Trainings soll ihnen ein genaues Verständnis von LichtBlick, dem Unternehmensleitbild und der -philosophie vermittelt werden“ erläutert Kahl weiter. Denn im persönlichen Gespräch repräsentiert der Energieberater das ganze Unternehmen. Sachkenntnis, Freundlichkeit und Seriösität sind darum für LichtBlick-Energieberater unabdingbar.

* Name von der Redaktion geändert


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18 Kommentare

  • Hans von Schwartzenberg sagt:

    also ich hätte gerne Atomstrom, da ich nicht damit rechnen muss, dass ein Tsunami bis nach Köln kommt.
    Diese ganze Antiatomkraft-Hysterie geht mir ziemlich auf die Nerven.
    Auch wenn man 30 Jahre lang Halbwahrheiten verbreitet, werden sie nicht zur Wahrheit.
    Die grünen Ökopopulisten sind mir zu schwach begabt.
    Zu dem Spruch „Atomkraft tötet“ setze ich dagegen „Ökostrom macht arm“
    Mit strahlendem Gruss
    Hans


  • Michael Hartmann sagt:

    Hallo Herr Auerbach,

    falls es oben nicht schon zu erkennen ist: Ich bin bereits Lichtblick-Kunde. Zumindest für Strom.
    Wenn ich bei meiner nächsten und gleichzeitig ersten Jahresabrechnung nicht die große Enttäuschung in Richtung hintenrum Geld verdienen erlebe, was ich nicht wirklich glaube, werde ich dann auch beim Gas zu Lichtblick wechseln.
    Mit dem Weiterempfehlen bin ich schon dabei.

    Ich finde so Umweltgipfel lachhaft, wo vorher groß „tam-tam“ gemacht wird, obwohl jeder der ein Bisschen Ahnung von der Vergangenheit und der Einstellung der dort vertretenen Konzerne hat weiß, dass die hinterher wieder da stehen, wo sie vorher waren. Nämlich bei der umweltschädlichen Energiegewinnung. Wenn aber in ein paar Jahren genug Kunden bei Lichtblick & Co sind, lohnen sich die AKWs wirtschaftlich nicht mehr und der G8 ist, zumindest in Deutschland, vom Tisch.

    Bei den Banken stand ich auch vor der Wirtschaftskrise nicht auf Risiko. Selbst wenn die Zinsen nicht so hoch sind, Hauptsache ich bekomme die Einlage und weniger Zinsen auf jeden Fall wieder. Und beim Ökostromanbieter will ich auch sicher sein dass ich wirklich Ökostrom bekomme, wenn auch indirekt wegen dem Stromsee aber trotzdem. Und die Sache mit dem Regenwaldschutz ist noch ein netter Zusatz.

    Gruß
    Michael Hartmann


  • Rainer Auerbach sagt:

    Übrigens ,

    Wir haben ein 4 Wöchiges Kündigungsrecht , so das bei Falschberatung der Kunde die Chance zum Wiederruf hat.
    Unser Interesse ist es den Kunden zum Wechseln aufzurufen um aktief zum Umweltschutz beizutragen.

    Machen Sie auch mit und empfehlen uns weiter.dann steht auch keiner „Kalt „vor der Türe.
    Gruß Rainer


  • Rainer Auerbach sagt:

    Hallo , Herr Hartmann

    Wenn Sie dies so sehen dann kenne ich sogar renomierte Banken die Ihre Kunden des profitwillens unseriöse Anlagen verkaufen und trotzdem haben die Bürger weiter ein Konto.
    Außerdem gibt es bestimmt auch Ärtzte die Ihre Kunden aus Profitgier falsch beraten.
    So könnte Ich immer Weitermachen das ändert nichts an der Tatsache das die Grundlage eines jeden geschäftes Vertrauen ist.
    Wer kein vertrauen hat wird nie etwas ändern.

    Danke aber für Ihr vertrauen zu uns.

    Lassen Sie sich doch einfach mal beraten.

    Gruß Rainer Auerbach


  • Michael Hartmann sagt:

    Hallo Herr Auerbach,

    ich glaube Ihnen schon, dass Sie auf seriöse Weise neue Lichtblick-Kunden gewinnen.

