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Energiewirtschaft 4.0 – Vernetzung und Partizipation

Unsere Kollegin Nadine ist bereits seit längerem im Netzwerk women&energy aktiv. Hier treffen sich Frauen aus den unterschiedlichsten Energiebranchen und diskutieren aktuelle Energiethemen. Dieses Jahr hat das Netzwerk sein zweites Fachbuch veröffentlicht, in dem auch ein Beitrag von Nadine und unserer Kollegin Mara ist. Wir wollten mehr darüber erfahren.
Nadine arbeitet bei LichtBlick in der Finanzabteilung. Schon bevor sie direkt nach ihrem Studium zu uns kam war sie LichtBlick-Kundin. Nach einer 3-jährigen Pause für ihre Promotion kam Nadine 2010 ins Unternehmen zurück und ist seitdem für die Unternehmensfinanzierung zuständig.

Wie sieht die Energiewirtschaft 4.0 aus? Foto: Fotolia
Wie sieht die Energiewirtschaft 4.0 aus? Foto: Fotolia

Buchprojekt von women&energy

Nadine, wie kam es zu eurem Buchbeitrag?
Ich bin ja in dem Netzwerk women&energy. Als ich beim ersten Treffen dabei war, lief die Produktion des ersten Buchs bereits. Der Titel der nächsten Ausgabe hat mich direkt angesprochen – Innovativ. Integrativ. Intelligent. Das passt perfekt zu LichtBlick und wie wir den Begriff der Energiewende verstehen. Ich habe mich bei uns auf die Suche nach einer Partner-Autorin gemacht – und sie mit Mara gefunden, die hier bei uns im Afrikahaus die Innovationsthemen betreut.

Vernetzung und Partizipation in der Energiewelt

Was war das Thema?
Wir hatten ursprünglich einen anderen Fokus, eher in Richtung Frauen in der Energiewirtschaft, aber dafür hätte der Platz nicht gereicht. Im Brainstorming sind wir auf den Titel „Vernetzung und Partizipation in der Energiewelt“ gekommen. Wir machen in unserem Kapitel den Brückenschlag, wie die Vernetzung in der Energiewelt aussieht – also die neuen, externen Anforderungen an die Energieunternehmen, und wie die Unternehmen in ihrer Organisation darauf reagieren. Wir zeigen das konkret am Beispiel von LichtBlick, wie wir uns aufstellen und welche Antworten wir auf die neuen Herausforderungen haben.

Weibliche Energiewirtschaft – offene Diskussionen

Das Buch wird von women&energy herausgegeben. Gibt es einen weiblichen Blick auf die Energiewirtschaft?
Das Buch haben ja nur Frauen geschrieben, daher ist die Sicht in dem Buch auf jeden Fall weiblich. Das heißt aber nicht, dass es in jedem Kapitel explizit um Frauen in der Energiewirtschaft geht, sondern dass Themen wie Digitalisierung, Innovationen oder Projektbericht einfach aus Sicht von Frauen geschrieben sind.
Auch von meinen Treffen bei women&energy kann ich sagen, dass die Themen, die wir besprechen, sich nicht von denen auf anderen Branchentreffen unterscheiden. Aber es wird anders diskutiert und argumentiert. Die Art der Kommunikation ist eine andere. Wenn ich beispielsweise mit Frauen aus Energiekonzernen oder von Stadtwerken diskutierte, dann geht es bei den Gesprächen eher um den Austausch und nicht darum, sich selbst bestmöglich zu positionieren. Wir können uns einfach sehr fachlich über Themen unterhalten und der Status oder von welchem Unternehmen wir kommen, spielt keine große Rolle – daher machen mir die Treffen auch so viel Spaß.

Energiewirtschaft 4.0 – externe und interne Einflüsse

Welche Themen werden aus Deiner Sicht das Arbeiten in der Energiewirtschaft 4.0 prägen?
Wir glauben, dass wir mit Flexibilität diesem Wandel in der Energiewirtschaft begegnen müssen. Agilität, Eigenverantwortlichkeit und Ausprobieren werden das Arbeiten immer stärker prägen. Es wird nicht wie früher ein Geschäftsmodell oder Projekt geben, das von Anfang bis zum Ende durchgedacht ist und das in Kaskaden abgearbeitet wird. Wir müssen uns in iterativen Schleifen ausprobiert und agil an die Projekte herangeht. Das ist aus unserer Sicht eine gute Antwort auf die Energie-Welt im Umbruch. Denn der Weg in die Zukunft ist unklar. Es wandelt sich so viel, dass wir uns noch gar nicht starr ausrichten können auf den einen, neuen Weg. Wir müssen in der eigenen Unternehmensstruktur und vom eigenen Denken her flexibel bleiben und mit dem Wandel entspannt agil umgehen. Wenn sich beispielsweise ein Weg als nicht richtig herausstellt, dann haben wir keinen Fehler gemacht, sondern wir haben etwas gelernt und schauen nun, welche Stellschrauben gedreht werden müssen, um auf die Änderungen reagieren zu können.
Die Änderungen in der Organisationsstruktur sind jedoch nicht nur durch den Wandel in der Energiewirtschaft notwendig, sondern auch um als attraktiver Arbeitgeber zu bestehen. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von heute sind nicht mehr wie früher: Sie möchten beteiligt werden, sie möchten einen interessanten Arbeitsplatz haben, bei dem sie eigene Entscheidungen entwickeln und treffen können und nicht so stark von Hierarchien und Rahmenbedingungen getrieben sind. Es gibt also die beiden Perspektiven – die äußeren und die inneren Einflüsse der Energiewelt 4.0.

LichtBlicker sind neugierig und agil

Wie ist LichtBlick für die Energiewirtschaft der Zukunft heute schon aufgestellt? Wo siehst Du die größten Herausforderungen?
Auch wenn wir kein so junges Energieunternehmen mehr sind, sind wir noch viel agiler als große, alteingesessene Enerigekonzerne, die bestimmt noch mal vor ganz anderen Herausforderungen stehen als wir. Ich empfinde uns immer wieder als sehr neugierig. Die Menschen, die hier arbeiten sind neugierig und bereit, Bestehendes in Frage zu stellen und neue Wege zu beschreiten. Das sind anscheinend gute Rezepte, um auf den Wandel zu reagieren. Es gehört schon immer zur Unternehmenskultur von LichtBlick, dass kritisches Denken gewünscht ist. Wir sind alle dazu aufgerufen, unsere eigenen Ideen und konstruktive Kritik zu äußern – das lebt unsere Geschäftsführung auch vor.
Den Herausforderungen können wir am besten durch den Spaß am Wandel begegnen und auch als relativ kleines Unternehmen müssen wir darauf achten, dass wir uns die Agilität und Flexibilität bewahren.


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