LICHTBLICKER

Elfmeter-Festival in Eimsbüttel

Eiskalt vor dem Tor, ausdauernd in der dritten Halbzeit - der 1. FC LichtBlick, Foto: LichtBlick
Eiskalt vor dem Tor, ausdauernd in der dritten Halbzeit – der 1. FC LichtBlick, Foto: LichtBlick

Die auffälligste Figur beim diesjährigen Traditionskick zwischen dem 1. FC LichtBlick und der Anwaltskanzlei White & Case war – nicht nur wegen seines roten Trikots – der Schiedsrichter.  Aber auch taktisch hatte das dramatische Spiel auf dem Kunstrasen im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel wieder viel zu bieten.

Dreimal Elfmeter

Gleich dreimal zeigte der Referee auf den Elfmeterpunkt. Zweifel an einem Elfmeterpfiff wurden vom Gegner mit einleuchtendem Pochen auf ausgleichende Gerechtigkeit („Dafür habt ihr vorhin eine unberechtigte Ecke bekommen“) verteidigt. Abseitsentscheidungen traf der Mann in Rot weitsichtig vom Mittelkreis aus, mitunter auch durch tatkräftige Unterstützung der Abwehrspieler („Ich hab einfach mal die Hand gehoben.“).

Der Bundestrainer hätte seine wahre Freude gehabt

Die Spielstrategie der kickenden LichtBlicker hätte selbst Jogi Löw begeistert. Das fing schon bei der Mannschaftsaufstellung an, die urdemokratisch per Handzeichen („Wer will Abwehr spielen?“) festgelegt wurde. Der Gegner White & Case wurde zudem durch geschickte Positionswechsel („Ich spiele erste Halbzeit hinten, zweite vorne“) irritiert. Gerade in der ersten Halbzeit glänzte das LichtBlick-Mittelfeld durch eine innovative Neuinterpretation der Raumdeckung, in dem es immer wieder gelang, dem Gegner den optimalen Platz zum ungehinderten Aufbau seiner Angriffe einzuräumen.

Zu einem Eklat kam es nach der Halbzeitpause. Plötzlich waren die zahlreichen Fans des 1. FC LichtBlick verschwunden. Ob das eine Reaktion auf das grandiose Spiel der LichtBlicker oder dem reichhaltigen Getränkeangebot im Vereinsheim geschuldet war, konnte später nicht mehr genau nachvollzogen werden. Im Laufe der zweiten Halbzeit füllten die sichtlich wohl gelaunten LichtBlick-Anhänger aber wieder die Ränge.

Spieler und Fans beider Mannschaften zeigten ihre wahre Stärke vor allem in der dritten Halbzeit an Buffet und Tresen.  Hier endete der Vergleich unentschieden. Die ersten beiden Halbzeiten hatte der 1. FC LichtBlick dank seiner unglaublichen Effizienz vor des Gegners Tor mit 4:3 für sich entschieden. Nach einem 3:3 Zwischenstand fiel das entscheidende Tor selbstverständlich per Elfmeter. Vorausgegangen war eine unnachahmliche Strafraum-Schwalbe,  die der Mann in Rot in der ihm eigenen Konsequenz ahndete.


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