    Nur gibt es in dem Bereich der Haustürverkäufer genug schwarze Schafe, die den Leuten entweder unnötige Dinge andrehen oder durch krumme Tricks etwas verkaufen. Mir ist sowas zwar noch nicht selbst passiert, aber durch diverse Fernsehberichte sowie Erzählungen aus dem Bekanntenkreis bin ich halt so grundsätzlich negativ auf Leute an der Tür zu sprechen damit ich bloß nicht auf unseriöse Vertreter reinfalle.

    Wenn Sie z. B. in 5 Computerfirmen im Internet betrogen worden wären oder direkt davon gehört hätten, würden Sie wahrscheinlich auch nur noch Computerteile im Geschäft in der Stadt kaufen und nicht mehr im Internet, oder?

    Aber es freut mich zu hören, dass es doch noch Vertreter gibt, die auf seriöse Weise und mit Umweltschutzgedanken im Hintergrund Geschäfte machen.

    Gruß

    Michael Hartmann


  • Rainer Auerbach sagt:

    Ich möchte nur sagen das wir Energieberater nicht Klinkenputzen sondern uns erheblich im Direktvertrieb abheben.

    Empfehlungen kommen nicht durch schlechte Beratung oder durch ein unseriöses Produkt zu stande.
    Wir machen den Job auch aus innerer Überzeugung und nicht nur des geldes wegen.
    Wir verfolgen ein Geselschaftspolitisches Ziel (die Energiewende)

    LichtBlick setzt auf den Direkten kontakt um alle Geselschaftsschichten zu erreichen.

    Wir sind das Rückrat der LichtBlick AG und darauf Stolz.

    Mir hat eine Aufgabe noch nie in meinem Leben mehr Erfüllung gegeben und nebenbei verdiene Ich Geld.

    Für jeden der freiberuflich Arbeiten
    möchte eine echte CHANCE die man nur ergreifen muß.

    Gruß Rainer Auerbach


  • Michael Hartmann sagt:

    Liebe Frau Königstein,

    ich vermute mal, wenn ich den Weg mit dem Zumailen nehme, merken Sie z. B. durch Cookies automatisch, dass der Interessent durch mich „Wind bekommen“ hat, ohne dass ich persönlich vorbei kommen muss. Zumal er in diesem Fall mehrere Städte weiter weg wohnt und wir uns mehr telefonisch unterhalten als persönlich.

    Wenn der Interessent sich nun durch das gedruckte Infopaket für Lichtblick entscheidet, und keine Rückfragen an mich hat, könnte er die Anmeldung auch selbst (per Post) verschicken und hierbei den Punkt 6 möglicherweise übersehen, was bei der Mailversion wohl automatisiert würde und somit gar nicht vergessen werden kann.

    Hätte ich bei der Anforderung für das Infopaket die Möglichkeit mich als „Informanten“ einzutragen, könnten Sie spätestens bei der Eingabe der Kundendaten in Ihre Datenbank sehen, dass er durch mich geworben wurde.

    Gut, dass es auch wie von Ihnen beschrieben möglich ist, meine Variante fände ich aber noch ein Bisschen einfacher.


    • Katinka Königstein sagt:

      Lieber Herr Hartmann,

      das Infopaket bietet die Möglichkeit sich als Interessent Informationen zu LichtBlick-Produkten zu senden zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Interessent noch keinen Vertrag unterschrieben und wurde demnach auch noch von Niemandem geworben. Da Sie die „Kunden werben Kunden“ Prämie erst erhalten, wenn Sie tatsächlich einen Kunden werben, erhalten Sie auf dem Auftragsformular die Möglichkeit sich als Kunden werbender Kunde einzutragen und nicht bei dem Infopaket-Formular.


  • Katinka Königstein sagt:

    Lieber Herr Hartmann,

    auf unserer Internetseite unter „Kunden werben Kunden“ finden Sie das Auftragsformular, das Sie gemeinsam mit dem von Ihnen geworbenen Kunden ausfüllen können
    http://www.lichtblick.de/h/kunden_werben_kunden_6.php
    Unter Punkt 6 des Formulars geben Sie bitte Ihren Namen, Adresse und Prämienwunsch an, damit wir Ihnen die „Kunden werben Kunden“ Prämie überweisen können.


  • Michael Hartmann sagt:

    Hallo Frau Königstein,

    ich habe gerade jemand für das Infopaket auf Ihrer Seite eingetragen. Dort gibt es aber keine Möglichkeit mich als Werber mit einzutragen.

