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Energiewende Tour – Halbzeit auf dem Weg nach Marrakesch

Wie wir berichtet haben, haben wir uns gemeinsam mit unserem Partner WWF elektrisch auf den Weg nach Marrakesch zur Klimakonferenz gemacht. Die Strecke von Berlin nach Marrakesch – immerhin rund 4.000 Kilometern – wollen Jörn vom WWF und Frank von LichtBlick mit dem Elektromotorrad Zero DSR fahren. Bis Spanien sind sie inzwischen gekommen.

Braunkohle vs. Erneuerbare

Die ersten Stationen auf dem Weg in den Süden hätten nicht konträrer sein können. Auf der einen Seite der Braunkohletagebau in Jänschwalde, wo sich Bagger tief in die Erde graben, um die klimaschädliche Kohle zu fördern. Doch auch hier gibt es Widerstand und Menschen, die sich für die Energiewende entschieden haben. Nur wenige Kilometer weiter gibt es dann in Feldheim auf der anderen Seite das energieautarke Dorf. 50 Windräder, Solaranlagen, Biogasanlagen und Speicher versorgen die 110 Einwohner mit 100 Prozent erneuerbaren Energien. Feldheim zeigt, wie die Energiewende heute schon funktioniert.

Ökostrom fürs E-Motorrad

Doch gerade beim Thema Elektromobilität fällt auf, dass es auch in Deutschland nicht einfach ist, sein Elektrofahrzeug immer und überall mit Ökostrom zu laden. Gut, dass es unterwegs hilfsbereite LichtBlick-Kunden gibt, die das Team mit sauberer Energie versorgen, wie das Tonstudio Bauer in Ludwigsburg.

Energiewende im Atomland Frankreich

Von Deutschland geht es dann ins Atomland Frankreich – 75 Prozent des Stroms wird von Atomkraftwerken erzeugt. Hier können Jörn und Frank an der Ladesäule sicher sein, dass der Strom grau statt grün ist. Direkt hinter der Grenze steht der Pannenreaktor Fessenheim, der auch in Deutschland immer wieder für Diskussion sorgt. Doch auch wenn hier Atom vorherrscht, gibt es in der Region Menschen, die für sich entschieden haben, auf Erneuerbare zu setzen, wie Lucien Jenny. Er hat seit über 30 Jahren eine PV-Anlage auf dem Dach und fährt selbst auch eine Zero DSR.

Spanisches Energiewende-Kooperative

Je weiter das Tour-Team Richtung Süden kommt, desto angenehmer wird das Motorradfahren, denn die Temperaturen steigen. In der Nähe von Barcelona machen die beiden einen Zwischenstopp bei einer Energiewende-Kooperative, das im Kleinen die Energiewende in Spanien umsetzt. Heute sind sie bei ihrer letzten Station in Europa angekommen: Im Nationalpark Coto de Doñana. Hier wollen sie unter anderem auf die geplante Gasförderung im Nationalpark aufmerksam machen, die das sensible Ökosystem des Gebiets erheblich gefährden wird.
Am Wochenende setzen die beiden über nach Marokko. Dort geht es nach Marrakesch zur Klimakonferenz – inklusive einem Treffen mit der Umweltministerin Barbara Hendricks.

Auf unserer gemeinsamen Webseite www.energiewendebeschleunigen.de können Sie die Tour täglich mit verfolgen. Auch auf Twitter unter #eTour finden Sie immer die neuesten Neuigkeiten zur Tour nach Marrakesch.


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