    Auf einer anderen Seite, wo man sich als Werber eintragen kann, kann man dem Interessenten aber nur eine E-Mail schicken lassen, aber kein Info-Paket per Post. Und es gibt genug Leute (wie auch hier), die haben kein Internet, und die wollen Sie doch sicher auch gerne als Kunden haben, oder?

    Ich würde mich über eine Nachbesserung hier freuen.


  • Katinka Königstein sagt:

    Hallo Herr Hartmann,

    unsere Energieberater sind in ganz Deutschland tätig. Von Düsseldorf aus sind die nächsten LichtBlick-Niederlassungen Essen und Köln. Sie können hier anrufen und bei Interesse einen Termin mit einem unserer Energieberater vereinbaren.


  • Michael Hartmann sagt:

    Noch ne wohl letzte Frage:
    Haben Sie im Bedarfsfall auch Vertreter im Großraum Düsseldorf oder nur in Norddeutschland?


  • Katinka Königstein sagt:

    Lieber Herr Hartmann,

    die Empfehlungen, die sie bei einem Gespräch mit dem Energieberater abgeben können und unser „Kunden werben Kunden“ Angebot sind zwei verschiedene paar Schuhe. Die „Kunden werben Kunden“ Prämie würden Sie erhalten, wenn Sie als Kunde eine andere Person werben. Ob sie diese Prämie dann mit dieser Person teilen möchten, bleibt ganz Ihnen überlassen. Bezüglich Ihrer Frage zu den Datenschutzbestimmungen: natürlich geben wir Kundendaten nicht an andere Firmen heraus (siehe Datenschutzrichtlinien). Unsere Kunden möchten wir natürlich auf dem Laufenden halten. Aus diesem Grund versenden wir gelegentlich auch Informationsmaterial (z.B. unseren Newsletter:
    http://www.lichtblickblog.de/2010/04/15/newsletter-atomstrom-blockiert-okostrom/
    zu. Kunden, die diese Unterlagen nicht erhalten möchten, können aber bei uns anrufen, damit wir dies in ihren Kundendaten vermerken können.


  • Michael Hartmann sagt:

    Liebe Frau Königstein,

    wie ich gerade auf Ihrer Homepage nachgeschaut habe, bieten Sie ja einige Möglichkeiten fürs Weitererzählen 🙂
    Gelten da, wo ich potenzielle Interessenten für das Infopaket eintragen kann usw. auch die Datenschutzbestimmungen, also dass die dann nicht plötzlich von Ihnen oder anderen Firmen mit Reklame überschüttet werden?

    Ich kanns mit dem Bekannte ansprechen ja mal versuchen. Aber ich vermute die haben den Gedanken „Ha, der Hartmann will durch mich Provision kassieren.“ im Kopf.

    Spricht von Ihnen aus was dagegen, wenn ich denen anbiete die Hälfte des von Ihnen erhaltenen Bonus an die weiterzugeben?

    Gruß

    Michael Hartmann


  • Katinka Königstein sagt:

    Lieber Herr Hartmann,

    es stimmt, dass viele Menschen tagsüber nicht zu Hause anzutreffen sind. Daher arbeiten die LichtBlick-Energieberater sehr viel mit Empfehlungen. Haben Sie einen Kunden für LichtBlick begeistern können, fragen sie, ob er Personen kennt, die womöglich auch Interesse an einer Beratung haben. Ist dies der Fall kann sich der Energieberater direkt an den Interessenten wenden und ggf. einen Termin mit ihm ausmachen.

    Darüber hinaus ist es für Interessenten natürlich zu jederzeit möglich sich mit der LichtBlick-Zentrale oder der nächsten Niederlassung in Kontakt zu setzen, um einen Beratungstermin zu vereinbaren.


  • Michael Hartmann sagt:

    Liebe Frau Königstein,

    wie wollen Sie denn nur über den Weg des Energieberaters an Haustüren die Leute erreichen, die Tagsüber berufsbedingt nicht zu Hause sind? Oder kommen die dann zum Abendessen oder Abendfilm?

    Sie machen mir schon den Eindruck, dass Sie wissen, dass es ausreichend schwarze Schafe gibt, die den Leuten an der Haustür irgendwelchen Unsinn aufschwätzen und die Leute dementsprechend mißtrauisch sind. So erscheint mir Ihr Beitrag oben auch als Glücksspiel ob der Hausbewohner abwinkt oder zuhört. Und auch die „schwarzen Schafe“ werden wohl ordentlich gekleidet sein. Wenn dem Bewohner vorher selbst noch kein „schwarzes Schaf“ begegnet ist, hört er wohl eher zu als wenn er vor einem halben Jahr z.B. auf einen Versicherungsvertreter für Elektrogeräte reingefallen ist, wo nach kurzer Zeit die Versicherung teurer ist, als die Neuanschaffung der Geräte.

    Aber wenn Ihre Erfahrungen dafür sprechen, kann ich natürlich nichts dagegen halten. Befürworten würde ich das auf jeden Fall wenn Interessenten sich melden und um den Besuch des Beraters bitten. Dann wissen die ja auch schon vorher mit wem sie es zu tun haben.


  • Katinka Königstein sagt:

    Lieber Herr Hartmann,

    ersteinmal vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar.

    1.) klassische Werbung in Form von Plakatkampagnen hat LichtBlick in der Anfangszeit bereits getestet – jedoch ohne den erwünschten Erfolg. Erfolgreich ist es hingegen, wenn wir unsere Produkte im persönlichen Kontakt erklären und offene Fragen direkt beantworten können. Dies ist im Direktvertrieb möglich – mit der klassischen Werbung nicht! Sie schreiben, dass „nicht jeder der von Ökostrom redet, auch wirklich Ökostrom“ verkauft“. Da gebe ich Ihnen recht. Also besteht die Aufgabe unserer Energieberater auch darin Kunden zu erläutern, warum unser Ökostrom den Ausbau der Erneuerbaren fördert und der vieler anderer Anbieter nicht. Auch dies ist nur im direkten Gespräch möglich.

    2.) „klinkenputzende“ Mitarbeiter wünschen wir natürlich nicht. Sie würden dem Ruf von LichtBlick auch nur schaden und unserem Ziel Menschen für den Wechsel zu klimafreundlichen Energien zu motivieren im Wege stehen. Aus diesem Grund werden unsere Energieberater sehr gut ausgebildet und bei der Auswahl der Mitarbeiter sehr viel Wert auf Seriösität gelegt.


  • Michael Hartmann sagt:

    Also ich bin auf „Klinkenputzer“ sehr schlecht zu sprechen. Erst recht wenn die nicht nur informieren wollen, sondern auch noch Geld haben wollen. Nicht umsonst gab’s in letzter Zeit einige Gesetzesänderungen um ungewollten Haustürgeschäften vorzubeugen. (14 Tage Rücktrittsrecht usw.) Auch wenn die Lichtblick-Mitarbeiter zwar keine schwarzen Schafe sind, würde ich den gar nicht erst viel erzählen lassen, weil es im Bereich „Klinkenputzer“ so viel schwarze Schafe gibt.

    Ich persönlich finde Werbung auf Plakatwänden und Bushaltestellenhäuschen usw. am Besten. Die sieht jeder und wenn die interessant gemacht ist, behält man die auch. Letztes Beispiel zu Karneval: Oben „11:12“, unten ein frisch ausgetrunkenes Bierglas.

    Wenn dann nach einem Monat Pause in der zweiten Aktion unten drunter steht: „Und, hast du schon zum Ökostromanbieter gewechselt? Oder wartest du auf den Fisch mit den 3 Augen auf deinem Teller und möchtest nur noch mit Atemschutzmaske vor die Tür treten?“ ist das dann die Erinnerung, dass man das ja eigentlich vor hatte zu wechseln.

    Außerdem kommen die Vertreter doch wahrscheinlich nur zu Zeiten wo normale Leute bei der Arbeit sind. Und abends ist dann eher Fernsehen o.ä. angesagt.

    Ich selbst bin durch einen Fernsehbericht auf Lichtblick aufmerksam geworden.

    Nicht jeder der von Ökostrom redet verkauft auch wirklich Ökostrom. Das dürfte zur Trägheit der Leute beitragen. Wenn die wechseln wollen, wollen sie auch sicher gehen WIRKLICH Ökostrom zu bekommen, nicht nur auf dem Papier.

    Wenn Lichtblick in einiger Zeit bei den meisten Leuten als Standard auf die Frage genannt wird: „Nennen Sie einen Ökostromanbieter“, dann dürfte das mit den neuen Kunden auch (noch) einfacher werden.


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